Nonnenwerth gedachte der Ereignisse des 9. Novembers
Gedenktag auf Nonnenwerth
Sozialkundekurse der MSS diskutierten mit Landtagsabgeordneten
Nonnenwerth. Anlässlich des deutschen Gedenktages am 9. November besuchten die Landtagsabgeordneten wieder die Schulen, um mit Schülerinnen und Schülern über die deutsche Geschichte zu sprechen und gleichzeitig auch über die gegenwärtige Politik zu diskutieren. In diesem Jahr besuchten die Landtagsabgeordnete Eveline Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) sowie der Kreisvorsitzende seiner Partei von Ahrweiler, Marcel Hürter (SPD), das Private Franziskus-Gymnasium Nonnenwerth. Die ebenfalls geladenen Vertreter von CDU und FDP mussten leider krankheits- sowie terminbedingt ihren Besuch absagen. Seitens der AfD gab es leider keine Reaktion. Gemeinsam mit den Sozialkundekursen der Oberstufe (MSS) diskutierten die beiden anwesenden Vertreter angeregt über den Ausgang der Wahl in den USA und dessen Bedeutung für Europa sowie aktuelle Themen der rheinland-pfälzischen Landespolitik. So erörterten die Schülerinnen und Schüler mit den beiden Politikern die Frage: „Welche Auswirkung hat die Wahl in den USA für Europa?“ Gesprochen wurde über die weitreichenden Einflüsse dieser Wahl auf die europäische Politik. Dabei wurden vor allem die Ursachen des Aufkommens rechtspopulistischer Parteien besprochen und sinnvolle Maßnahmen dagegen erörtert. Danach nutzten die Schüler die Gelegenheit, mit den Landespolitikern auch über Landespolitik zu sprechen. Vorrangig ging es dabei um den für Schüler zunächst sehr naheliegenden und wichtigen Themenkomplex der Bildungspolitik. Inwieweit ist es sinnvoll, dass Bildungspolitik noch Ländersache bleibt? Inwiefern ist die Bildung für die Gesellschaft von morgen von Bedeutung? Das waren Fragen, die ausführlich diskutiert worden sind. „Ich fand die Authentizität und Offenheit mit der Herr Hürter die Themen benannte und darlegte für einen Politiker sehr ungewöhnlich. Ich wünschte mir mehr Politiker dieser Art“, sagte eine Schülerin im Anschluss an das Gespräch. „Am meisten hat mich das Engagement von Frau Lemke beeindruckt. Ihr Appell an uns alle, aktiv etwas zu verändern, und nicht nur Ereignisse passiv hinzunehmen, ist ein sinnvoller Ansatz, den viele beherzigen sollten“, berichtete ein anderer Schüler.
Hintergrund
Hintergrund des Gedenktages am 9. November, dem „Schicksalstag der Deutschen“, sind mehrere geschichtsträchtige Ereignisse in der deutschen Geschichte, die auf diesen Jahrestag fallen. So wurde im Jahre 1918 das Kaiserreich durch die doppelte Ausrufung der Republik durch Karl Liebknecht und Philipp Scheidemann beendet („Novemberrevolution“), 1923 fand der gescheiterte Hitler-Ludendorff-Putsch statt und mit der Reichspogromnacht, oft verharmlosend auch „Reichskristallnacht“ genannt, im Jahr 1938 begann die systematische Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Mitbürger. In der jüngeren Geschichte kam es 1989 zum Fall der Berliner Mauer. Die Landtagsabgeordneten nutzen alljährlich diesen geschichtsträchtigen Tag zum gemeinsamen Gedenken mit Schülern sowie zum Gespräch und zur Ermunterung der Schüler, selbst aktiv in Politik und Gesellschaft mitzuwirken. „Das Gespräch mit Landespolitikern verschiedener Couleur gibt den Schülern die Möglichkeit, ihre im Unterricht erarbeiteten Thesen und Positionen aktiv zu vertreten“, erklärt Dr. Jürgen Hugger, Sozialkundelehrer und Organisator der Gesprächsrunde. „Darüber hinaus bekommen die Schüler einen Einblick in den Arbeitsalltag von Politikern, der in dieser Form im Unterricht nicht zu vermitteln wäre.“
Pressemitteilung
Privates Franziskus
Gymnasium Nonnenwerth
