In 2016 insgesamt 903 Millionen Euro Steuern eingenommen
Finanzamt Neuwied verzeichnet Rekordeinnahmen
Neuwied. Das Finanzamt Neuwied verzeichnet für 2016 903 Millionen Euro Steuereinnahmen. Das sind 95 Millionen, beziehungsweise 11,7 Prozent mehr als 2015, wo 808 Millionen eingenommen wurden. Landesweit beträgt für 2016 das Steueraufkommen 24,1 Milliarden. Die größten Zuwächse gab es im Bereich der Körperschaftsteuer, die gegenüber 2015 um 35 Millionen auf 101 Millionen, 53,4 Prozent zunahm. „ Das zeigt, dass viele Unternehmen im Kreis Neuwied gute Gewinne gemacht haben“ stellt Andreas Frank, Vorsteher des Finanzamts, fest. Die Lohnsteuer erbrachte 316 Millionen (2015: 303 Millionen) und die veranlagte Einkommensteuer 116 Millionen (2015: 97 Millionen). Das entspricht einer Steigerung von 4,0 Prozent, beziehungsweise 18,6 Prozent. Nur im Bereich der Umsatzsteuer ist das Aufkommen mit 293 Millionen in 2016 gegenüber 292 Millionen in 2015 nahezu gleich geblieben. Eine nennenswerte Zunahme hat es auch bei den übrigen Steuern gegeben, die um 28 Millionen von 48 Millionen auf 76 Millionen zugenommen haben, was eine Steigerung von 58,3 Prozent ausmacht. Insgesamt wurden 2016 vom Finanzamt Neuwied circa 61700 erstmalige Einkommensteuerbescheide erteilt, in circa 2300 Fällen wurde ein Einspruch eingelegt und in 27 Prozent der Fälle wich das Finanzamt von der Steuererklärung ab und erzielte hierdurch ein Mehrergebnis von 9,2 Millionen Euro. Die Bearbeitungsdauer betrug durchschnittlich 47 Kalendertage. Das Finanzamt weist darauf hin, dass in Papierform abgegebene Einkommensteuererklärungen künftig gescannt werden. Ziel ist es, die Arbeitsabläufe im Finanzamt weiter zu optimieren und so personellen Engpässen entgegenzuwirken. Es werden daher im Service-Center keine Papiererklärungen mehr direkt bearbeitet oder Belege und Eintragungen geprüft. Lediglich die Kontrolle der Unterschrift und der Steuernummer finden noch statt. Trotz Einführung des Scannens werden die Bürger gebeten, ihre Steuererklärungen mithilfe des kostenlosen Programmes ELSTER (www.elster.de) oder gängiger Steuersoftware aus dem Handel an ihr Finanzamt zu übermitteln. Beim Finanzamt Neuwied wurden 2016 52,7 Prozent der Einkommensteuererklärungen elektronisch übermittelt. Die Bearbeitung der elektronisch übermittelten Steuererklärung bietet viele Vorteile, wie die vorausgefüllte Steuererklärung, die Prüfung der Angaben mit Hinweisen auf Fehler, die Berechnung der Steuererstattung beziehungsweise –nachzahlung, sowie im Folgejahr die Möglichkeit der Datenübernahme aus dem Vorjahr.
Pressemitteilung Finanzamt
Neuwied
