Politik | 16.02.2023

Erwin Rüddel: Gesundheitliche Perspektiven für die ländliche Region

Gründung einer hochschulmedizinischen Ausbildungsstätte in Form eines Campus Koblenz

Erwin Rüddel.  Foto: BÜro Rüddel

Region. „Wir benötigen eine Krankenhausreform, die stärker auf Qualität setzt und dennoch die Versorgung in ländlichen Regionen, wie meinem Wahlkreis, sicherstellt. Auch aus diesem Grund befürworte und unterstütze ich eine Resolution zur Gründung einer hochschulmedizinischen Ausbildungsstätte in Form eines Campus Koblenz der Universitätsmedizin Mainz“, erklärt aktuell der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Erwin Rüddel.

Der Parlamentarier weist bereits seit Jahren auf eine drohende medizinische Unterversorgung in der Region hin und hat dabei insbesondere den zunehmenden Mangel an Ärztinnen und Ärzten vor Augen. Bestätigt werden die Bedenken des Gesundheitspolitikers auch von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), der zufolge bis 2027 aus Altersgründen 2.714 Medizinerinnen und Mediziner die Krankenhäuser verlassen werden. Aufgrund des demografischen Wandels werde sich diese Entwicklung noch verstärken, denn gegenwärtig ist jeder zweite berufstätige Arzt in Rheinland-Pfalz älter als 50 Jahre.

„Die im Nachbarkreis Mayen-Koblenz initiierte Resolution zur Gründung eines Medizincampus Koblenz begrüße ich ausdrücklich und heiße sie ausgesprochen gut und richtig. Deshalb empfehle ich auch den Landkreisen meines Wahlkreises diese Resolution mit- und so zu einer dringend notwendigen zukunftsfähigen medizinischen Versorgung in unserer Region beizutragen“, konstatiert Erwin Rüddel.

Für den christdemokratischen Gesundheitspolitiker sind die Umsetzung von drei Punkten als gesundheitliche Perspektiven für ländliche Regionen unverzichtbar: „Wir benötigen eine Krankenhausreform, die stärker auf Qualität setzt und trotzdem die Patienten-Versorgung in ländlichen Regionen sicherstellt. Aufgrund von Corona konnte leider die geplante Reform der Notfallversorgung bislang nicht umgesetzt werden. Doch gerade auch die Menschen in den ländlichen Regionen müssen sich im Notfall darauf verlassen können, dass sie schnell und gut versorgt werden. Zudem gilt es die Digitalisierung im Gesundheitsbereich weiter voranzutreiben. Hier ist zwar bereits viel unternommen worden, trotzdem gibt es immer noch viel zu tun, dies hat nicht zuletzt die Pandemie gezeigt.“

Explizit lobt Erwin Rüddel die Initiative zur Gründung eines Medizincampus Koblenz. Um den Bedarf zu decken, müssten jedes Jahr rund 1.000 Männer und Frauen zu Medizinern in RLP ausgebildet werden, um die zu ersetzen, die ins Ruhestandsalter kommen. „In Berlin kämpfe ich seit Jahren für die gute medizinische Versorgung in ländlicher Region. Dabei betone ich immer wieder, dass wir dafür aber mehr Medizinstudienplätze und effiziente Modell brauchen, wie eine gute Versorgung in der Zukunft in ländlicher Region aussehen kann“, ergänzt der Gesundheitsexperte.

Auf 9.166 Einwohner kommt in Rheinland-Pfalz lediglich nur ein staatlicher Studienplatz. Damit liegt RLP in der Ausbildung der Medizinerinnen und Mediziner auf dem vorletzten Platz aller Bundesländer. Das Land RLP ist trotz dieser dramatischen Situation nicht bereit, seinem gesetzlichen Auftrag sowie seiner Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern nachzukommen und weitere Medizinstudienplätze einzurichten.

Wie in der Resolution angemerkt wird, droht sogar ein Rückgang der Plätze in den klinischen Semestern, die sich an das Physikum – die Abschlussprüfung nach den ersten fünf Semestern – anschließen. Im Jahr 2022, so heißt es, fehlten alleine der Unimedizin in Mainz 155 Plätze für all diejenigen, die das Physikum erfolgreich abgeschlossen haben. Lapidar dazu die Aussage des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministers Clemens Hoch, der sagt: „Das Patientenbett – nicht der Hörsaal – ist der Kapazitätsengpass.“ „Die Lösung für den Norden von Rheinland-Pfalz ist die Gründung einer hochschulmedizinischen Ausbildungsstätte in Form eines Campus Koblenz. Mit einem zweiten hochschulmedizinischen Standort der Universitätsmedizin Mainz würde das geforderte Spektrum von Patientenversorgung, Forschung und Lehre abgedeckt sowie mittelfristig die regionale Facharztversorgung sichergestellt werden“, heißt es.

„Eine speziell in der Region flächendeckende medizinische Versorgung muss auch für die Zukunft unbedingt gewährleistet sein. Dazu ist die Gründung einer hochschulmedizinischen Ausbildungsstätte in Form eines Campus Koblenz der Universitätsmedizin Mainz, gerade mit Blick auf die Zukunft der medizinischen Versorgung in unserer ländlichen Region, eine erstrebenswerte, wichtige und unverzichtbare Maßnahme“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MB

Erwin Rüddel. Foto: BÜro Rüddel

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