FDP fragt nach dem Talsperren-Management
Gründe für das Hochwasser sollen geklärt werden
Swisttal.Nachfragen möchte die FDP-Fraktion bei den Verantwortlichen wegen des jüngsten Hochwassers des Orbachs, bei dem in der Ortschaft Miel zahlreiche Keller und Gärten unter Wasser gesetzt wurden. „Die Einlassungen von Herrn Metze von der Regionalgas Euskirchen, dass nicht der Überlauf aus der Steinbachtalsperre, sondern Wassermassen aus angrenzenden Rinnsalen und Feldern letztlich zur Überflutung in Miel geführt hätten, möchten wir uns im Detail noch einmal erklären lassen“, kündigt Monika Goldammer, sachkundige Bürgerin im Planungs- und im Umweltschutzausschuss, eine Initiative ihrer Fraktion an. „Wir werden deshalb einen entsprechenden Antrag zur Behandlung dieses wichtigen Themas im zuständigen Gemeindeausschuss stellen“.
Denkbar sei eine Erörterung mit Experten und Verantwortlichen im Plenum, aber auch eine Exkursion zur Steinbachtalsperre unter fachkundiger Leitung werde der Verwaltung vorgeschlagen. Bürger und politisch Verantwortliche sollten so die Möglichkeit haben, Informationen aus erster Hand zu erhalten und eigene Fragen stellen zu können.
„Damit würde auch den immer wiederkehrenden Gerüchten um geöffnete Schieber auf Kosten der Swisttaler wirksam entgegengetreten. Das müsste auch im Interesse des Talsperren-Betreibers liegen“, ergänzt Philipp Euker, Mitglied im Planungsausschuss.
Anerkennung zollen die Liberalen dem Engagement der Verwaltung und dem schnellen Eingreifen der Swisttaler Feuerwehr. Als vorrangig sieht auch die FDP eine zügige Verbesserung des Frühwarnsystems, um für zukünftige Ereignisse besser gewappnet zu sein.
„Aber auch das Talsperren-Management muss sich den neuen Herausforderungen gewachsen zeigen“, lautet die Begründung der Liberalen für ihren Antrag, „durch den Klimawandel kann es künftig häufiger zu einer möglichen Zunahme von extremeren Wettersituationen kommen.“
Pressemitteilung
FDP Swisttal
