Politik | 31.01.2022

Gefahrenabwehr in der Verbandsgemeinde Bad Breisig

Hochwasser an der Rheinuferpromenade. Quelle:VG Bad Breisig

VG Bad Breisig. Naturkatastrophen und außergewöhnliche Schadensereignisse können das Leben und die Gesundheit zahlreicher Menschen oder Tiere, die Umwelt sowie die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung in ungewöhnlichem Maße gefährden oder schädigen. Diese schreckliche Erfahrung mussten die Menschen im Ahrtal vor über einem halben Jahr durchleben. Dabei leisteten freiwillige Helfer*innen, Hilfsorganisationen und -jeder Kritik zum Trotz- auch die Behörden übermenschliches.

Rückblickend wirft dieses Ereignis sicherlich auch bei einigen Einwohner*innen der Verbandsgemeinde Bad Breisig die Frage auf, ob auch in ihrer Heimat ausreichend Schutzmaßnahmen getroffen werden, um solche Großschadenslagen verhindern bzw. bewältigen zu können. Seit dem vergangenen Starkregenereignis im Jahr 2016, das die Verbandsgemeinde ebenfalls hart getroffen hat, wird verstärkt und kontinuierlich in die entsprechenden Materialien und Ausrüstungsgegenstände sowie in personelle Kompetenzen innerhalb der Feuerwehr investiert und an einem Krisenmanagement gemeinsam mit dem Rathaus gearbeitet. Dabei haben die Verantwortlichen nicht nur das Hochwasser oder sonstige Überschwemmungen im Blick, sondern auch Waldbrände, Stürme und einen möglicherweise damit verbundenen Zusammenbruch der Infrastruktur, wie z.B. einen großflächigen Stromausfall.

Zur Bekämpfung und Abwehr von Schäden, die durch Katastrophen hervorgerufen werden, sieht der Bedarfs- und Organisationsplan der Feuerwehr der VG Bad Breisig nicht nur die entsprechenden Materialien, sondern auch ereignisbezogene Handlungsanweisungen vor.

Um Vorbereitungen zur Abwehr von Schadensereignissen aufgrund von Naturgewalten treffen zu können, sind die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes maßgeblich, denn aufgrund dessen werden z.B. Warn-Apps wie KATWARN ausgelöst, um die Bevölkerung zu warnen. Dementsprechend werden dann auch die Gerätehäuser der Feuerwehren besetzt und – falls erforderlich- ein Krisenstab einberufen. Auch im Falle des jährlichen Rheinhochwassers ist die Feuerwehr in Alarmbereitschaft und steht im ständigen Austausch mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, um entsprechend schnell reagieren zu können. Dabei haben die Verantwortlichen stets den Koblenzer und Andernacher Rheinpegel im Blick. Die Extremwetterlagen sorgen jedoch nicht nur für Überschwemmungen, sondern in den Sommermonaten auch für anhaltende Trockenheit, sodass Waldbrände auch hierzulande vermehrt vorkommen. Zudem wird die Feuerwehr auch immer häufiger aufgrund von Sturmschäden alarmiert. Als Folge dieser Naturgewalten ist oftmals die Infrastruktur geschädigt, sodass es zu Straßensperrungen oder einem großflächigen Stromausfall kommen kann.

Die notstromversorgten Feuerwehrgerätehäuser dienen dann als Anlaufstelle für die Bevölkerung.

Bürgermeister Marcel Caspers und Wehrleiter Ronny Zilligen sind sich einig, dass die Verbandsgemeinde Bad Breisig gemeinsam mit der Feuerwehr die notwendigen Voraussetzungen für den Schutz der Bevölkerung vor Großschadenereignissen in materieller und personeller Art geschaffen haben. Auch in diesem Jahr sieht der Haushalt der Verbandsgemeinde wieder ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 800.000 EUR für den Brand- und Katastrophenschutz vor. Auch für die Modernisierung der Sireneninfrastruktur, welche in diesem Jahr erfolgen soll, hat die Verbandsgemeinde Bad Breisig bereits vor der Ahrtalkatastrophe ein Konzept erstellt. Aufgrund der massiven Kosten musste für die Umsetzung jedoch bisher auf ein Förderprogramm gewartet werden, welches es nun seit dem vergangenen Jahr gibt. Zudem hat der Kreis Ahrweiler ebenfalls finanzielle Unterstützung zugesagt. Die neuen Sirenen sehen natürlich auch die Möglichkeit der Bevölkerungswarnung vor.

„Allerdings sind nicht nur die Behörden gefordert, auch jeder einzelne ist in der Pflicht und kann Vorkehrungen treffen und achtsam sein oder möchte sich vielleicht auch ehrenamtlich im Bereich des Katastrophenschutzes betätigen“, so Bürgermeister und ehemaliger Wehrführer der Stadt Bad Breisig, Marcel Caspers.

In Anbetracht der Vielzahl an Einsätzen aufgrund von Naturereignissen und den vorhandenen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie erfreuen sich die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Breisig trotzdem über stetig wachsende Mitgliederzahlen auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Bei Interesse an einer Mitgliedschaft steht Wehrleiter Ronny Zilligen (wehrleiter@vg-bad-breisig.de) zur Verfügung.

Pressemitteilung

Verbandsgmeinde Bad Breisig

Hochwasser an der Rheinuferpromenade. Quelle:VG Bad Breisig

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