Politik | 07.01.2014

Rhein-Sieg-Kreis

Feuer- und Rettungsleitstelle mit beeindruckenden Einsatzzahlen

Im Schnitt alle 100 Sekunden läutete das Telefon in der Kreisleitstelle

Rhein-Sieg-Kreis. In der Leitstelle des Rhein-Sieg-Kreises geht im Schnitt alle 100 Sekunden eine Meldung aus der Bevölkerung über die Notrufnummer 112 oder durch automatische Gefahrenmeldeanlagen ein. Dann heißt es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle in vielen Fällen schnell handeln, denn oft zählt jede Sekunde. Sämtliche Einsätze im Feuer- und Katastrophenschutz sowie im Rettungs- und Notarztdienst werden beim Rhein-Sieg-Kreis dokumentiert. Das Ergebnis im Jahre 2013 ist beeindruckend:

112-mal pro Tag, sprich rund 40.900 Mal im vergangenen Jahr ist ein Rettungswagen ausgerückt. Notarzteinsatzfahrzeuge wurden hingegen 19.370 Mal im Jahr angefordert. Krankentransporte gab es etwa 41.300 im vergangenen Jahr, also rund 113 Transporte pro Tag. Insgesamt wurden durchschnittlich 293 Einsätze pro Tag geleistet.

Nicht zu vergessen sind die Sturm- und Starkregentage in 2013. An diesen Tagen summierten sich die Einsatzzahlen. So gab es im Rhein-Sieg-Kreis am 20. Juni 683, am 1. Juli 75 und am 25. Juli 235 zusätzliche Einsatzstellen durch Gewitterunwetter und am 28. Oktober durch Orkantief „Christian“ 85.

Ebenso unglaublich scheint die Zahl 1.240, wenn es um Brandalarme im Kreisgebiet im vergangenen Jahr geht. Das entspricht in etwa drei Brandeinsätze pro Tag. Über 3.400 Mal wurde technische Hilfe geleistet, um beispielsweise eingeklemmte Personen bei Verkehrsunfällen zu bergen. Das sind zehn Einsätze pro Tag.

Um diese große Einsatzzahl stemmen zu können, muss natürlich auch eine entsprechende Anzahl von Personal und Material zur Verfügung stehen. In den 19 kommunalen Feuerwehren und den zwei Werksfeuerwehren mit 110 Standorten sind 140 hauptberufliche Feuerwehreinsatzkräfte tätig. Doch ohne die zusätzlich circa 3.500 ehrenamtlichen Helfer der freiwilligen Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises wäre diese Mammutaufgabe überhaupt nicht zu stemmen.

Aber auch der Fuhrpark kann sich sehen lassen: Kreisweit stehen 600 Einsatzfahrzeuge aller beteiligten Feuerwehren und der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Technisches Hilfswerk, Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft und Rettungshundestaffeln für eine schnelle Hilfe zur Verfügung.

Im Rettungsdienst stehen der Leitstelle sieben Notarzteinsatzfahrzeuge, 18 Rettungswagen und 22 Krankentransportfahrzeuge, von denen 13 Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausstattung und der Qualifikation der Besatzung auch als Rettungswagen eingesetzt werden können, zur Verfügung. Daneben halten die im Kreisgebiet tätigen Hilfsorganisationen weitere Fahrzeuge und Personal bereit, um auch bei einem Schadensereignis mit bis zu 50 Verletzten diese ordnungsgemäß und bestmöglich versorgen zu können. Bei den Hilfsorganisationen werden 1.500 ehrenamtliche und etwa 400 hauptberufliche Einsatzkräfte durch die Feuer- und Rettungsleitstelle eingesetzt.

Insgesamt stehen somit in diesem kompletten Hilfeleistungssystem im Rhein-Sieg-Kreis 5.000 ehrenamtliche und 540 hauptberufliche Einsatzkräfte für die Bürgerinnen und Bürger bereit.

Das erfordert natürlich eine optimale Koordination aller Beteiligten, denn der Rettungsdienst ist kreisweit so organisiert, dass zumindest in 90 Prozent aller Fälle im städtischen Bereich acht Minuten nach Alarmauslösung (im ländlichen Bereich zwölf Minuten) das erste Rettungsdienstfahrzeug die Einsatzstelle erreicht. Dabei kommt es auf eine zuverlässige und professionelle Disposition und Informationsweitergabe an. Hilfreich hierfür ist der weniger störanfällige digitale Sprechfunkverkehr, den die Kreisleitstelle seit über einem Jahr nutzt.

„Die Zahlen machen deutlich, welche logistische Leistung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kreisleitstelle täglich erforderlich ist. All dies geschieht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet. Ihnen wird im Notfall schnell geholfen, denn auf unsere Feuerwehren und den Rettungsdienst kann man sich verlassen“, sagt Kreisdirektorin Annerose Heinze.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

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