Politik | 06.03.2017

Erneuerung der L 82 bei Bell

Hat der LBM die Ortsdurchfahrt vergessen?

Ortsbürgermeister Bernd Merkler: „Hier herrschen nachkriegsähnliche Zustände“

Auch der notdürftig „geflickte“ Abschnitt der L 82 am Friedhofseingang reißt nach kurzer Zeit wieder auf und die herausgebrochene Füllmasse verschmutzt die Straße und den Bürgersteig immer wieder aufs Neue. FRE

Bell. Bereits seit 2015 kämpft der Ortsbürgermeister von Bell, Bernd Merkler gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz für die Instandsetzung der im Bereich der Ortsdurchfahrt Bell vollkommen desolaten Landesstraße 82. In der Beller Gemeinderatssitzung am 21. November 2016 stellte die CDU-Fraktion einen Antrag auf Instandsetzung der L 82 in der Ortslage Bell sowie vom Ortsausgang bis zur A 61. Daraufhin fasste der Rat einstimmig den Beschluss, diesen Antrag bei der Straßenverwaltung einzureichen. Inzwischen gab der Landesbetrieb Mobilität -LBM- Cochem zwar bekannt, dass die L 82 in diesem und im kommenden Jahr erneuert werden soll, jedoch wurde Anfang und Ende der Ausbaustrecke nicht fixiert. In einer entsprechenden telefonischen Anfrage wurde Bauamtsleiter Leo Oster (VG-Verwaltung Mendig) seitens des LBM bestätigt, dass mit dem Ausbau der L 82 außerhalb der Ortslage Bell in Richtung Wehr im Jahre 2017 zu rechnen sei. Dieser Ausbau soll nach Auskunft des LBM auch eine Verbesserung des Knotenpunktes L 82/Kreisstraße Richtung Maria Laach beinhalten. Leider wurde dem Bauamtsleiter seitens des LBM bestätigt, dass derzeit noch keine Planung zum Ausbau der L 82 in der Ortslage Bell bestehe. „Dass die Ortsdurchfahrt Bell vom LBM nicht in einem mit geplant wird, ist bei der inzwischen fast durchgängig stark beschädigten Landesstraße für mich absolut nicht mehr nachvollziehbar“, so Ortsbürgermeister Bernd Merkler im Gespräch mit „Blick aktuell“. Bei einem Ortstermin wies Merkler u.a. auf den Straßenabschnitt am Friedhofseingang hin, der - ebenso wie an vielen weiteren Stellen - notdürftig „geflickt“ wurde. Hierzu sagte er: „Es dauert keinen halben Tag, bis durch die darüber fahrenden LKW alles wieder aufgerissen wird und der Zustand des Straßenabschnitts mitunter noch verschlimmert wird. Dass die Anwohner ganz besonders verärgert sind, da das herausgerissene Füllmaterial nicht nur die Fahrbahn und die Bürgersteige stark verschmutzt, sondern -insbesondere bei Regen- von den durchfahrenden Lkw und Pkw gegen die Häuser geschleudert wird, kann ich sehr gut verstehen!“ Auch der Zustand im Kreuzungsbereich an der L 82 / L 120 ist für die Anwohner ebenso wie für die Autofahrer und nicht zuletzt die Fußgänger, welche diesen Bereich passieren müssen, eine Zumutung. Der Grund ist ein tiefer Riss und ein Loch in der Straße, die bei Regen sehr schnell volllaufen. Dies hat zur Folge, dass die Fußgänger auf den Bürgersteigen von den vorbeifahrenden Autos unfreiwillig „geduscht“ werden. Ortsbürgermeister Bernd Merkler und die Beller Bürger hoffen immer noch, dass es sich bei der Entscheidung des LBM um einen Irrtum handelt, der kurzfristig korrigiert werden kann. FRE

Hat der LBM die Ortsdurchfahrt vergessen?

Auch der notdürftig „geflickte“ Abschnitt der L 82 am Friedhofseingang reißt nach kurzer Zeit wieder auf und die herausgebrochene Füllmasse verschmutzt die Straße und den Bürgersteig immer wieder aufs Neue.Fotos: FRE

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