Politik | 27.04.2020, 08:57 Uhr

Armenier-Denkmal: Erinnern an denVölkermord vor 105 Jahren

Gegen das Vergessen

Das Armenier-Denkmal erinnert an den Völkermord vor 105 Jahren. Am 24. April wird dessen gedacht.Foto: Privat

Neuwied. Die Deichstadt birgt ein großartiges orientalisch-christliches Heiligtum in einem Kreuzstein – einem sogenannten Chatschkar – am Berliner Kreisel. Er erinnert vor allem an den Aghet – den Völkermord an den Armeniern vor genau 105 Jahren. Dieses Mahnmal vereint 1,5 Millionen Märtyrer ihres christlich-dreifaltigen Glaubens mit 300.000 orthodoxen Griechen und mindestens 250.000 syrisch-aramäischen Christen. Die letzten Überlebenden derer gebrauchen heute noch im Gottesdienst Jesu Sprache Aramäisch in ungebrochener Folge seit dessen Lebzeiten.

Als Paul Peter Baum nach seiner Gewohnheit am Gedenktag 24. April den Kreuzstein aufsuchte, traf er dort viele – vor allem jüngere – Mitglieder der Armenier- Gemeinde. Sie blüht und gedeiht dank der Gastfreundschaft der katholischen Gemeinde St. Bonifatius Niederbieber in der „Stadt der christlichen Toleranz“. In der Türkei forschen aktuell viele nach armenischen Vorfahren. Ein stilles Gedenken war geboten für die über zwei Millionen christlichen Opfer und ein zusätzliches für den verstorbenen Oberbürgermeister Nikolaus Roth, ohne dessen Einsatz dieses Kleinod von Kultur und Religion Neuwied nicht auszeichnen würde.

Pressemitteilung

Heimat- und

Verschönerungsverein

Neuwied-Feldkirchen

Das Armenier-Denkmal erinnert an den Völkermord vor 105 Jahren. Am 24. April wird dessen gedacht.Foto: Privat

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