Politik | 11.03.2025

Kreisverwaltung hatte Gutachten in Auftrag gegeben

GRÜNE plädieren für einen Schulentwicklungsplan

Kreis Ahrweiler. Brauchen wir eine neue Schullandschaft für die weiterführenden Schulen? Soll es mehr integrierte Gesamtschulen geben und der Kreis perspektivisch die Trägerschaft übernehmen? Ein vom Kreis beauftragtes Gutachten hat gezeigt, dass es ungenutzte Potenziale in der Schulstruktur gibt, die durch eine gesamtheitliche Betrachtung wesentlich besser erschlossen werden könnten.

Individuelle Förderung und wohnortnah, das wünschen sich Eltern und Kinder von ihrer neuen Schule nach der Grundschulzeit. Die GRÜNE Kreistagsfraktion schlägt vor, bis zum Schuljahr 2026/27, Schritt für Schritt, von der Bedarfsermittlung über Gespräche mit allen Leitungen der weiterführenden Schulen einen Schulentwicklungsplan zu erstellen. Dabei ist die Vielfalt der jeweiligen pädagogischen Ausrichtung der Schulen im Kreis Ahrweiler von großer Bedeutung. Sie sollen jedem Schüler und jeder Schülerin die passende Schulbildung ermöglichen. In den letzten Wochen haben mehrere Kommunen bei der Kreisverwaltung angeklopft zum Thema Umwandlung ihrer Realschule plus in eine integrierte Gesamtschule. Es braucht für die neue Schulform einen Zeitraum von fünf Jahren, bis die letzten Klassen die Realschule plus durchlaufen haben und sich die integrierte Gesamtschule mit Oberstufe aufgebaut hat. Christoph Scheuer, GRÜNES Kreistagsmitglied, erläuterte dazu im Ausschuss: „Wir haben den ursprünglichen Prüfauftrag der anderen Fraktionen, die Realschule plus in Niederzissen in eine integrierte Gesamtschule umzuwandeln, erweitert. Es geht uns um die Betrachtung sämtlicher weiterführenden Schulen im Kreis mit ihren Gebäuden und ihre mögliche Trägerschaft. Erfreulicherweise hat die Verwaltung beide Anträge zusammengeführt und geht jetzt in die Analyse“.

Nach Auffassungen der GRÜNEN sind erst auf der Grundlage eines optimierten Bildungsangebotes im Kreis Ahrweiler Finanzierungsmodelle zwischen Kreis und Kommunen diskutierbar. Eine Übertragung der Trägerschaft auf den Kreis könnte der Neugestaltung und Weiterentwicklung der Schullandschaft im gesamten Kreisgebiet dienen, Parallelstrukturen vermeiden und Synergien nutzen. Dies könnte zur Optimierung unserer Schullandschaft beitragen. Eine Steigerung der Attraktivität des Kreises für junge Familien und eine Verbesserung der Lebensqualität in städtischen sowie ländlichen Bereichen wäre zu erwarten, ein gutes Mittel, um dem demografischen Wandel zu begegnen. „Wenn für den Kreis ein vielfältiges Bildungsangebot auf einer soliden finanziellen Basis geschaffen werden könnte, wäre dies auch im Wiederaufbau eine gute Investition in die Zukunft unserer Kinder“, so die GRÜNEN in der ESG-Ausschusssitzung am 10. März. Dabei muss, darauf wies die Kreisverwaltung hin, der Wiederaufbau der Schulen durch die bisherigen Träger erfolgen, da nur diese für Fördermittel aus dem Wiederaufbaufonds anspruchsberechtigt sind.

Pressemitteilung

Kreistagsfraktion

Bündnis 90/Die GRÜNEN

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