Bahnhöfe Ahrweiler Markt und Rech im Blickpunkt
Haltepunkt Ahrweiler Markt wird nach 2019 barrierefrei ausgebaut
Rech: Ortsbürgermeister Dieter Kutscher beklagt mangelnde Auskunft zu Bahnsteigumbau und Fußgängerbrücke
Rech/Ahrweiler. Während die von Landrat und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) eigentlich für diesen Herbst angekündigte Bahnsteigerhöhung in Rech sich weiter verzögert, soll der DB-Halterpunkt Ahrweiler Markt barrierefrei ausgebaut werden.
Dies bestätigte jetzt der SPNV Nord auf neuerliche Anfrage von „Blick aktuell“. „Nach Erhöhung der Bahnsteigkantenhöhe auf 55 Zentimeter wird dieser in Kombination mit der fahrzeugseitigen Einstiegshilfe der VAREO-LINT barrierefrei erreichbar sein“, so der SPNV Nord nach vorausgegangenen internen Abstimmungen. Allerdings ist dort, zumindest nach derzeitigem Stand, mit einem Baubeginn erst nach 2019 zu rechnen.
Und der SPNV Nord weiter: „Im Rahmen der jährlichen Abstimmungsrunde zu Bahnhofsthemen mit Deutsche Bahn (DB) Station & Service und dem Land Rheinland-Pfalz wurden bereits im Frühjahr 2015 Lösungsmöglichkeiten für den Haltepunkt Ahrweiler Markt diskutiert, die in Form eines Provisoriums - analog zum Haltepunkt Rech - eine schnelle Realisierung ermöglichen sollte.
Zwischenzeitlich hatte sich jedoch ergeben, dass eine Maßnahme wie in Rech aufgrund des erheblichen Unterschieds zwischen bestehender und angestrebter Bahnsteighöhe genehmigungsrechtlich kaum möglich ist. Auch die Tatsache, dass in Ahrweiler Markt zwei Bahnsteige modernisiert werden müssen, spricht für die Notwendigkeit eines umfangreichen Genehmigungsverfahrens für eine bauliche Lösung. Aus diesem Grund soll voraussichtlich für Ahrweiler Markt im Zeitraum nach 2019 die grundlegende Modernisierung der Station in Angriff genommen werden. Zwischenzeitig wird auch hier DB Netz versuchen, die Lage des Gleisbettes zu korrigieren, um so den Niveauunterschied zwischen dem bestehenden Bahnsteig und der Schienenoberkante zu verringern.“
Rech: Unverständnis beim Ortsbürgermeister
Für den Haltepunkt Rech, so der SPNV weiter, werde ein Absenken der Gleise als geringfügige Verbesserung der Situation im Herbst/Winter 2016 vorgenommen. Hier seien jedoch Grenzen gesetzt, sodass dennoch kurzfristig verschiedene Varianten für eine Bahnsteigerhöhung geprüft werden müssen. Der Zeitplan hänge von der gewählten Lösung ab. All dies verursacht beim Recher Ortsbürgermeister, Dieter Kutscher, zunehmendes Unverständnis. Die Gleise müssten bei einer Anpassung nach Dieter Kutschers Meinung rund 30 Zentimeter tiefer gelegt werden. Da nur wenig weiter - in Richtung Dernau - das Brückenbauwerk über die Bundesstraße die Höhe des Gleiskörpers vorgibt, hält er das Vorhaben in dieser Form für nicht realisierbar. Dieter Kutscher beklagt zudem, dass er weder von DB, SPNV Nord oder dem Landrat über die bisherigen und aktuellen Planungen eingebunden worden sei. Auch mit der Fußgänger- und Fahrradbrücke am Bahnhof Rech gehe es nicht voran. Informationen des Planungsbüros zu den monatelangen Verzögerungen habe er jedoch nicht erhalten. „Nach derzeitigem Kenntnisstand wird der Einhub Mitte bis Ende Februar 2017 vollzogen“, teilte die Bauabteilung der Verbandsgemeinde Altenahr jetzt auf Anfrage von „Blick aktuell“ mit.
