Kommunalwahl in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
Grüne holen sich erstmals Platz zwei
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kommunalwahlen sind etwas anderes als Europawahlen, das zeigte sich auch diesmal wieder bei den Ergebnissen in der Kreisstadt, treten auf kommunaler Ebene doch meist nur die etablierten Parteien und Wählervereinigungen an. Außerdem werden auf örtlicher Ebene eher Persönlichkeiten als Parteiprogramme gewählt.
Fast 50 Prozent Briefwähler
Seit die Wähler die Möglichkeit des Stimmenhäufelns auf einzelne Kandidaten (Kumulieren) und der Wahl von Kandidaten aus verschiedenen Parteien (Panaschieren) haben, wird davon auch immer häufiger Gebrauch gemacht, was nicht zuletzt zum starken Anstieg des Anteils der Briefwähler auf mittlerweile fast 50 Prozent führt, denn wer seine Möglichkeiten alle ausnutzt und jedes Kreuzchen auf Kreis-, Gemeinde- und Ortsteilebene individuell den Kandidaten seiner Wahl verteilt, kann schon mal eine halbe Stunde für den reinen Wahlvorgang benötigen. Diese Zeit verbringt man wohl lieber auf dem heimischen Sofa als in der Wahlkabine.
Stärkste Partei im Stadtrat bleibt nach wie vor die CDU, die diesmal auf 42,38 Prozent der Stimmen kommt (-4,2 Prozentpunkte) und damit 15 Sitze im Stadtrat holt, zwei weniger als noch als bei der Kommunalwahl 2014. Laut der vorläufigen Sitzzuteilung werden diese von Horst Gies (8.735 Stimmen), Peter Ropertz (7.228), Ralf Wershofen (7.144), Christoph Kniel (7.005), Dr. Annette Gies (6.638), Peter Krämer (6.261), Dominik Klein (6.105), Andreas Geschier (6.084), Hans-Jürgen Juchem (6.077), Peter Terporten (6.070), Ursine Holzberger (6.039), Detlef Odenkirchen (5.853), Werner Schüller (5.533), Robert Schwertel-Stahl (5.252) und Klaus Schneider (5.194) übernommen.
Grüne werden erstmals zweitstärkste Fraktion
Zweitstärkste Fraktion im Rat der Kreisstadt werden erstmals die Grünen, die mit 19,94 Prozent ein sattes Plus von 7,5 Prozentpunkten einfahren. Demnach haben sie in künftigen Stadtrat sieben Sitze, drei mehr als bisher. Sie gehen vorläufig an Wolfgang Schlagwein (7.514), Birgit Stupp (5.506), Sarah Rößel (5.362), Christoph Scheuer (5.337), Andreas Schmickler (5.290), Andreas Oswald (4.689) und Dennis Hoffmann (4.654).
Für die SPD bleibt da nur Platz drei mit 13,95 Prozent der Stimmen und einem Minus von 5,2 Prozentpunkten. Für sie ziehen fünf Leute in den Stadtrat ein, nach vorläufigem Stand sind das Fritz Langenhorst (3.133), Werner Kasel (2.014), Rudi Frick (2.911), Ursula Koll (2.632) und Annalena Di Carlo (2.223).
FWG muss Abstriche machen
Abstriche machen muss auch die FWG, die 0,7 Prozentpunkte verliert und auf 9,66 Prozent der Stimmen kommt. Damit verteidigt sie allerdings ihre vier Sitze im Stadtrat, die voraussichtlich an Gregor Sebastian (3.634), Klaus Beu (2.718), Alfred Förner (2.525) und Regina Eckert (2.430) gehen. Dagegen kann die FDP die Zahl ihrer Sitze von einem auf zwei verdoppeln, dank eines Zuwachses um 1,7 Prozentpunkte auf 5,92 Prozent der abgegebenen Stimmen. Hier kommen vorläufig David Jacobs (2.833) und Rolf Deißler (2.612) zum Zuge.
Linke verteidigt Sitz
Die Linke verteidigt ihren einen Sitz mit 3,03 Prozent (-0,2 Prozentpunkte), diesen wird künftig voraussichtlich Marion Morassi besetzen. Die Wählergruppe Jakobs hingegen büßt einen von zwei Sitzen ein, sie kommt auf 2,6 Prozent der abgegebenen Stimmen (-2,4 Prozentpunkte). Den Sitz wird voraussichtlich Rainer Jakobs übernehmen. Erstmals im Stadtrat vertreten sein wird die AfD, die aus dem Stand auf 2,51 Prozent der Stimmen kam und damit einen Sitz für sich beanspruchen kann. Martin Kallweitt ist voraussichtlich das neue Ratsmitglied.
Peter Krämer ist neuer Ortsvorsteher in Ahrweiler
In Ahrweiler heißt der neue Ortsvorsteher Peter Krämer (CDU), der 79,2 Prozent der Stimmen erhielt, während Marion Morassi (die Linke) mit 20,8 Prozent ein beachtliches Ergebnis verbuchen konnte. Im Ortsbeirat verteidigte die CDU ihre absolute Mehrheit mit 53,0 Prozent der Stimmen und fünf Sitzen, die vorläufig an Peter Krämer (3.029 Stimmen), Dominik Klein (2.512), Monika Busch (2.048), Ferdi Heuwagen (1.940) und Udo Willerscheid (1.822) gehen.
Zweitbestes Ergebnis erzielte die FWG mit 12,3 Prozent der Stimmen, ihren einen Sitz wird wohl Regina Eckert (938) übernehmen. Es folgte die SPD mit 11,5 Prozent und einem Sitz, den wohl Annalena di Carlo (1.403) besetzen wird. Knapp dahinter die Grünen mit 11,2 Prozent und einem Sitz, der voraussichtlich an Christoph Richter (1.321) geht. Einen Sitz erhalten auch die Freidemokraten dank ihrer 6,8 Prozent, voraussichtlich besetzt von David Jacobs. Keinen Sitz im Ortsbeirat erhält die Linke trotz 5,2 Prozent der Wählerstimmen.
Ulrich Stieber setzte sich in Bachem durch
In Bachem setzte sich Ulrich Stieber (CDU) bei der Wahl zum Ortsvorsteher mit 61,6 Prozent der Stimmen gegen Ursula Koll (SPD) durch, die auf 38,4 Prozent der Stimmen kam. Im Ortsbeirat hat die CDU nach wie vor die absolute Mehrheit mit 59,7 Prozent und vier Sitzen, die nach vorläufigem Stand von Johannes Stieber (537), Bernd Walther (514), Nicole Persie (431) und Karl-Heinz Kurth (371) übernommen werden. Die SPD erreichte beachtliche 40,3 Prozent der Stimmen und ist künftig wohl mit Ursula Koll (641) und Karl-Heinz Roth (508) im Ortsbeirat vertreten.
In Bad Neuenahr gibt es am 16. Juni eine Stichwahl um das Amt des Ortsvorstehers zwischen Detlef Odenkirchen (CDU, 38,8 Prozent) und Einzelbewerber Richard Lindner (31,1 Prozent). Michael Schwede (SPD) erhielt 18,1 und Einzelbewerber Dr. Axel Ritter 12,1 Prozent der Stimmen.
Im zehnköpfigen Ortsbeirat sind diesmal fünf Gruppierungen vertreten, stärkste Fraktion ist die CDU mit 41,6 Prozent und vier Sitzen. Dies sind voraussichtlich Detlef Odenkirchen (3.475), Erich Stadtfeld (2.606), Aileen Stupp (2.273) und Dr. Jens Hetfleisch-Stephan (2.249).
Zwei Sitze für die Grünen im Ortsbeirat Bad Neuenahr
Zwei Sitze eroberten die Grünen mit 19,2 Prozent der Stimmen, hier kommen voraussichtlich Klaus Puchstein (2.117) und Klaus Liewald (2.026) zum Zuge. Ebenfalls zwei Sitze gehen an die SPD mit 16,5 Prozent der Stimmen, Michael Schwede (1.263) und Wilma Schneider (1.012) werden wohl die Mandate übernehmen. Die 13,6 Prozent für die FWG reichen ihr für einen Sitz, der nach vorläufigem stand von David Bongart (1.907) besetzt wird. Ebenfalls ein Sitz geht an die FDP, die 9,1 Prozent erreicht. Hier soll Alexandra Lieb (1.412) voraussichtlich antreten.
Stephan Hübinger gewinnt in Gimmigen
In Gimmigen wählten die Bürger Stephan Hübinger (CDU) mit 79,7 Prozent zum Ortsvorsteher, 20,3 Prozent sagten allerdings auch Nein. Im Ortsbeirat hat die CDU weiterhin mit 51,9 Prozent die absolute Mehrheit und erhält drei Sitze, toller Gegenstand besetzt von Stephan Hübinger (320), Marcel Delord (165) und Ludwig Schaefer (180). Die SPD kann sich über 30,7 Prozent der abgegebenen Stimmen freuen, für sie wird künftig wahrscheinlich Rudi Frick (206) im Ortsbeirat sitzen. Auf 17,5 Prozent der Stimmen kommt die FWG, auch dafür gibt es einen Sitz, voraussichtlich übernommen von Werner Sieger (149).
In Heimersheim setzte sich Willi Schneider (CDU) mit 75,3 Prozent der Stimmen bei der Wahl zum Ortsvorsteher gegen seinen Mitbewerber Kurt Johannes Wolter (SPD) durch, die auf 24,7 Prozent der Stimmen kam. Im Ortsbeirat hat die CDU mit 57,4 Prozent die absolute Mehrheit, dafür erhält sie vier Sitze. Voraussichtlich werden diese von Willi Schneider (1.173), Hans-Peter Blumenberg (1.138), Karl Heinz Kettel (977) und Michael Holzem (965) übernommen. Über zwei Sitze im Ortsbeirat freuen sich die Grünen, die auf rund 32,3 Prozent der Stimmen kommen. Hier werden voraussichtlich Christoph Scheuer (820) und Udo Heimermann (688) die Fahne hochhalten. Auch die SPD erhielt einen Sitz im Ortsbeirat mit ihren 10,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, voraussichtlich wird dies Kurt Johannes Wolter sein.
Heppingen komplett in CDU-Hand
In Heppingen ist alles komplett in der Hand der CDU. Hier wurde Klaus Kniel (CDU) mit 79,5 Prozent der Stimmen im Amt als Ortsvorsteher bestätigt, 20,5 Prozent stimmten gegen ihn. In der Wahl zum Ortsbeirat holte die CDU mangels Konkurrenz 100 Prozent der Stimmen und sämtliche fünf Sitze. Hier werden künftig voraussichtlich Déirée Steinheuer (351), Egon Linden (322), Markus Welter (315), Herbert Pies (296) und Joachim Breuer (296) die Geschicke bestimmen.
Grüne holen Sitz in Kirchdaun
In Kirchdaun darf Anton Gieraths (CDU) weiter als Ortsvorsteher arbeiten, 79,8 Prozent der Wähler stimmten für ihn und 20,2 Prozent dagegen. Im Ortsbeirat hat die CDU mit 68,9 Prozent das Sagen mit drei Sitzen, die voraussichtlich von Anton Gieraths (222), Frank Hoffmann (172) und Christian Schmickler (124) besetzt werden. Die Grünen kamen auf beachtliche 31,1 Prozent der Stimmen, was ihnen einen Sitz beschert, der wiederum vorläufig von Andreas Schmickler (109) übernommen wird.
In Lohrsdorf gab es auch nur einen Kandidaten für das Amt des Ortsvorstehers, Amtsinhaber Hans-Jürgen Juchem (CDU) wurde mit 80,8 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. 19,2 Prozent sagten Nein. Im Ortsbeirat verfügt die CDU dank 77,2 Prozent der Stimmen über vier Sitze. Diese werden vorläufig von Hans-Jürgen Juchem (393), Hubert Rößel (236), Gerd Bünnagel (207) und Hans-Joachim Heuser (187) besetzt. Die SPD kam auf 22,8 Prozent der Stimmen und wurde mit einem Sitz belohnt, dieser geht voraussichtlich an Matthias Hirst (186).
SPD stärkste Kraft in Ramersbach
In Ramersbach wurde Werner Kasel (SPD) mit 83,1 Prozent der Stimmen zum neuen Ortsvorsteher gewählt, 16,9 Prozent stimmten gegen ihn. Hier holte die SPD auch mit 45,0 Prozent die meisten Stimmen und erhielt dafür zwei Sitze im Ortsbeirat. Diese werden vorläufig von Werner Kasel (215) und Marion Bugl (183) übernommen. Auch die CDU erhält zwei Sitze, sie kommt auf 36,8 Prozent der Stimmen. Hier werden voraussichtlich Thomas Gies (306) und Achim Schumacher (185) die Mandate annehmen. Schließlich ist auch noch die FWG mit 18,2 Prozent und einen Sitz im Ortsbeirat vertreten, hier soll wohl Dennis Molitor (109) zum Zuge kommen.
FWG erobert in Walporzheim absolute Mehrheit
In Walporzheim wurde Gregor Sebastian (FWG) mit 84,6 Prozent der Stimmen in seinem Amt als Ortsvorsteher bestätigt, nur 15,4 Prozent stimmten gegen ihn. Im Ortsbeirat eroberte die FWG ebenfalls die absolute Mehrheit mit 59,5 Prozent der abgegebenen Stimmen und drei Sitzen. Diese sollen voraussichtlich Gregor Sebastian (448, Klaus Beu (219) und Annette Sebastian (184) mit Leben füllen. Die CDU kann 40,5 Prozent der Stimmen vorweisen und erhielt dafür zwei Sitze im Ortsbeirat. Voraussichtlich werden Edgar Flohe (165) und Petra Lanzerath (163) die Posten übernehmen.
JOST
