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599 Polizeikommissar-Anwärter/innen auf dem Salhofplatz vereidigt

Feierliche Vereidigung

24.06.2019 - 20:00

Lahnstein. Umringt von mehr als zweitausend Besuchern erfuhren vor wenigen Tagen bei sommerlichem Wetter 599 Polizeikommissar-Anwärter/innen auf Einladung von Innenminister Roger Lewentz ihre Vereidigung auf dem Salhofplatz in Lahnstein. Unter den Studierenden des 20. und 21. Bachelorstudiengangs Polizeidienst waren knapp sechzig Absolvent/innen des Bildungsganges „Polizeidienst und Verwaltung“ der Höheren Berufsfachschule der Standorte Lahnstein, Bad Kreuznach und Ludwigshafen. Derzeit befinden sich die aus 4.000 Bewerbern ausgewählten 204 Frauen und 395 Männer in ihrer dreijährigen Ausbildungszeit, die sie zusammen mit weiteren rund 1.040 Studierenden an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Flughafen Hahn absolvieren. Der modularisierte Bachelorstudiengang Polizeidienst bereitet sie auf die Herausforderungen des anspruchsvollen Dienstes vor und vermittelt ihnen umfangreiche fachliche, methodische, persönliche und soziale Kompetenzen. Der feierlichen Vereidigungs-Zeremonie ging ein ökumenischer Gottesdienst in der Martinskirche voraus. Im Anschluss formierte sich auf dem Salhofplatz das stolze Heer der Polizeikommissar-Anwärter/innen im Beisein ihrer Angehörigen und zahlreicher Vertretern aus Politik, Kirche und Justiz. Das Landespolizeiorchester unter Leitung von Stefan Grefig umrahmte den Festakt musikalisch. In seiner Begrüßungsansprache erklärte Friedel Durben, Direktor der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, wie wichtig „uns als Bürgerpolizei“ das öffentliche Bekenntnis ist. Auf diese Weise demonstrierten die jungen Frauen und Männer für jeden sichtbar ihre Bereitschaft, Verantwortung für die Sicherheit der Gesellschaft zu übernehmen und dafür, dass die Werte und Normen des Rechtsstaates eingehalten werden. Der polizeiliche Nachwuchs sei der Botschafter für den Rechtsstaat, die Zukunft der Polizei.


Beamte als Visitenkarte des Landes


Für Minister Lewentz waren die jungen Beamte/innen gar die Visitenkarte des Landes. So, wie sie vor der Rednerbühne stramm in Reih und Glied standen und sich zum ersten Mal in der Öffentlichkeit in ihren blauen Polizeiuniformen präsentierten, gaben sie in der Tat ein beeindruckendes Bild ab. „Wir in Rheinland-Pfalz sind sehr stolz auf unsere Polizeibeamten. Die Polizei ist der sichtbarste und stärkste Repräsentant des Staates“, sagte Minister Lewentz und richtete Grüße von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer aus. Er erinnerte die zukünftigen Polizeikommissare/innen an die hohen Erwartungen und das in sie gesetzte Vertrauen der Bürger. Obwohl die Straftaten im Land den niedrigsten Stand seit 1995 haben, bringt der Polizeidienst oft hohe Belastungssituationen mit sich. Die Einstellungsoffensive, mit der in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz die höchste Einstellungsquote aller Zeiten erreicht wird, soll den steigenden Anforderungen im Polizeidienst gerecht werden.


Zunehmende Gewalt gegenüber Einsatzkräften


Lewentz erwähnte die weiter zunehmende Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften – 2018 wurden mehr als 1.600 Fälle gemeldet. „Das werden wir nicht akzeptieren!“ Als eine Antwort darauf unterstützt das Land die Polizisten mit modernster Technik, denn „Ihre Sicherheit liegt der Landesregierung sehr am Herzen!“ Als Bonmot des Tages gab Lewentz den Kommissar-Anwärtern mit auf den Weg: „Sehen Sie das in Sie gesetzte Vertrauen nie als gegeben an. Gewinnen Sie es jeden Tag aufs Neue!“ Den feierlichen Höhepunkt leitete schließlich der Inspekteur der Polizei, Jürgen Schmitt, ein. Gerade Artikel 1 und 3 des Grundgesetzes, nämlich aktiv die Würde aller Menschen zu achten und zu schützen, sei in dieser Zeit, in der die Welt aus den Angeln zu geraten scheine, wichtiger denn je geworden, ermahnte er. Und dann hieß es für die Studierenden, die rechte Hand zu heben, um die Eidesformel nachzusprechen, die mit den Worten beginnt: „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung für Rheinland-Pfalz.“ Abschließend ergriffen die jeweiligen Studiengangsprecher das Wort. „Wir setzen uns füreinander und für andere ein“, sagte Tonio Strütt. Das sei es, was den Geist in der Polizei ausmache. Der Sprecher des jüngsten Studiengangs, Andreas Willgerodt, erklärte im Namen seiner Kommilitonen, sie seien angetreten mit hoher Motivation und bereit, den Dienst für die Bürger und mit den Bürgern gewissenhaft zu erfüllen.


Traditionelles Eintopfessen


Nach der vom Orchester gespielten Deutschlandhymne schritten Roger Lewentz und der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, Peter Labonte, die Reihen der Vereidigten ab, um Hände zu schütteln und anerkennende Worte auszusprechen. Mit dem traditionellen Eintopfessen und einem Platzkonzert fand die Vereidigungs-Zeremonie ihren Abschluss.

BSB

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Kommentare

Muss hier erst etwas Schlimmes passieren?

Martina Hessel:
Da passt kein Krankenwagen-Feuerwehr bzw.Müllabfuhr !!So sieht es aus in der Königsberger Straße! Durch die parkenden Autos kommt kaum ein Rettungsfahrzeug um die Kurve, selbst die Mieter der Garagen haben Schwierigkeiten aus diesen heraus zu fahren. Beim Ordnungsamt ist das Büro leider sehr selten oder gar nicht besetzt. Eine Um- Weiterschaltung auf's Diensthändy wäre hier bitter nötig!!!
Martina Hessel:
Herrlich Lieber Anwohner! Es Ist gut wenn ab und an da ein Bus; LKW; Großraum-Taxi; Anhänger steht. Dadurch ist die RENNSTRECKE Kurt-Schumacher-Straße Tabu und jeder muss vorausschauend fahren und sich ans Tempo halten. Achten Sie doch lieber mal darauf, wer die Autos zerkratzt; gegen die Zäune fährt, in der Kurve parkt- so das weder Krankenwagen; Feuerwehr noch die Müllabfuhr vorbei kommen!!!
Sascha Schäfer:
Komisch,da wird sich beschwert, Aber wenn meine Oma in ihrer GaragenAusfahrt zu geparkt wird und selbst das Ordnungsamt sich nicht rührt,da beschwert sich keiner, Jeder der fahren kann,kommt doch an dem Bus vorbei, So halten sich die "Fahrer"wenigstens an die ausgeschilderte Geschwindigkeit, Lächerlich,wegen einem Parkenden Bus so ein Fass aufzumachen,
juergen mueller:
Interessant - die Verlängerung der Buslinie bis zum "Gewerbegebiet A61". Hat die STADT hier schon vorgebaut in Bezug auf die Erweiterung des GVZ-A61?
juergen mueller:
Ich finde es bemerkenswert, WER alleine befindet, WANN Kunst im öffentlichen Raum duldbar ist und wann NICHT, auch unter dem Gesichtspunkt, nur weil man in einem Kulturausschuss seinen Platz hat, man darüber entscheiden kann, was Kunst ist und was nicht (was ich an der Qualifikation alleine anzweifle, denn dazu gehört weit mehr, als einen Sitz in einem Gremium zu haben, dass von Kunst im sprichwörtlichen Sinne keine Ahnung hat.
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