Verwaltung kann 117 Millionen Euro verteilen – Flächentausch zwischen Koblenz und Winningen genehmigt
Für Kommunen wird der Geldhahn geöffnet
Kreisgebiet MYK. „Ein neues Logo, klar und schlicht, gibt dem Myk-Kreis ein neues Gesicht.
Als Wort-Bild-Marke in gutem Klang, steht es für Zukunft, stark und lang.“ Dieser Reim der künstlichen Intelligenz von ChatGPT passt auf die jüngste Kreistagssitzung in der Kreisverwaltung in Koblenz wo das neue Logo des Myk-Kreises präsentiert wurde.
„Mit unserem neuen Corporate Design schaffen wir einen modernen und zukunftsfähigen Auftritt, der die Stärke, Vielfalt und Identität unserer Region sichtbar macht“, sagte Landrat Marko Boos und weiter: „Dabei geht es nicht nur um ein neues Logo, sondern um ein klares Bekenntnis zu einer zeitgemäßen, bürgernahen und professionellen Kommunikation.“
Die Bonner Kreativagentur Schwind hatte das 30 Jahre alte Kreislogo modernisiert und für die Zukunft weiterentwickelt. Agentur-Geschäftsführer Felix Warstat erläuterte dem Kreistag die kreativen Gestaltungshintergründe: „Die Farben Orange, Grün und Blau stehen symbolisch für die Vulkanlandschaft, die Natur sowie Mosel und Rhein und spiegeln damit die Identität der Region wider. Die ineinander übergehenden Buchstaben stehen für Vernetzung und Zusammenhalt. Das Y und das K streben dabei sichtbar nach oben und symbolisieren Wachstum und wirtschaftliche Dynamik.“
Bis das alte Logo im Myk-Kreis verschwunden ist wird es Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern gab der Landrat zu Bedenken.
Bei der Teilfortschreibung des regionalen Raumordnungsplans Mittelrhein-Westerwald betonten Kreistagsmitglieder, dass großflächige Photovoltaik-Anlagen nicht auf landwirtschaftliche Flächen gehören und man aufpassen müsse, dass die Landschaft nicht zerstört wird.
Von den 500 Milliarden Euro Sondervermögen des Bundes für „Infrastruktur und Klimaneutralität“ landen 4,8 Milliarden Euro in Rheinland-Pfalz und knapp 182,5 Millionen Euro im Landkreis Mayen-Koblenz.
Der verteilt das Geld wie folgt: 64,4 Millionen Euro bleiben beim Kreis, die weiteren rund 118 Millionen werden nach Einwohnerzahl verteilt an Städte und Verbandsgemeinden. Gerundet gibt es 18,8 Millionen Euro für die VG Weißenthurm, 16,4 Mio. Stadt Andernach, 14,7 Mio. VG Rhein-Mosel, 13,4 Mio. VG Maifeld, 10,7 Mio. Stadt Mayen, 9,5 Mio. Stadt Bendorf, 9,3 Mio. VG Pellenz, 8,8 Mio. VG Vordereifel, 8,6 Mio. VG Vallendar und 7,3 Mio. VG Mendig.
Die Verbandsgemeindeverwaltungen regeln die Verteilung vor Ort selbst. Das Geld muss verwendet werden u.a. für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, Verkehr und Mobilität für die Zukunft, Energie- und Wärmeinfrastruktur, Schulen und Kindertagesstätten, naturbasierter Hochwasser-/Naturschutz sowie zukunftsfähige digitale Infrastruktur.
Als schlüssiges Konzept, das zeitnah umgesetzt werden kann bezeichneten Kreistagsmitglieder diese Vorlage. Jedoch müsse jede Einzelmaßnahme geprüft und Folgekosten untersucht werden. Das Gremium genehmigte einstimmig das 10seitige Konzept.
Vom Kreistag besiegelt wurde jetzt auch der Flächentausch zwischen Winningen und Koblenz. Die Stadt Koblenz verzichtet auf die 8 Hektar (80 000 qm) Wein-Anbaufläche, übergibt diese der Gemeinde Winningen und erhält eine gleichgroße Fläche mit Feldern und Obstbäumen auf der Höhe bei Bisholder. Grund ist, dass die weltbekannte Weinlage „Winninger Röttgen“ teilweise auf Koblenz-Gülser Gebiet liegt und das darf nicht sein, also Flächentausch. Und der soll noch vor Herbst abgeschlossen werden, damit es weiterhin den Wein „Winninger Röttgen“ gibt.
hep
Das neue Logo des Kreises MYK wurde kürzlich am Eingang des Kreishauses angebracht. Foto: hep
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