Politik | 11.10.2023

Ellen Demuth: Waldbegehung mit Förstern

Große Herausforderungen für Wald und Menschen

Die diesjährige Führung legte ihren Schwerpunkt in die Betrachtung des Zusammenspiels von Wald, Wild und Jagd. Foto: : Beate Kerres

Kreis Neuwied. Zur alljährlichen Waldbegehung trafen in dieser Woche die CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger Forstamtsdirektor Uwe Hoffmann und Revierleiter Thomas Tullius im Linz-Unkeler Forst.

Seit 2015 bietet Ellen Demuth dieses Format an, und die Veränderung des Waldes auf Grund des Klimawandels wird von Jahr zu Jahr deutlicher. Die diesjährige Führung legte ihren Schwerpunkt in die Betrachtung des Zusammenspiels von Wald, Wild und Jagd.

Ellen Demuth berichtet: „Die beiden Fachleute veranschaulichten einmal mehr die dramatischen Folgen des Klimawandels auf den heimischen Wald. Nachdem in den letzten Jahren vor allem die Fichtenwälder reihenweise abgestorben sind, leidet nun die Buche, aber auch die Birke, im besonderen Maß unter der Trockenheit und Erwärmung. Die Bemühungen um Aufforstung mit alternativen Baumarten laufen auf Hochtouren. Denn der mitteleuropäische Raum trocknet mehr aus als andere Bereiche, haben wir heute erfahren. Erfolgsversprechend seien beispielsweise Aufforstungen mit Baumhasel und Douglasie.

Allerdings macht der Wildverbiss den Forstmitarbeitern große Sorgen. Denn, so erklärten Uwe Hoffmann und Thomas Tullius, unser Reh- und Rotwild mag die jungen Triebe der neu angepflanzten Sorten lieber als Birke oder Fichte. Und das zeigt das Dilemma auf: Birken und Fichten haben auf Grund des Klimawandels hier keine guten Wachstumsbedingungen mehr. Fast alle Baumarten müssen also beim Aufwuchs besonders geschützt werden, damit unsere Wälder erhalten bleiben. Dies versucht man einerseits mit Eingattern von Junganpflanzungen, aber auch mit Wuchshüllen oder Einsprühen der Haupttriebe mit Schaffett.“

Ellen Demuth erklärt weiter: „Gerade in der derzeitigen Diskussion um das Landesjagdgesetz wird deutlich, dass die Jägerschaft im besonderen Maße dazu beitragen kann, Wildverbiss zu reduzieren. Auch die Jägerschaft muss einen Anteil an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, dem Wiederaufbau klimastabiler Wälder, leisten. Die Wildschäden im Wald bedürfen einer gerechten Beachtung durch die Jagdpächter. Der Schutz unseres Waldes muss vor dem Hintergrund der nicht mehr aufhaltbaren Klimakrise oberste Priorität haben. Denn davon ist abhängig, wieviel der Wald der Zukunft zu leisten vermag, und welchen Beitrag zur Minderung der Klimafolgen von ihm erbracht werden kann.“

„Beim heutigen Termin mit den Förstern haben wir alle viel gelernt. Das Bewusstsein für die Bedeutung der Klimaerwärmung für unsere Lebensgrundlage Wald muss nach meiner Auffassung viel tiefer in unsere Gesellschaft getragen werden. Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen.“

Pressemitteilung des

Büro von Ellen Demuth

Die diesjährige Führung legte ihren Schwerpunkt in die Betrachtung des Zusammenspiels von Wald, Wild und Jagd. Foto: : Beate Kerres

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