Beirat für Migration und Integration der Stadt Koblenz
Frauen von Coronakrise besonders betroffen
Koblenz. „Seit 110 Jahren wird im März der internationale Frauentag gefeiert. Vieles wurde seither bewegt, von einer wirklichen Gleichstellung kann aber bis heute noch keine Rede sein. im Gegenteil: die anhaltende Pandemie birgt die Gefahr eines gesellschaftlichen Rollbacks. Es sind meisten Frauen, die Arbeitszeiten und Gehalt reduziert sehen, wenn Kita und Schule
coronabedingt schließen müssen. Der Anteil der Familien, in denen die Frau die Kinderbetreuung beinahe vollständig alleine trägt, hat sich in der Pandemie sogar verdoppelt.“ Über die drastische Zunahmen von häuslicher Gewalt, deren Opfer überwiegend Frauen und Kinder sind, zeigen sich die Beiratsmitglieder besonders besorgt: „Die Zahlen waren schon vor Corona alarmierend. Nun hat sich die Situation durch Lockdown und Quarantäne noch einmal deutlich verschärft. Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit, sondern eine Straftat! Wir appellieren an alle Betroffenen: Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu suchen! Bei akuter Gefahr wählen Sie die Notrufnummer110!“ In diesem Zusammenhang verweist der Beirat auch auf das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen. Dieses ist unter der kostenlosen Nummer 08000116016 durchgehend erreichbar. Mit Hilfe von Dolmetscher/innen ist eine Beratung und Vermittlung von Hilfen vor Ort in vielen Sprachen möglich.
Informationen über den Beirat für Migration und Integration finden im Internet unter: www.migrationsbeirat.koblenz.de e-mail: bmi@stadt.koblenz.de.
Pressemitteilung des
Beirat für Migration und Integration der Stadt Koblenz
