Sozialausschuss beschäftigt sich mit Seniorenpolitik der Stadt Meckenheim
Fitness-Parcours wird eingerichtet
Meckenheim. Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses stand die Seniorenpolitik der Stadt Meckenheim. Gleich zu Beginn der Sitzung gab Dr. Erika Neubauer, Vorsitzende des Forum Senioren Meckenheim e.V., einen Überblick über die aktuellen Projekte. Unter dem Stichwort „Engagement brauch Leadership“ geht es darum, dass viele Vereine heute Schwierigkeiten haben, nicht nur neue Mitglieder zu finden, sondern auch entsprechendes Führungspersonal. Hier setzt dieses Projekt, welches maßgeblich mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung und dem Land NRW gefördert wird, an. Da es darum geht, Führungspersonen zu qualifizieren und zu vernetzen, stand im vergangenen Jahr zunächst eine umfangreiche Bedarfserhebung im Vordergrund. Mit einer Auftaktveranstaltung in Meckenheim und Rheinbach im Juni und August 2015 wurde der Weg geebnet und mittlerweile beteiligen sich 17 Meckenheimer Vereine an dem Projekt. Für das laufende Jahr sind insgesamt sechs Workshops angesetzt, die sich mit Fragen der Führung, Kommunikation, Finanzierung, des Rechts, der Kooperation sowie der Öffentlichkeitsarbeit befassen. Zum Abschluss ist dann wieder ein größeres Forum geplant und anlässlich des „8. Meckenheimer Seniorentages“ soll das Thema am 3. und 4. September prominent diskutiert werden. Unter dem Motto „Ehrenamt und Engagement - überall gebraucht“ wird es eine Talkrunde geben, zu der Bürgermeister Bert Spilles bereits seine Zusage gegeben hat. Ebenfalls eingeladen sind die Bürgermeister aus Rheinbach und Swisttal sowie die Vereinsvertreter.
„Mit Lebensqualität älter werden“
In einem weiteren Aspekt ihres Vortrages ging Dr. Erika Neubauer auf das Thema „Mit Lebensqualität älter werden“ ein. Im Rahmen einer ersten Förderstufe des Bundesministeriums für Frauen und Senioren wurde eine Umfrageaktion für die „Bürger 50+“ durchgeführt und ein Handlungskonzept erarbeitet, was sich an verschiedenen Leitlinien orientiert. Zum einen soll der Zusammenhalt gestärkt werden und die Wohnviertel enger vernetzt werden, aber auch altersgerechtes Wohnen soll bedarfsorientiert ermöglicht werden. Der Ausbau von Mobilität muss gewährleistet werden und es sollte dezentrale Anlaufstellen in allen Ortsteilen geben. Darüber hinaus wünscht man sich Transparenz über haushaltsnahe Dienstleistungen, auch unter dem Aspekt eines wachsenden Pflegebedarfs. Auf dem Weg zu diesen Leitlinien wurden bereits erste Schritte unternommen: So wurden die Ergebnisse der Umfrage an die Ortsvorsteher kommuniziert und gemeinsam mit der AWO des Rhein-Sieg-Kreises wurde eine Wohnberatung eingerichtet. Auch wurde eine Broschüre mit wichtigen Adressen und Anlaufstellen eingerichtet - mit einer Auflage von 1000 Stück. Diese war jedoch sehr begehrt, was den Bedarf nochmals verdeutlicht hat. Daher will man auch hier in Zukunft verstärkt kommunizieren.
„Fitnessparcours“
Aber auch körperliche Bewegung und Fitness ist wichtig im Alter. Und hier wurde es sehr konkret. Das Forum Senioren e.V. hat in Kooperation mit der Stadt Fördermittel für einen „Fitnessparcours“ in Höhe von 27.000 Euro beim Bund „locker machen können“ und damit steht einer Realisierung dieses Projektes nichts mehr im Wege. So soll dieser am „Elser Weg“ gebaut werden und der Bauhof kann die entsprechenden Arbeiten durchführen. Das sahen rundweg auch alle politischen Parteien als sehr positiv und da durch die hohe Förderung keine Kosten auf die Stadt zukommen, war die Zustimmung dann auch einstimmig bei einer Enthaltung.
Die FDP hatte in einem Antrag gefordert, dass die Verwaltung aufgefordert wird, eine Ehrenamtskarte zur Anerkennung und Würdigung ehrenamtlicher und freiwilliger Arbeit in Meckenheim einzuführen. Diese Idee fanden alle vom Grundsatz her gut, aber Holger Jung gab für die Stadt zu bedenken, dass dies doch einen erheblichen Anfangsaufwand bedeute. Er äußerte Bedenken, ob dies zurzeit zu bewältigen sei. Ferner hält es der Erste Beigeordnete auch für sinnvoll, dass diese Ehrenamtskarte auch mit Meckenheimer Leistungen ausgestattet ist. Die Idee der FDP fand auch bei SPD-Mann Peter Zachow viel Sympathie, der jedoch anregte, dass man hier den Meckenheimer Verbund mit ins Boot nehmen sollte. Das sah Katja Kröger für die CDU ähnlich und so wurde der Antrag mit der Ergänzung, dass die Stadt aufgefordert wird, mit dem Meckenheimer Verbund Verhandlungen aufzunehmen, einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.
Praktikumsplätze für Flüchtlinge
Holger Jung gab im weiteren Verlauf der Sitzung einen detaillierten Bericht über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Meckenheim ab und mit einer Enthaltung wurde ein Antrag der CDU dann einstimmig angenommen, in dem die Verwaltung beauftragt wird, mit den in Meckenheim ansässigen Unternehmen Gespräche zu führen mit dem Ziel, dass Unternehmen in Meckenheim Praktikumsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung stellen.
Weitere Informationen insbesondere auch über die Arbeit des Forum Senioren Meckenheim und die im Ausschuss vorgestellten Projekte gibt es auch im Netz unter www.forum-senioren-meckenheim.de.
