Politik | 14.04.2025

FWG Kreis Ahrweiler äußert sich zu Pressebericht „Provisorischer Hochwasserschutz beschlossen“

FWG widerspricht Darstellung der CDU

Kreis Ahrweiler. Die Überschrift aus dem Pressebericht der CDU stimmt keineswegs. Es handelt sich nicht um einen „provisorischen Hochwasserschutz“ sondern um notwendige Maßnahmen zur Gewässerwiederherstellung. Es sind auch nicht 11 Projekte, sondern einige mehr. Durch ein Missverständnis wurde die Stellungnahme der FWG in der KuA-Sitzung am 07.04.2025 nicht vorgetragen. Unter anderem wurde dabei darauf hingewiesen und auch belegt, dass bei den Notmaßnahmen keine im Bereich Adenau vorgesehen sind. Die Ahr beginnt scheinbar erst bei Hönningen. Verwunderlich ist schon, dass die CDU dies nicht gemerkt hat. In Antweiler z.B. sind deutliche Ablagerungen im Umfeld der Brücke der K 15 erkennbar. Sicherlich gibt es in Dümpelfeld, Insul, Schuld, Fuchshofen und Müsch ähnliche notwendige Maßnahmen. In Walporzheim ist der Bereich deutlich größer. Dort gibt es über den Sportplatz hinaus massive Ablagerungen von Bauschutt und Schotter bis zum Walporzheimer Wehr. Bereits bei geringen Flussanstiegen staut sich unterhalb des Sportplatzes weiteres Material und nachfolgend das Wasser dramatisch. Auch in Sinzig – Bad Bodendorf hatten Anwohner in der Josef-Hardt-Allee mit eindringendem Grundwasser zu kämpfen. Auch nachdem die Hochwasserwelle bereits abgeflossen war, mussten hier noch zwei Tage lang Pumpen in den Kellern oder Untergeschossen eingesetzt werden. Laut mehrerer Anwohner war das vor der Flut 2021 nicht der Fall. Verursacht wird dieser höhere Grundwasserpegel offensichtlich durch ein seitdem deutlich höheres Niveau der Ahr in dem betreffenden Abschnitt.

Wir von der FWG erwarten, dass diese Maßnahmen und weitere, wie das sofortige Entfernen der Bäume hinter der Brücke zur Steinbergsmühle in Dernau, schnellstens ausgeführt werden.

Pressemitteilung

Jochen Seifert, Vorsitzender der FWG Kreis Ahrweiler

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