Politik | 30.11.2021, 11:00 Uhr

Parents for Future unterstützen Bürgerantrag des ADFC

Fahrradstraße in Niederbachem

Wachtberg. Es kommt Bewegung in die notwendige Mobilitätswende: Jetzt hat der ADFC dem Gemeinderat in einem Bürgerantrag den Vorschlag unterbreitet, die Mehlemer Straße und die Austraße in Niederbachem als offizielle Fahrradstraße umzuwidmen. Damit stünden – neben dem Beschluss, den Berkumer Weg zwischen Gimmersdorf und Berkum zur Fahrradstraße auszubauen – weitere 1,8 km Wachtberger Gemeindestraße vorrangig für den Fahrradverkehr zur Verfügung.

Dieser Antrag, der demnächst in der Niederbachemer Ortsvertretung als erstes Gremium fachlich diskutiert werden wird, wird von den Wachtberger Parents for Future ausdrücklich unterstützt.

Neben den im Antrag vorgetragenen Argumenten für die Umwidmung der beiden Straßen zu Fahrradstraßen gibt es noch weitere Gründe, die Mobilitätswende einzuläuten.

Entzerrung zwischen Autos und Fahrradfahrern ein großer Vorteil

Gedacht wird insbesondere an den verkehrsneuralgischen Kreuzungspunkt mit den Einmündungen der Bondorfer Straße, der Gereonstraße und dem Langenbergsweg, an dem nicht nur die zentrale Schule, sondern auch zwei Kindergärten liegen.

Mit einer vorrangigen Fahrradnutzung würde dieser Knotenpunkt deutlich entschärft. Nicht die (wie festgestellt wurde) mit überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Autos würden dann weiterhin den Ton angeben, sondern Fahrradfahrer, die in aller Regel die zulässigen 30 km/h nicht überschreiten und auch nebeneinander herfahren dürfen. Ein Überholen mit dem PKW ist zwar in den meisten Fällen dann kaum mehr möglich, gleichwohl erhöht diese Einschränkung auch die Sicherheit auf den Straßen. Eine durchgehende Fahrradstraße, die in Bonn in die ebenfalls fahrradfreundliche Bachemer Straße übergehen würde, wäre ein deutliches Zeichen von Entschleunigung und ein Mobilitätsgewinn für die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Die Gesamtlänge wären dann weit über 2 Kilometer sichere Fahrradstrecke.

Ein weiterer Punkt wäre die klare Regelung für die Parkplätze in den betroffenen Straßen, die derzeit teilweise nach dem Zufallsprinzip, teils chaotisch erfolgt. Besonders bei Sportveranstaltungen in der Austraße wäre eine geregelte (und vom Ordnungsamt auch kontrollierte) Parkordnung von Vorteil, damit die Fahrradstraße ohne Behinderungen und zügig auch mit Fahrradanhängern und im Fahrradgegenverkehr sicher genutzt werden kann.

In diesem Zusammenhang sollte auch der Glascontainer am Sportplatz in der Austraße einen anderen Standort erhalten, um zu verhindern, dass Scherben auf die Fahrbahn gelangen. Eine machbare Alternative wären versenkbare Glascontainer, die in dieser Hinsicht risikoärmer wären.

Jede Fahrradstraße ist ein Beitrag zur Mobilitätswende

Vielleicht bedarf es für den einen oder anderen noch etwas Zeit, sich an die Mobilitätswende in Form einer „richtigen Fahrradstraße“ zu gewöhnen; dass sie aber notwendig ist, um das Ziel von Klimaneutralität und Zukunftssicherheit anzugehen, sollte heute schon unumstritten sein.

Die Parents for Future werben um Verständnis für die Belange der zukünftigen Generationen und sind davon überzeugt, dass nicht nur die Eltern, sondern auch die Politik im empfehlenden Ortsausschuss Niederbachem sowie in dem beschließenden Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität in Berkum „Nägel mit Köpfen“ machen und für die Fahrradstraße votieren werden.

Der Antrag des ADFC ist über die Gemeindehomepage (Rat und Verwaltung / Ratsinformationssystem / Recherche / Hauptausschuss 18.11.2021) im Wortlaut abzurufen.

Pressemitteilung

Parents for Future Wachtberg

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