Politik | 31.08.2018

FDP Neuwied trifft Bürger

FDP lehnt Pläne auf dem Heddersdorfer Berg ab

Die FDP-Vertreter Dennis Mohr, Andreas Büsch, Dietrich G. Rühle und Christian Hess (v.l.n.r.) im lebhaften Gespräch mit Bürgern des Heddesdorfer Bergs.FDP Neuwied

Neuwied. Auf dem Heddesdorfer Berg soll das Baugebiet Bienenkaul erweitert werden. Das wird seit Jahren erwartet und wird im Grundsatz auch überwiegend akzeptiert. Empört über das Ausmaß der Bebauung und die völlige Vernachlässigung der Infrastruktur zeigten sich allerdings viele Bewohner des Heddesdorfer Berges und die Neuwieder Liberalen bei einer Ortsbesichtigung des beplanten Gebietes. „Ursprünglich hieß es“, so der stellvertretende Vorsitzende des Neuwieder FDP-Stadtverbandes, Dennis Mohr, es solle dort ein Nahversorgungsgebiet mit einigen maximal zweistöckigen Wohngebäuden hinkommen.

Es sollte ein Gebiet bauähnlich dem Ringmarkt entstehen. Die neueste Planung sieht allerdings ein ‚Klein-Manhattan‘ vor mit Häusern, die das aktuelle Baugebiet erschlagen“.

Geplant seien nun zwei fünfgeschossige und sechs viergeschossige Wohnblöcke mit insgesamt 144 Wohneinheiten, die seniorengerecht sein sollen. Bereits die gerade abgeschlossene Planung eines sehr großen Discountermarktes dort sei völlig unverständlich, da er die ruhige Atmosphäre ruiniere, die für den Heddesdorfer Berg typisch sei.

Es ginge nicht um die Frage, ob dort gehobene oder sozial geförderte Wohnbebauung entstehe, beides sei akzeptabel. „Wenn man aber schon den Gebietscharakter verändert und außerdem auf Seniorengerechtigkeit wert legt“, so Mohr, „sollte man dann wenigstens eine wirkliche Infrastruktur schaffen.

Nach Umsetzen der Planung werden erheblich mehr Menschen im Wohngebiet Bienenkaul leben, aber für niemanden gibt es ohne Auto erreichbare Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Apotheken oder Ärzte, nicht einmal einen Briefkasten.“ Und auch der Discounter sei nur über eine steile Straße zu erreichen.

Nicht seniorengerecht

Seniorengerecht sei das alles nicht. Und wenn man schon die Bewohner damit zum Autofahren zwingt, sollte man auch ausreichend Parkplätze schaffen. Solche seien aber in nur viel zu geringem Maße vorgesehen, so dass ein gewaltiger Parkplatzdruck auf die Erich-Kästner-Straße entstehen wird. Angesichts von zahlreichen fehlenden Kindergartenplätzen solle die Stadt Neuwied auch den einst geplanten Kindergarten nicht aus den Augen verlieren. Der würde zwischen drei Schulen, einer Sporthalle mit vielen Wochenendveranstaltungen und dem HTZ ohnehin viel besser passen als massenweise Seniorenwohnungen.

Die FDP favorisiert darum eine Bebauung mit kleineren Gebäuden, die eher in die vorhandene Baustruktur passen. Auch Ein- oder Zweifamilienhäuser seien für eine Teilfläche gut vorstellbar. Noch besser wäre es nach Ansicht der Liberalen, wenn man zunächst erst einmal das ungenutzte und derzeit völlig verwilderte Brachland zwischen Beverwijker Ring und Konrad-Adenauer-Straße überbauen würde. Hier wäre das Konfliktpotenzial viel geringer und es müsste nicht einmal der Flächennutzungsplan geändert werden; es wäre sogar Platz für weit größere Vorhaben, die angesichts der vorhandenen Bebauung dort auch akzeptabel wären. Entlang des Beverwijker Rings und der Konrad-Adenauer-Straße könne man auch gebietsüblich weitere öffentliche Parkplätze schaffen und so für Entlastung sorgen.

Pressemitteilung der FDP

Stadt Neuwied

Die FDP-Vertreter Dennis Mohr, Andreas Büsch, Dietrich G. Rühle und Christian Hess (v.l.n.r.) im lebhaften Gespräch mit Bürgern des Heddesdorfer Bergs.Foto: FDP Neuwied

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