Politik | 20.04.2016, 10:53 Uhr

Förderung für den Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis bewilligt

Grünes Licht aus Berlin

Rhein-Sieg-Kreis. Die Freude ist groß im Siegburger Kreishaus – kam doch am Montag, 18. April, die schriftliche Information aus Berlin, dass der Antrag auf Gewährung einer Förderung für den Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis bewilligt wurde. In Empfang nehmen werden Landrat Sebastian Schuster und Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler den Förderbescheid am nächsten Donnerstag (28.04.2016) persönlich aus den Händen von Bundesminister Alexander Dobrindt. Fristgerecht hatte der Rhein-Sieg-Kreis bereits im Januar dieses Jahres beim Bund den Förderantrag gestellt. Ziel ist es, die bislang noch unterversorgten Gebiete im Kreisgebiet, bei denen mangels Wirtschaftlichkeit ohne öffentliche Förderung keine Aussicht auf einen adäquaten Netzausbau bestünde, mit schnellem Internet auszustatten. „Wirtschaftliche Entwicklung, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven von Regionen hängen entscheidend von der Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandnetzen ab – sie sind als Standortfaktor genauso elementar wie Energieversorgung oder Verkehrsanbindung. Daher freue ich mich sehr, dass wir zu den ersten Kreisen in Deutschland gehören, die den Breitbandausbau flächendeckend vorantreiben können“, freut sich Landrat Sebastian Schuster über die positive Entscheidung des Bundes. Der von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises erarbeitete Antrag richtet sich auf die für den Breitbandausbau auf 50 Mbit/s zu deckende Wirtschaftlichkeitslücke. Dazu sollen im Rhein-Sieg-Kreis 145 Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen sowie 86 Kabelverzweiger in unterversorgen Ortschaften neu errichtet werden. Mit der im Oktober vergangenen Jahres in Kraft getretenen Richtlinie zur Förderung der Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland soll bis 2019 bundesweit eine flächendeckende Netzversorgung mit mindestens 50 Mbit/s gefördert werden. Dafür stellt der Bund insgesamt 2,7 Milliarden Euro bereit. Während Beratungsleistungen vollständig gefördert werden, liegt der Fördersatz für die eigentlichen Infrastrukturprojekte bei 50 Prozent. Seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk NRW wird das Bundesprogramm mit 40 Prozent kofinanziert. Die genaue Fördersumme ergibt sich erst nach dem Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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