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Geförderte Standortentwicklung in Höhr-Grenzhausen

Große Online-Befragung der Bevölkerung

Was macht eine Verbandsgemeinde attraktiv? Wie attraktiv ist Höhr-Grenzhausen?

Große Online-Befragung der Bevölkerung

Bürgermeister Thilo Becker, Verena Lodwig und Marco Weißer bei der Vorstellung der Online-Umfrage.Foto: GM

23.02.2018 - 11:44

Höhr-Grenzhausen. Das Innenministerium von Rheinland-Pfalz und die Verwaltungsspitze der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen haben ein innovatives Konzept erarbeitet, mit dem Ziel gute Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gewerbe herzustellen, die soziale Infrastruktur zu sichern und damit sowohl für Fachkräfte als auch für junge Familien attraktiv zu bleiben.


Wo drückt der Schuh?


Wie attraktiv ist die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen? Diese Frage können die Menschen, die in der Gemeinde leben oder arbeiten wohl am besten beantworten. Als zweitgrößte Stadt im Westerwald gelegen zwischen Koblenz und Montabaur steht Höhr-Grenzhausen in einem starken Wettbewerb mit den Nachbarstädten. Um diesem effektiv und nachhaltig zu begegnen, startet die Verwaltung daher ab sofort in Zusammenarbeit mit der Uni Siegen eine Online-Umfrage, bei der jeder mitmachen kann und sollte. „Wir freuen uns über viele Teilnehmer“, so Verbandsbürgermeister Thilo Becker, „denn nur wenn klar ist, wo der Schuh drückt, können wir innovative und nachhaltige Entwicklungen in die richtigen Bahnen lenken.“

Unter der Internetadresse: www.umfrage.hoehr-grenzhausen.de kann in den nächsten drei Wochen jeder online sagen, was ihm gut oder weniger gut in seiner Verbandsgemeinde gefällt. Bei Eingabe des Alters werden für die jeweilige Altersgruppe spezifische Fragen gestellt, so bleibt der Fragebogen übersichtlich und effizient.

Die Befragung ist anonym, die eingegebenen Daten werden auf dem besonders gesicherten Umfrageserver der Universität Siegen gespeichert, Rückschlüsse auf eine Person sind nicht möglich. Alle erhobenen Daten werden nach der Auswertung bei der Uni Siegen gelöscht.


Integrierte Standortentwicklung


Die Umfrage ist ein wichtiger Baustein in einem Prozess, der im Mai 2017 begonnen hat und als integrierte Standortentwicklung beschrieben wird. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die 270.000 Euro teure Maßnahmen mit 216.000 Euro, Innenminister Roger Lewentz überbrachte Ende 2016 der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen persönlich den entsprechenden Förderbescheid.

Die integrierte Standortentwicklung zielt darauf ab, die Anliegen der Akteure zu verstehen und mit ihnen gemeinsam eine Zukunftsvision zu erarbeiten. Es geht um eine zielgerichtete Gestaltung von Höhr-Grenzhausen, Hilgert, Hillscheid und Kammerforst, in die sich alle einbringen können – jeder gemäß seiner Rolle in der Verbandsgemeinde und seinen eigenen Zukunftsvorstellungen. In der jetzigen Erkundungsphase des Prozesses wird erörtert, in welche Richtung sich die Verbandsgemeinde entwickeln kann.

Die Erkenntnisse aus den bereits geführten zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Akteuren wie beispielsweise Schulen, kirchlichen Einrichtungen, Seniorennetzwerken, Unternehmen und vielen mehr sowie die gestartete Bevölkerungsumfrage werden genutzt, um Themen zu sondieren, die vor Ort wichtig sind. Nach Abschluss dieser Erkundungsphase werden die Ergebnisse aufbereitet und in anschließenden Veranstaltungen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickelt. Der Prozess lebt von der Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit – wenn alle an einem Strang ziehen und ein gemeinsames Ziel im Blick haben, bleibt die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen lebenswert und zukunftsfähig.


Damit die Heimat lebenswert bleibt


„Wir möchten möglichst viele Akteure gewinnen, bei der Entwicklung unserer Verbandsgemeine mitzuwirken. Wir sind überzeugt, dass die Stadt und die Ortsgemeinden Hilgert, Hillscheid und Kammerforst lebenswerte Orte sind. Uns ist aber bewusst, dass wir uns weiterentwickeln müssen, damit das auch so bleibt – gemeinsam mit den Menschen, die hier leben, arbeiten, Unternehmen führen, Kinder großziehen, Angehörige pflegen oder das Vereinsleben aufrechterhalten. Es ist wichtig, die verschiedenen Perspektiven und Meinungen der Menschen hier zu kennen, um an den richtigen Stellen anzusetzen“, so Bürgermeister Thilo Becker bei der Vorstellung der Umfrageaktion in einem Pressegespräch.


Damit alle zu Wort kommen: Hilfe beim Ausfüllen der Umfrage


Verena Lodwig begleitet bei der Verbandsgemeindeverwaltung den Prozess der integrierten Standortentwicklung und die Durchführung der Bürgerbefragung. Sie weist darauf hin, dass sie und weitere Mitarbeiter der Verwaltung gerne zur Unterstützung und Hilfe beim Ausfüllen des Onlinefragebogens zur Verfügung stehen. Ebenfalls stehen Computer zur Durchführung der Online-Umfrage zu den Öffnungszeiten in der Verbandsgemeindeverwaltung Höhr-Grenzhausen, dem Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“, dem Bürgermeisteramt Hilgert, dem Jugendtreff „Treff34“ und im Rathaus Hillscheid für jedermann bereit.

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Kommentare
23.02.2018 15:09 Uhr
Fries schrieb:

Was , bitte ist in Höhr- Grenzhausen lebenswert ? Das frage ich sie ! Die Innenstadt ist doch so gut wie tot . Eine Dönerbude an der anderen und die Läden die leer stehen , werden ein paar Bildchen ausgestellt. Kein Metzger , kein Lebensmittelladen . Sollte ich hier einen Urlaub planen , würde ich nach einer Stunde wieder abreisen.



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J. Holstein:
Es steht zu hoffen, dass die Planer bei einer zukunftsfähigen Lösung für die Innenstadt nicht ausschließlich für das Verkehrsmittel Auto planen. Während man in vielen Städten ja bereits verzweifelt überlegt wie man Belastung in den Innenstädten verringern kann, sollte man in Sinzig aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und bei der Planung den Fokus auf die emissionsfreien Verkehrsmittel Fahrrad und Füße richten. Eine Anbindung an den Bahnhof oder die Ahr muss in Sinzig nun definitiv nicht auf Autoverkehr ausgerichtet sein - zum Glück sind es ja jeweils nur wenige hundert Meter! Mit einem vernünftigen, funktionierenden Leihradkonzept, echten Radwegen und einer autofreien Anbindung an Wanderstrecken könnte Sinzig seine Attraktivität als touristisches Ziel zukunftsfähig ausbauen.
Michael Daum:
CDU fordert...so so. Wer fordert, sollte eigentlich auch bezahlen. Das hat man hier auch mit überreichlich viel Steuergeld der Bürger (nicht der CDU) getan. Erst das Objekt überteuert kaufen, dann für viel Geld abreißen und sich dann zum Fototermin aufbauen. So einfach geht Poltik. Aber wenn man einen Goldesel namens Bürger hat, dann ist das ja alles kein Problem. Dann noch ein Brunnen auf der Verkehrsinsel? Möchte mal wissen, wie der bei diesem Verkehr nach 2-3 Jahren aussieht. Wahrscheinlich genau so wie die vor Jahren "begrünten" Überquerungshilfen, von denen heute nur noch der Schotter übrig ist. Aber schöner Schein ist ja ohnehin das, was die Stadt am besten kann.
Uwe Klasen :
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