Stadt kauft evangelisches Gemeindehaus in Oberwinter
Gemeindesaal und Jugendkeller bleiben den Bürgern erhalten
Trägerverein soll gegründet werden und sich um die Belange des Saals kümmern
Remagen-Oberwinter. Eine gute Nachricht gibt es für die Oberwinterer Bürger. Die Stadt Remagen kaufte Anfang des Jahres von der evangelischen Kirchengemeinde das ehemalige Gemeindehaus in der Hauptstraße. „Anfang des Jahres wurde der Notarvertrag unterschrieben“, ließ Bürgermeister Herbert Georgi wissen. Ziel sei es, den Gemeindesaal und den Jugendkeller der Allgemeinheit zu erhalten. Der Gemeindesaal wird schon seit Jahrzehnten für Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Versammlungen und Vereinsveranstaltungen genutzt. Auch Proben von Vereinen wie dem MGV Liederkranz oder Tanzgruppen finden hier statt. „Wir sind froh, dass wir die Liegenschaft mit Saal, Jugendkeller und die vier Wohnungen erwerben konnten. Die Mietverträge für die Wohnungen im Haupthaus an der Hauptstraße bleiben erhalten“, betonte Georgi.
Im rückwärtigen Teil, der durch den Torbogen zu erreichen ist, befinden sich der Gemeindesaal und der Jugendkeller. Geplant sei für den Gemeindesaal, so Georgi, dass die Oberwinterer Vereine in die Vermietung des Saals einbezogen werden. Die Liegenschaft solle selbständig von den Vereinen betreut werden. Wie Ortsvorsteher Norbert Matthias mitteilte, soll in naher Zukunft eine Versammlung stattfinden, in der alle Oberwinterer Vereine und Institutionen, die sich kulturell betätigen, einen Trägerverein gründen. „Dieser Trägerverein soll sich dann, wie bei den Dorfgemeinschaftshäusern im Stadtgebiet, um die Belange des Saals kümmern“, so Matthias.
Wie der evangelische Pfarrer Michael Schankweiler hatte verlauten lassen, konnte die Immobilie nicht nach heutigen Maßstäben instandgehalten werden. Die Unterhaltung des Hauses habe hohe Kosten verursacht. Durch den Verkauf an die Stadt Remagen wurde es möglich, das Haus den Oberwinterer Bürgern als eine Art Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung zu stellen.
