Politik | 05.04.2019

SPD Mayen sagt:

„Hände weg vom Mayener Krankenhaus“

Mayen. Aufgrund der jüngsten Berichte in den Medien befasste sich die SPD Mayen erneut mit dem Mayener St. Elisabeth Krankenhaus. In dieser Einrichtung wurde und wird nach wie vor hervorragende Arbeit geleistet, betont die SPD in einer Stellungnahme.

Der gute Ruf über Mayens Grenzen hinaus sei unter dem Verwaltungsdirektor Cremer begründet worden, der für eine langfristige Geschäftspolitik stand.

Bis heute zehrt das St. Elisabeth von dieser vorausschauenden Leitung und dem Ruf ihrer leitenden Ärzte. „Jüngste Entscheidungen deuten jedoch darauf hin, dass die Verantwortlichen derzeit eher kurzfristige Sparziele verfolgen, ohne Rücksicht auf langfristige Folgen,“ befürchtet der SPD-Vorsitzende Dirk Meid.

Vor knapp einem Jahr war die SPD schon einmal an die Öffentlichkeit gegangen, weil ihr von Pflegern, Ärzten und Verwaltungsmitarbeitern Informationen zugetragen wurden, dass das Krankenhaus zu einer Portalklinik werden sollte.

Eine Portalklinik hat nur noch die Aufgabe der Grundversorgung und soll ansonsten die Patienten in die Haupthäuser überweisen. Während andere politischen Kräfte die Sichtweise der Geschäftsleitung des Gemeinschaftsklinikums teilten, bleibt die SPD bis heute bei ihrer sorgenvollen Haltung. Auch wenn aktuell noch keine Portalklinik zu befürchten ist, bestätigen neueste Informationen vieles von dem, was die SPD Mayen vor fast einem Jahr befürchtet hatte. So wurde mittlerweile die Küche in Mayen geschlossen; selbst betriebsbedingte Kündigungen sollen erfolgt sein.

Auch die Personalabteilung, Lager und die IT sind verlagert worden. Wenn jetzt auch noch das Labor in seiner bisherigen Form verloren geht, ist das aus Sicht der Genossen ein fataler Einschnitt. Der Verlust wird vermutlich unmittelbaren Einfluss auf das Betriebsergebnis haben.

„Wenn ein Krankenhaus nicht mehr über ein voll ausgestattetes Labor verfügt, zum Beispiel für die Blutgruppen-Bestimmung, werden bestimmte Patienten, insbesondere Notfälle, erst gar nicht mehr dorthin gebracht,“ erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzenden Helmut Sondermann. „Solche Entscheidungen bringen vielleicht kurzfristig Einsparungen, wirken aber langfristig negativ für die betroffene Einrichtung.“

„Unser Eindruck ist, dass geplante Sparbemühungen umgehend umgesetzt werden, während angekündigte Investitionen ausbleiben,“ ergänzt der SPD-Stadtrat Rolf Schäfer. „Seit Jahren soll die Palliativ-Station ausgebaut werden. Jetzt wurde wieder einmal verkündet, dass es demnächst losgeht.“

Der lange angekündigte Herzkatheter-Messplatz sei nach wie vor nicht Realität, obwohl die Geräte dafür bereits beschafft und eingelagert seien.

Stattdessen sei zu hören, dass Oberarzt- und Assistenzarzt-Stellen gegen den Willen der Chefärzte gestrichen würden, obwohl das Arbeitsaufkommen ohnehin schon hoch sei. Auslaufende Verträge würden nicht verlängert. Auch das Pflegepersonal beklage eine enorme Belastung. Gerüchteweise habe einer der leitenden Ärzte sogar einen Auflösungsvertrag vorgelegt bekommen.

Eines ist den Genossen wichtig, wie Helmut Sondermann betont, selbst Allgemein-Mediziner mit einer Praxis in Mayen: „Im Mayener Krankenhaus wird nach wie vor eine hervorragende ärztliche und pflegerische Leistung durch engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbracht. Aber wir befürchten Rückschritte, wenn die Einsparungen weiter gehen. Unser Eindruck ist, dass am Mayener Krankenhaus gespart wird, damit sich das Gemeinschaftsklinikum für den Konkurrenzkampf in Koblenz besser stellen kann. Wir fordern die Verantwortlichen in Kreistag und Kreisverwaltung auf, für das Mayener Krankenhaus zu kämpfen.“

Das St. Elisabeth Krankenhaus ist die einzige Einrichtung im Klinikverbund auf dem Gebiet des Kreises Mayen-Koblenz. Der Landkreis habe daher nach Meinung der Mayener SPD für das ehemalige Kreiskrankenhaus eine besondere Verantwortung. „Uns geht es um eine weiterhin hervorragende Versorgung der Menschen in unserer Region, über die reine Grundversorgung hinaus,“ formuliert Dirk Meid die Forderung der Mayener SPD. „Daher sagen wir: Hände weg vom Mayener Krankenhaus.“

Pressemitteilung

der SPD Mayen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Anzeige KW 14
Imageanzeige - Ostern
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
20

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
fit für`s Alter?
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
Titelanzeige
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Personalreferent/in