Politik | 30.11.2016

„Nein zu Gewalt an Frauen“ - Internationaler Gedenktag auch in Meckenheim

„Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“

Als Zeichen der Verbundenheit mit den Frauen, die weltweit Gewalt erfahren, hissten (v.l.) Irina Vilver vom Jugendmigrationsdienst, die Gleichstellungsbeauftragte Bettina Hihn, die stellvertretende Bürgermeisterin Heidi Wiens und Theresa Schulte vom Katholischen Familienbildungswerk die symbolische Fahne. Stadt Meckenheim

Meckenheim. Am 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Diesen begingen die stellvertretende Bürgermeisterin, Heidi Wiens, mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Meckenheim, Bettina Hihn, sowie Vertreterinnen verschiedenster Meckenheimer Einrichtungen am Kirchplatz in der Altstadt. Pünktlich um 12 Uhr wurde als Zeichen der Verbundenheit mit den Frauen, die weltweit Gewalt erfahren, die symbolische Fahne am Caritashaus gehisst. Heidi Wiens wies in ihrer Ansprache auf die Ursprünge des Gedenktages hin, der zurückgeht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jeweiliges Unrecht zu entwickeln. Die Aktion der Frauen macht deutlich: „Wir wollen die Gewalt, die in unserer direkten Nachbarschaft stattfindet, öffentlich machen.“ „Familientragödien“ werden die Gewalttaten in den Medien oft genannt. Meist männliche Täter sind bis zum Äußersten gegangen und haben ihre Partnerinnen und häufig auch ihre Kinder getötet. Die Gesellschaft ist für einen Augenblick entsetzt, sucht nach Erklärungen und verdrängt schließlich die unvorstellbaren Taten. Ungenannt und unerkannt sind die vielen Opfer, die regelmäßig über einen langen Zeitraum Partnergewalt ausgesetzt sind. Sie bleiben anonym, da die Opfer aus Scham versuchen, die äußeren Zeichen der Gewalt zu verstecken. Weiterhin machte Heidi Wiens darauf aufmerksam, dass neben der häuslichen Gewalt auch das Thema Kinderheirat in den Focus gerückt werden müsse. „Wir haben zunehmend zu tun mit dem Phänomen von Ehen mit Minderjährigen, mit jungen Mädchen“, so Heidi Wiens. Die Zahlen seien erheblich angestiegen.

Rote Tragetaschen mit „starkem Inhalt“

Unter dem Motto „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ packten die Veranstalterinnen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Meckenheim, der Caritasverband Rhein-Sieg e.V., der Fachdienst Integration und Migration, die Integrationsagentur im Caritasverband, das Katholische Familienbildungswerk Meckenheim, der Jugendmigrationsdienst Rhein-Sieg-Kreis linksrheinisch, der SKM Rhein-Sieg, der SKF Rhein-Sieg, die Diakonie Rhein-Sieg und das SPZ Meckenheim zu knackigen Meckenheimer Äpfeln auch handfeste Informationen darüber, welche Hilfsangebote es gibt und was jeder einzelne gegen Gewalt tun kann. Auch ein kleines praktisches Präsent wird es geben. Es werden rote Tragetaschen aus Kunststoff, die sich klein zusammenknüllen lassen und in jede Handtasche passen verteilt. Auf den Taschen befindet sich der Slogan der Aktion „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“ ebenso wie die Kontaktdaten der Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen und des Runden Tischs gegen häusliche Gewalt. Die Veranstalterinnen hoffen, dass auch über diese Taschen und diejenigen, die sie tragen, die Botschaft und den Appell gegen Gewalt in die Öffentlichkeit getragen werden.Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Meckenheim

Als Zeichen der Verbundenheit mit den Frauen, die weltweit Gewalt erfahren, hissten (v.l.) Irina Vilver vom Jugendmigrationsdienst, die Gleichstellungsbeauftragte Bettina Hihn, die stellvertretende Bürgermeisterin Heidi Wiens und Theresa Schulte vom Katholischen Familienbildungswerk die symbolische Fahne. Foto: Stadt Meckenheim

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