Politik | 18.07.2019

Landessportbund Rheinland-Pfalz

Förderung von Kunst- rasenplätzen eingestellt

Besonders hohe Umweltbelastung

Rheinland-Pfalz. Mikroplastik ist das Thema der Stunde. Schon 2018 hat eine Studie des Fraunhofer Instituts ausgetragenes Kunststoff-Granulat aus Kunstrasenfeldern und von Laufbahnen als einen in den Top 10 befindlichen Faktor der Mikroplastikverschmutzung der Umwelt identifiziert.

Die Europäische Kommission in Brüssel hat sich mittlerweile des Problems angenommen. Die EU-Chemikalien-Agentur ECHA will bis September 2019 eine Aussage treffen, was sie der Europäischen Kommission vorschlagen will, um die Emission von Mikroplastik in die Umwelt zu stoppen.

Ein Verbot von Kunststoffgranulat schon ab 2021 steht im Raum. Bis dahin läuft eine „Konsultation“, bei der sich DOSB und DFB, Kommunale Spitzenverbände und auch der LSB Rheinland-Pfalz für eine mehrjährige Übergangsfrist für die vorläufige Erlaubnis zur weiteren Verwendung von Einstreugranulat aus Kunststoff ausgesprochen haben. Ziel ist, Zeit zu gewinnen, die besten Alternativen herauszufinden und die beachtliche Finanzierung von dann notwendigen Sanierungen zu strecken. Die Entscheidungen in Brüssel dazu sind nicht absehbar.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz, gültig mit Schreiben vom 10.07.2019, beschlossen, keine finanzielle Förderung von Kunstrasenplätzen mit Kunststoff-Granulat als Einfüllstreu mehr zu bewilligen.

„Der LSB begrüßt die Entscheidung des Sportministeriums, stehen wir doch auch in der Verantwortung, Kommunen und unsere Sportvereine aufgrund eines möglichen kurzfristigen Granulat-Verbots vor zukünftigen Fehlinvestitionen zu schützen“, so Jochen Borchert, kommissarischer LSB-Präsident zur Entscheidung des Ministeriums.

Das Sportministerium bittet, nur noch alternative Lösungen zu beantragen (Kork, Sand, Hybrid oder Kunstrasen ohne Verfüllung u. a.). Mehrere andere Bundesländer sind diesen Schritt mittlerweile ebenfalls gegangen, teils mit unterschiedlichen Ansätzen. Dies zeigt die derzeitige große Unsicherheit bei dieser Problematik.

Pressemitteilung des

Landessportbund

Rheinland-Pfalz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Werksverkauf
Image Anzeige / Visitenkarte
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
24.07.: Rätselhafter Todesfall im Gewerbegebiet Nievern
660

Ein 53-Jähriger wurde tot im Gebüsch gefunden

24.07.: Rätselhafter Todesfall im Gewerbegebiet Nievern

Koblenz. Am 24. Juli 2026 wurde im Gewerbegebiet Nievern, genauer gesagt in der Straße Auf der Lay, eine leblose Person in einem Gebüsch entdeckt. Ein Passant fand den Verstorbenen und verständigte umgehend die Polizei. Bei dem Toten handelt es sich um einen 53-jährigen Mann, dessen Identität zweifelsfrei festgestellt werden konnte.

Weiterlesen

Symbolbild.
1658

Ein Mann sprang kurz nach dem Mädchen vom 5-Meter-Turm und prallte auf das Kind

Neunjährige nach Badeunfall in Rengsdorf schwer verletzt

Rengsdorf. Nach Informationen des SWR ist eine neunjährige Besucherin des Freibads in Rengsdorf bei einem Badeunfall schwer verletzt worden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.

Weiterlesen