Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied gewinnt Preis
Großes Jugendengagement
Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratulierte den Schülerinnen
Neuwied. Alle guten Dinge sind drei: Nach den beiden letzten Durchgängen zählt das Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied (RWG) erneut zu den Preisträgern des Jugend-Engagement-Wettbewerbs Rheinland-Pfalz „Sich einmischen – was bewegen“. Aus den Händen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Dr. Brigitte Mohn (Bertelsmann Stiftung) erhielten Anna Haustov (10a), Yentl Deuster (MSS 13), Nandini Hilger (10d), Alexandra Hoffmann (10d), Liane Losing (10a), Karolina Mengert (10b) und Jana Schmidt (10b), die von den beiden Lehrkräften Alexander Herbst und Gerd Lehnert begleitet wurden, im vollbesetzten Festsaal der Staatskanzlei Mainz eine Urkunde sowie ein Preisgeld von 1000 Euro.
Die Jury lobte in ihrer Begründung das vielseitige und fortdauernde Engagement am Rhein-Wied-Gymnasium mit weitergeführten Projekten und immer wieder neuen Ideen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 29 Projekte ausgezeichnet. In der diesjährigen Runde hatte sich das RWG mit gleich zwei Projekten beworben, dem bereits vor einem Jahr ausgezeichneten Projekt zum Deutschunterricht für Flüchtlinge sowie dem RWG-Toleranz-Tag, der von der AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ organisiert wurde und am 23. November 2016 am RWG stattfand. Hierbei wurde in der 5. und 6. Stunde in der Aula des Rhein-Wied-Gymnasiums in verschiedenen Beiträgen auf die Wichtigkeit von Toleranz im Schulalltag hingewiesen. Jede Klasse und jeder Stammkurs konnte bis zu drei Schülerinnen und Schüler zu der Veranstaltung entsenden. Mitwirkende waren beispielsweise die beiden Oberstufen-Kurse Darstellendes Spiel, die zwei Gedichte spielerisch und sprecherisch umsetzten. Weitere literarische und musikalische Beiträge trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Vor zwei Jahren kamen Schülerinnen und Schüler des RWG auf die Idee, Deutschunterricht für geflohene Menschen anzubieten. So funktioniert‘s: Je zwei Schülerinnen und Schüler kümmern sich um einen Flüchtling. Der Unterricht findet nach dem regulären Schulschluss statt. Jeden Wochentag lernt eine andere Gruppe. Das Projekt läuft nicht wie regulärer Unterricht ab, in dem Vokabeln und Grammatik heruntergebetet werden sollen. Stattdessen liegt die Gestaltung bei den Schülerinnen und Schülern, es kann in kleineren oder auch größeren Gruppen gelernt werden. Gemeinsame Ausflüge in die Stadt zum praktischen Üben und vor allem das Ermöglichen einer wirklichen Integration stehen außerdem im Fokus. Seit letztem Jahr werden auch Flüchtlingskinder in der Marienschule betreut. Alle Preisträgerinnen und Preisträger sind außerdem für den Deutschen Engagementpreis nominiert, den bundesweiten Dachpreis für freiwilliges Engagement, in diesem Jahr erstmals Partner des Jugend-Engagement-Wettbewerbs. „Das ist eine tolle Chance und ich drücke allen Teilnehmenden die Daumen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die außerdem bereits ankündigte, den Wettbewerb in diesem Jahr 2017 wieder auszuschreiben. Die Erfolgsgeschichte kann also weitergeschrieben werden.
