Politik | 16.12.2014

Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal e.V.

Hintergründe zum Thema Autobahnvollanschluss Miel

Swisttal. Der Oberdreeser Ortsvorsteher, Herr Brozio, fordert eine Entlastung der Ortsdurchfahrt vom Schwerlastverkehr. Die Stadt Rheinbach wünscht eine Entlastung der Ortsumgehung, die Stadt Euskirchen und der Ort Kuchenheim stellen gleichlautende Forderungen. Dieses Verkehrsaufkommen soll nun auf den Autobahnvollanschluss in Miel geführt werden.

Die Entfernungen der beiden Straßen B56n und A61 zum Ort unterscheiden sich kaum. Aus diesem Grund sollten Vergleiche erlaubt sein. Die Auswirkungen der geplanten Straße kann man mit völlig bedenkenlos, leise, fast lautlos, ruhig, gedämmt oder aber mit krank machendem Lärm und extrem hohen Abgasbelastungen beschreiben. Da die Straße noch nicht vorhanden ist und keiner in die Zukunftsglaskugel schauen kann, lassen sich die Auswirkungen so oder so beschreiben, je nachdem welche Interessen sich hinter der Darstellung verbergen.

Lärmmessungen aus der Luft belegen eindeutig, dass Miel von einem krankmachenden Lärmpegel umgeben ist. Nach Auffassung von Straßen.NRW ist der Ort Miel „lärmvermüllt“. Aus diesem Grund spielte auch der Lärm eines von der CDU geplanten Autohofes keine Rolle.

Jeder, der, vom Autonavigationssystem (Navi) geleitet, die alternative Route in Richtung Düren fährt, wird feststellen, dass die B56 als Schnellstraße autobahnähnlich ausgebaut und dem regionalen und überregionalen Verkehr gewidmet ist. Aus den Beneluxländern kommender Schwerlastverkehr wird sich nach dem Bau der Ortsumgehung Miel in Richtung A61 oder den Bonner Raum bis zur A3 bewegen.

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal wird allen interessierten Bürgern diese Straße in ihrer Gesamtheit vorstellen, damit jeder erkennen kann, was zukünftig auf den Ort zukommt. Fest steht: Die neue Straße bringt ein erheblich höheres Verkehrsaufkommen mit sich, insbesondere aber mehr Lkw-Verkehr. Der Lärm eines 4 Meter hohen Lkw lässt sich durch ein „Lärmwändchen“ von 1 Meter Höhe kaum merklich mindern. Gefordert ist eine Höhe von mindestens 4,50 Metern. Das Einhalten dieser Grundsätze können wir nirgendwo erkennen. Behauptet wird von der CDU, der Straßenbau erfolge in Tieflage. Die Straße verschwinde im Untergrund von Miel und sei kaum noch wahrnehmbar. Hier hat die Bürgerinitiative erhebliche Bedenken und aus diesem den Landesbetrieb Straßen.NRW in Euskirchen angeschrieben, ganz konkret nachgefragt und um Akteneinsicht gebeten. Dort wurde der BI kürzlich mitgeteilt, der Trassenverlauf solle ebenerdig erfolgen; eine Absenkung sei nur im Bereich der erforderlichen Unterführung vorgesehen.

Ein besonders schwerwiegendes Problem tritt durch die Planung eines „Sackgassendorfes“ auf. Mit dieser Planung wird die bestehende gute Infrastruktur des Dorfes für alle Zeiten zerstört. Den Betrieben Bäckerei, Gastronomie, Obst und Gemüsehandel wird die Existenzgrundlage entzogen. Es ist der Bürgerinitiative vollkommen unverständlich, warum man nicht dem Beispiel anderer Ortsumgehungen wie z.B. Lüftelberg folgt. Eine eingeschränkte Durchfahrt würde vollkommen reichen. Von der Sackgassenvariante profitiert nur Straßen.NRW, das sich zukünftig die Unterhaltung von einem guten Kilometer Bundesstraße nachhaltig spart.

Die Probleme bei besonderen Verkehrslagen oder der Ausbau der A61 wurden bisher überhaupt noch nicht angesprochen. Bisher wurde noch kein Problem gelöst. Aus diesem Grund wird die BI, ähnlich der Befragung zum Thema Lebensmittelmarkt, alle Bürger bitten, ihr Votum zu den zukünftigen Plänen abzugeben. Es gibt noch viel zu tun.

Pressemitteilung

der Bürgerinitiative

Lebenswertes Swisttal e.V.

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Kommentare
23.12.201413:44 Uhr
Arnold Pfeifer

Unglaublich diese unsachliche, polemische, einseitige und von eigenen Interesse getragene Darstellung. Soll denn der Verkehr zukünftig weiter durch das Dorf fahren und alle krank machen? Laut BI schon! Die BAB gleich weit weg wie die geplante Ortsumgehung? Da braucht man schon einen besonderen Knick in der Optik um zu diesem Ergebnis zu kommen! Drei Gewerbe, die nicht zwangsläufig leiden, gegen ca. 400 Haushalte aufzurechnen, zeigt den Eigennutz einer weniger dieser Bürgerinitative, die offensichtlich keine ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es einen Ratsbeschluss, getragen von allen Parteien. Sie haben sich für die Ortsumgehung ausgesprochen. Die seit ca. 2 Jahren toten Planungen "Autohof" herauszuholen zeugt davon welches Geistes Kind der Verfasser ist. Will man nur Angst schüren? Strassen NRW und alle pol. Partei haben schon immer gesagt, dass die Ortsumgehung ebenerdig geführt wird und nur im Bereich der A61 tiefergelegt wird. Es wird Zeit an alle zu denken!

20.12.201413:19 Uhr
JanoschP

"Aus diesem Grund spielte auch der Lärm eines von der CDU geplanten Autohofes keine Rolle." :-) sowas albernes, immerwieder diesen Autohof zu erwähnen, der schon lange aus jeglicher Planung genommen wurde. Das zeigt nur wieder mit welchen Mitteln hier versucht wird die Bürger zu beeinflußen für das Interesse Einzelner. Diese BI ist eine Farce.

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