Stadtrat fasste einstimmig den Beschluss - langfristige Lösungen müssen gesucht werden
Für die fehlenden Kitaplätze sollen Container angeschafft werden
Remagen. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Stadtrat einstimmig, dass für die fehlenden 109 Kitaplätze in Remagen Container gemietet werden müssen. Wie Büroleiter Matthias Geusen auf Anfrage mitteilte, sei dies eine kurzfristige Lösung, eine langfristige Lösung wie ein Neubau müsse noch gefunden werden. Die Kosten für die Containerlösungen liegen für Herstellung, Aufstellung und die Miete für 36 Monate bei rund 506.500 Euro. Diese außerplanmäßige Ausgabe wurde vom Stadtrat bewilligt. Bei 109 fehlenden Kitaplätzen fehlt also derzeit eine, je nach Alter der Kinder, mindestens fünfgruppige Einrichtung, für die langfristig eine Lösung gesucht werden muss.
In Remagen fehlend 32 Kitaplätze, in Kripp 26, in Unkelbach sieben und in Oberwinter gar 44 Kitaplätze. Auf dem Gelände der Katholischen Kita Sankt Martin sollen zwei Kindergartengruppen in Containern untergebracht werden. Eine weitere Gruppe soll in einem Container auf dem Oberwinterer Grundschulhof untergebracht werden. Sie soll von der Katholischen Kita Arche Noah aus betreut werden. Eine weiterer Container soll an dem Dorfgemeinschaftshaus in Bandorf aufgestellt werden. Diese Kitagruppe soll von der städtischen Kita in Unkelbach mit betreut werden. Diese Containeranlagen sollen Ende des Jahres stehen, sodass sie ab Januar 2020 von den 109 Kindern besucht werden können.
Der angedachte Umbau der Filialkirche Sankt Martin sei zu teuer und zu aufwendig. Die Kirche müsse komplett abgerissen und neu aufgebaut werden, erläuterte Geusen.
Derzeit sucht die Stadt Remagen Erzieherinnen für die neuen Gruppen ab dem 1. Dezember. „Die Personalstärke ist noch nicht exakt bekannt. Ein Teil des Personals werde ja auch von den Kirchen eingestellt“, betonte Büroleiter Geusen im Gespräch. Um vom Provisorium der Container wieder wegzukommen, müsse diese Lösung erst einmal her, um dann in Ruhe strategisch zu planen. AB
