Politik | 11.03.2016

Arbeitskreis „Internationaler Frauentag Neuwied“ hatte zu einer szenischen Lesung eingeladen

„Frauen, die bewegten“

Vertreterinnen des Arbeitskreises „Internationaler Frauentag Neuwied“. privat

Neuwied. Zu einer Szenischen Lesung mit der Kultur- und Theaterpädagogin Sabine Parker unter dem Titel „Frauen, die bewegten“ hatte der Arbeitskreis „Internationaler Frauentag Neuwied“ zum diesjährigen 8. März geladen und im vollbesetzten Saal der Katholischen Familienbildungsstätte konnte Bea Röder-Simon vom MehrGenerationenhaus Neuwied über 100 Frauen begrüßen. „Über 100 Frauen verschiedenen Alters, verschiedener Nationalitäten, verschiedener Konfessionen zum Internationalen Frauentag zu begrüßen, ist ein Erfolg unseres breiten Arbeitskreises zu dem politische, konfessionelle und überkonfessionelle Frauenverbände, Hilfseinrichtungen, autonome Frauenorganisationen aber auch Verwaltungen wie die Kreis- oder Stadtverwaltung oder die Arbeitsagentur gehören“, betont Edith Sauerbier, die für den Deutschen Gewerkschaftsbund die Federführung im Arbeitskreis übernommen hat.

Dass es auch heute noch bewegter Frauen bedarf, um für mehr Chancengleichheit, mehr Entgeltgleichheit, aber auch gegen Gewalt und Diskriminierungen zu kämpfen, machten Violeta Jasiqi, Vorsitzende des Beirates für Migration und Integration des Landkreises und Sandra Kreil von der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA, deutlich, bevor es zum kulturellen Teil des Abends überging.

Bei der anschließenden Reise zu „Frauen, die bewegten“, stellte Sabine Parker mit Unterstützung von Marion Klein (Fotos) und Michael Weber (am Flügel) sieben Frauen aus dem Landkreis und der Stadt Neuwied vor. Zum einen berühmte Frauen, wie Carmen Silva, die als Königin von Rumänien Künstlerinnen und Künstler förderte und immer mit ihrer Heimatstadt Neuwied verbunden blieb oder Johanna Loewenherz, eine jüdische, sozialdemokratische Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht, die mit ihrem Testament den Grundstein für die Johanna-Loewenherz-Stiftung, die einzige kommunale Frauenstiftung in Rheinland-Pfalz, legte. Zum anderen ging die Reise zu einfachen Frauen aus dem Volk, die Konventionen durchbrachen, wie „Wittmanns Ann“, die als Straßenmusikerin auftrat, auf Gage verzichtete oder diese Menschen in Not spendete. Konventioneller, aber nicht weniger originell war Hilda Melsbach, die als Posthalterin in Melsbach zu einer Institution in ihrem Dorf wurde, da bei ihr die Informationsfäden für das soziale und wirtschaftliche Leben im Dorf zusammenliefen.

Wie wichtig die soziale Selbstständigkeit für Frauen ist und schon immer war, dokumentiert das Leben von Marion Wahl, die als Modezeichnerin und Schneiderin ihren Lebensunterhalt verdiente und den Frauen zeigte, dass durch Kreativität und Improvisationstalent schöne Dinge geschaffen werden können. Dass zu der sozialen Selbstständigkeit auch geistige Freiheit gehört und dafür Bildung unabdingbar ist, stand für Maria Dankenbring, die als Lehrerin arbeitete, außer Frage. Ihr eigenes lebenslanges Lernen, ein moderner Begriff der heutigen Dienstleistungsgesellschaft, auch aufgrund ihrer Erfahrungen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, wurde für sie zu einem Leitbild der pädagogischen Mission.

Besonders beeindruckend war das Wirken von Simone Hardt, die mit der Diagnose Mukoviszidose leben musste und mit ihrer unglaublichen Energie und Lebensfreude zu einem Vorbild für viele kranke Menschen wurde. Sie sammelte Spenden unterstützte Selbsthilfeprojekte, beriet und half, wo immer es ging.

Dass die Biographien der dargestellten Frauen auch heute noch Mut machen, darin waren sich die Besucherinnen des Internationalen Frauentages einig. Und dass die Mischung aus Politik und Kultur ein attraktives Programm war, bestätigt die Besucherinnenzahl.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Vertreterinnen des Arbeitskreises „Internationaler Frauentag Neuwied“. Foto: privat

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