Dr. Jan Bollinger (AfD) stellt Anfrage zu Gruppen-Sexualdelikt
Frauen schützen, Polizei stärken
Beim Neuwieder Deichstadtfest wurde eine 29-Jährige Opfer eines Raub- und Sexualdelikts
Neuwied. Medienberichten vom 26. September zufolge wurde eine junge Frau bereits am 7. Juli beim Neuwieder Deichstadtfest Opfer eines Raub- und Sexualdelikts. Nach Angabe der Polizei bedrängte eine sieben- bis zehnköpfige Männergruppe im Carmen-Sylva-Park die 29-Jährige. Dann entriss ihr einer der Männer die Handtasche und entnahm circa 150 Euro Bargeld heraus. Die Frau wurde brutal zu Boden gestoßen und ein zweiter Täter führte gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr aus. Hierbei wurde sie von dem anderen Mann festgehalten. Der erste Täter stahl der 29-Jährigen im Anschluss noch ihre Halskette und legte sich diese an. Beide Männer flohen.
Die Polizei fahndet nun – zwölf Wochen nach der Tat(!) – mit Phantombildern nach zwei mutmaßlichen Tätern.
Dazu der Neuwieder Landtagsabgeordnete Dr. Jan Bollinger (AfD): „Das Tatgeschehen erinnert fatal an die Attacken auf Frauen in der Kölner Silvesternacht 2015. Wenn eine Frau von einer Männergruppe umzingelt, beraubt und sexuell missbraucht wird, leiden die Opfer durch die tief greifende Erfahrung von Ausgeliefert-Sein und Hilflosigkeit oft weit über die Tat hinaus. Es ist völlig unverständlich, dass das wirksame Mittel der Öffentlichkeitsfahndung erst fast drei Monate nach der Tat eingesetzt wird. Ich frage mich auch, warum die Öffentlichkeit bisher nichts über diese Tat erfahren hat. Daher habe ich eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt, um alle Erkenntnisse über den Fall in Erfahrung zu bringen.“
Dr. Bollinger weiter: „Es kann nicht angehen, dass Frauen beim Neuwieder Deichstadtfest nicht mehr sicher sind. Zu Recht haben viele Mädchen und Frauen Angst in der Öffentlichkeit“, verdeutlicht er. „Ich unterstütze daher ausdrücklich die Forderungen der Polizeigewerkschaft nach Verstärkung der Polizei Rheinland-Pfalz um 1.000 auf insgesamt 10.000 Vollzeitstellen. Es ist unabdingbar, dass die Polizei stärker im öffentlichen Raum präsent ist und dadurch Taten dadurch schon im Vorhinein verhindern, bei Übergriffen einschreiten und Täter schnell dingfest machen kann“, unterstreicht Dr. Bollinger. Pressemitteilung Büro
Dr. Jan Bollinger, MdL
