FWG Brohl-Lützing zur Öffentlichkeitsbeteiligung in Sachen Ultranet

Fristverlängerung beantragt

06.04.2020 - 14:45

Brohl-Lützing.Die geplante Trasse zur Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung Ultranet, Vorhaben 2 Abschnitt E zwischen Rommerskirchen und Weissenthurm befindet sich derzeit in der Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung.

Nachdem die Planungsunterlagen bis zum 16. März öffentlich auslagen und derzeit noch im Internet einzusehen sind, haben die Bürger und Bürgerinnen bis zum 16. April Gelegenheit, sich zu diesem Projekt zu äußern und Einwände zu erheben.

Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation durch die Covid-19 Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen ist die FWG Brohl-Lützing jedoch der Auffassung, dass eine ordnungsgemäße Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht möglich ist. Informationsveranstaltungen, zu denen der Netzbetreiber Amprion seine Teilnahme zugesagt hat, und auch Informationsveranstaltungen seitens des Gemeinderates mussten abgesagt werden. Die rein digitale Durchsicht der ca. 900-seitigen Planungsunterlagen (17 DIN-A4 Ordner) ist nach Meinung der FWG nicht zumutbar und stellt daher keine Alternative dar.

Die staatliche Aufforderung zur sozialen Distanzierung und zur Kontaktminimierung, gerade in der aktuellen Phase des Planfeststellungsverfahrens nach Ende der Veröffentlichung der Unterlagen, steht nach Dafürhalten der FWG in deutlichem Widerspruch zur Aufforderung an die Bürger und Bürgerinnen, sich am laufenden Verfahren zu beteiligen. Die Möglichkeiten, sich zu informieren, Beratung zu erhalten, sich auszutauschen und sich auf dieser Basis eine Meinung zu bilden und Stellung beziehen zu können sind nach der Auffassung der FWG derzeit nicht gegeben.

Nachdem ein Antrag auf Verlängerung der Beteiligungsfrist von der Bundesnetzagentur abgelehnt wurde, hat sich die FWG Brohl-Lützing nun mit einem Antrag auf eine Fristverlängerung, bzw. eine vorläufige Aussetzung des Verfahrens an den Landtag und an den Bundestag sowie persönlich an die Landes- und Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Ahrweiler gewandt und diese aufgefordert, sich im Sinne der Bürger und Bürgerinnen einzusetzen.

Ein Festhalten an dem üblichen Ablauf des Verfahrens ist nach Meinung der FWG Brohl-Lützing nicht rechtens.

Interessierte können sich auf der Internetseite des Netzbetreibers Amprion, der Internetseite der Bundesnetzagentur, unter www.netzausbau.de/beteiligung2-e und www.ultranet-einspruch.de informieren.

Pressemitteilung der

FWG Brohl-Lützing

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Anzeige
Weitere Berichte

Rhein-Sieg-Kreis stellt offiziell die Gefährdungsstufen 2 fest

Rhein-Sieg-Kreis wird zum Risikogebiet

Rhein-Sieg-Kreis. Heute (21. Oktober 2020) hat der Rhein-Sieg-Kreis durch eine Allgemeinverfügung offiziell die Gefährdungsstufe 2 festgestellt. mehr...

Entwicklung der Corona-Infektionen im Kreis Ahrweiler

Coronavirus: Vierter Todesfall im Kreis Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Im Kreis Ahrweiler gibt es einen vierten Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Bedauerlicherweise ist heute ein 74-Jähriger an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Krankenhaus Maria Hilf gestorben. Der Verstorbene war Bewohner einer Pflegeeinrichtung in der Kreisstadt und litt an Vorerkrankungen. Nach Bekanntwerden der Infektion hatte das Gesundheitsamt... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Halloween steht vor der Tür ... wie bereitet ihr euch auf die gruseligste Nacht des Jahres vor?

Da die Party dieses Jahr ausfallen muss, stricke ich schon an ein paar fiesen Überraschungen für meine Nachbarn.
Wie jedes Jahr: Ich werfe mir mein Hexen/Dämon/Vampir-Kostüm über und ziehe von Haus zu Haus.
Gar nicht. Wofür brauchen wir Halloween, wenn wir Karneval haben?
Ich freue mich schon auf den Besuch der kleinen Monster und habe kiloweise Süßigkeiten besorgt.
Oh. Stimmt - ihr erinnert mich daran, dass ich am 31. die Rolläden runter mache und das Licht auslasse.
So richtig kann ich mich für Totenköpfe und Kunstblut nicht begeistern ... ich freue mich auf Kugeln, Glocken und Sterne.
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Anzeige
 
Kommentare
Gabriele Friedrich:
Mit Panikmache und Drohungen kommt niemand weiter. Diese Berichte sind weder sinnvoll, noch bringen sie etwas.
Jean Seligmann:
Eine Expertengruppe von enommierten Medizinern und Gesundheits-Fachleuten warnt Bund und Länder davor die Bevölkerung mit immer neuen Drohungen darunter einen Lockdown zur Disziplin zwingen zu wollen. Sie fordern einen Kurswechsel. Es überwiege der Eindruck, „dass die Verantwortlichen auf den immergleichen Vorgehensweisen beharren und Maßnahmen sogar noch verstärken, an deren Wirksamkeit und Akzeptanz es aus wissenschaftlicher Sicht größte Zweifel geben muss“. Das führe zur „Abwendung und Flucht in falsche Heilslehren, aber nicht zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen bzw. angeordneten Maßnahmen“.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
S. Schmidt:
Ihr "Superhelden", gegen die demokratische USA könnt ihr demonstrieren, aber wo ist eure Stimme für die vielen, Frauen und Männer, die im Namen der Religion im Iran hingerichtet werden? Wo eure Stimme für die, zumeist männlichen, Uiguren, die in chinesischen Lagern (Konzentrationslager) ihr Dasein fristen müssen? Wo für all die Hingerichteten, angeblichen Kollaborateure, im Gazastreifen oder "sonstigen" palästinensischen Gebieten?
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.