Leserbrief zum Artikel „Climate Warriors: Fürs Klima kämpfen kann jeder“
Für Windkraft den Natur- und Artenschutz aushebeln?
Die Berichterstattung in Blick aktuell Ausgabe Nr. 18/2019 lässt keine Zweifel darüber aufkommen, dass Landrat Hallerbach zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes durch das Negieren der bestehenden natur- und artenschutzrechtlichen Bestimmungen der Windkraft doch noch Raum verschaffen möchte und das in einer Region, die im wesentlichen durch den Naturpark Rhein-Westerwald und aufstrebenden Tourismus geprägt ist. Zitat im Rahmen der Vorführung des Film „Climate Warriors“: „Seit über fünf Jahren existiert unser Klimaschutzkonzept. Ein durchaus machbares Konzept, wenn wir Windenergie gewinnen könnten. Dies verhindern jedoch naturschutz- und artenschutzrechtliche Bestimmungen. Hier muss sich etwas ändern, wenn wir tatsächlich eine Energiewende haben wollen.“
Eine durchaus gefährliche Aussage. Ich bitte alle Bürgerinitiativen die sich im Kreis Neuwied mit dem Thema Windkraft auseinandergesetzt haben, bestehende Strukturen zu aktivieren oder alte Verbindungen wieder aufleben zu lassen, um diesem Ansinnen klar und deutlich entgegenzutreten. Außerdem bitte ich in den verschieden Parteien und deren Gremien die o.a. Ausführungen zum Anlass zu nehmen, diese konkret zu hinterfragen. Für eine Hilfestellung durch angesprochene überregionale Initiativen wäre ich sehr dankbar. Zur Erinnerung hier noch der Hinweis, dass unser Klimaschutzkonzept seinerzeit von Prof. Dr. Peter Heck Umwelt - Campus Birkenfeld erstellt wurde, der mit seiner Aussage „Der Rotmilan ist ein dummer Vogel“ noch in bester Erinnerung geblieben ist.
Ralf Lüdecke
BI „Naturpark leben zwischen Rhein und Wied“
