Politik | 10.08.2016, 11:18 Uhr

Rhein-Sieg-Kreis - Landrat Sebastian Schuster

Freude über den beschlossenen Bundesverkehrswegeplan

Rhein-Sieg-Kreis. Das Bundeskabinett hat den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 beschlossen. Der 269,6 Milliarden Euro umfassende Plan legt fest, welche Verkehrswege in den nächsten Jahrzehnten zum Ausbau vorgesehen sind.

Für den Rhein-Sieg-Kreis enthält das Infrastrukturpaket zunächst einmal die positive Nachricht, dass die Rheinbrücke zwischen Niederkassel und Godorf hochgestuft wurde. War sie im Frühjahr vorgelegten Referentenentwurf noch unter „weiterem Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft worden, gehört sie nun zur Kategorie „vordringlicher Bedarf“ mit höchster Priorität, wie auch vom Rhein-Sieg-Kreis gefordert.

„Ich begrüße die Heraufstufung der neuen Rheinbrücke ausdrücklich und freue mich sehr über dieses positive Votum“, so Landrat Sebastian Schuster. „Die Region hat in dieser Frage eine geschlossene Position eingenommen und in Berlin deswegen auch Gehör gefunden!“ Die neue Verbindung soll nicht nur den Verkehrsweg Straße entlasten: „Ich gehe davon aus, dass parallel auch die Planungen für die zusätzliche Nutzung als Eisenbahnverbindung weiter intensiv verfolgt werden, damit die dringend notwendige Entlastung des Eisenbahnknotens Köln realisiert werden kann“, betont Landrat Sebastian Schuster.

Entgegen ersten Gerüchten wurden Venusbergtunnel und Ennertaufstieg nicht herabgestuft! Das Maßnahmenpaket findet sich weiterhin in der Kategorie „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“. „Ich bedauere natürlich, dass die von uns vorangetriebene Höherstufung in den vordringlichen Bedarf nicht berücksichtigt wurde, aber angesichts der großen Widerstände in der Region ist auch der Erhalt des bisherigen Status ein Erfolg“, so das Statement von Landrat Sebastian Schuster zu dieser Entscheidung. „Der Bund folgt damit grundsätzlich unserer Einschätzung, dass Venusbergtunnel und Ennertaufstieg für ein funktionierendes Verkehrssystem in der Region unverzichtbar sind. Dieses Maßnahmenpaket kann trotz der Mehrkosten für Tunnellösungen ein überdurchschnittlich gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis vorweisen!“

Jetzt wird es darum gehen, sich in der Region - wie bei der Rheinbrücke erfolgreich geschehen - auf eine gemeinsame Linie zu verständigen. „Der Bund hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Planungen wieder aufgenommen werden und alle Akteure gemeinsam zu einem Konsens finden können. Jetzt gilt es weiterhin alle Kräfte zu mobilisieren, um den der Stadt Bonn und der Region drohenden Verkehrsinfarkt zu vermeiden!“, betont Landrat Sebastian Schuster.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

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