Politik | 06.12.2019

Aujeszkysche Krankheit bei einem Jagdhund im Kreis Neuwied

Für Tiere tödlich, für Menschen ungefährlich

Das Veterinäramt empfiehlt Hunde- und Katzenhaltern, kein rohes Fleisch oder Innereien von Schweinen zu verfüttern

Kreis Neuwied. Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

„Hauptinfektionsquellen für Hunde und Katzen sind der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen und die Verfütterung von rohem Schweinefleisch. Eine Impfung ist bei Hunden und Katzen nicht möglich. Das auffälligste Symptom der bei infizierten Hunden und Katzen tödlich verlaufenden Krankheit ist der intensive Juckreiz im Kopfbereich“, erklärt Amtstierärztin Ilonka Degenhardt.

Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Neuwied empfiehlt Hunde- und Katzenhaltern deshalb, kein rohes, ungekochtes Fleisch oder Innereien von Wild- und Hausschweinen an ihre Tiere zu verfüttern. Für den Menschen ist die Aujeszkysche Krankheit ungefährlich.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

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