Leserbrief zur Umgehung von Lohrsdorf
FDP hat Ortsumgehung nie erwähnt
Mit Erstaunen muss ich lesen, dass nun auch die FDP der Grafschaft sich für die Probleme der Anwohner Sinziger Straße in Lohrsdorf interessiert.
Bereits in einer Gemeinderatssitzung im Jahre 1957 – nachzulesen in der Schulchronik von Lohrsdorf – wird eine Umgehungsstraße für Lohrsdorf angesprochen.
Also, liebe FDP, nicht seit 40 Jahren, sondern seit 64 Jahren warten die Mitbürger der Sinziger Straße in Lohrsdorf auf die Umgehungsstraße. Ich kann mich nicht erinnern, dass die FDP jemals eine Ortsumgehung „Lohrsdorf“ erwähnt noch diese befürwortet hat. Obwohl sie sich ja so vehement für den Bau einer Brücke über den Rhein einsetzt. Im Zuge dieses Einsatzes hätte sie sich in Erinnerung rufen müssen, dass diese Brücke nur Sinn macht, wenn es eine Umgehungsstraße von Walporzheim nach Remagen/Kripp gibt.
Die FDP-Grafschaft hatte jetzt fünf Jahre Zeit, um sich in Mainz bei Wirtschafts- und Verkehrsminister Wissing stark zu machen. Das Land ist zwar offiziell nicht für den Verkehrswegeplan des Bundes zuständig.
Da aber der Minister nun als Generalsekretär der Bundes-FDP nach Berlin wechselt, wäre es doch naheliegend, ihn in das Anliegen einzubinden. Jedenfalls haben Horst Gies, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz und Mechthild Heil, Mitglied der CDU-Bundestagsfraktion, dafür gesorgt, dass die Umgehung wieder in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde.
Der Bürger von Lohrsdorf, Florian Noch und sein Arbeitskreis B 266 sind sich hoffentlich darüber im Klaren, dass die im Artikel angesprochenen kurzfristig und zeitnah verkehrsberuhigenden Maßnahmen bei einem Verkehrsaufkommen von über 18.000 Fahrzeugen täglich nicht dazu beiträgt, die langjährigen Probleme und Nöte der Anwohner zu mildern.
Ulrike Overrath,
Sinzig-Löhndorf
