Bürgermeisterkandidat Scheuer fordert klare Prioritäten für Heimersheim
Hochwasserschutz ohne Verzögerung
Heimersheim. Im Rahmen seines sechsten Stadtteilrundgangs besuchte Bürgermeisterkandidat Christoph Scheuer den drittgrößten Stadtteil der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Bündnis 90/Die Grünen, darunter Andreas Resch, Direktkandidat zur Landtagswahl, verschaffte er sich ein umfassendes Bild von den lokalen Herausforderungen und Entwicklungsbedarfen.
Zum Auftakt des Rundgangs am Ortseingang an der Kloster-Prüm-Straße stand der weiterhin fehlende Gehweg in Richtung Wiesenweg im Mittelpunkt. Anwohner äußerten deutliche Kritik am Landesbetrieb Mobilität und bemängelten eine einseitige Fokussierung auf den motorisierten Straßenverkehr. An der B266 im Bereich des Anschlusses Heimersheim berichtete Scheuer aus zurückliegenden Haupt- und Finanzausschusssitzungen, dass der LBM weiterhin an einer vierspurigen Ausgestaltung der B266 festhalte. „Ich hatte hier auf einen politischen Richtungswechsel des LBM als ausführende Behörde gehofft, nachdem die CDU das Verkehrsministerium übernommen hat – leider wurde ich enttäuscht", erklärte der Bürgermeisterkandidat und kündigte an, sich weiterhin für die Verkehrskonzepte des Arbeitskreises Fluthilfe einzusetzen.
An der Heppinger Straße diskutierte die Gruppe die aus Sicht vieler Bürger notwendige Installation eines Fluttors zum Schutz vor künftigen Hochwasserereignissen. Scheuer informierte über den aktuellen Stand der Beratungen zur Eingabe des Ortsbeirats Heimersheim in den Haushalt. Demnach stehen Kreis- und Stadtverwaltung im Austausch über die mögliche Kostenübernahme. Zugleich betonte er, dass eine solche Maßnahme keinesfalls zu Nachteilen für die Bevölkerung von Heppingen führen dürfe. Unter den Teilnehmenden wurde die Sorge geäußert, dass sich die Umsetzung durch langwierige Abstimmungsprozesse verzögern könnte.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den bislang nicht realisierten Rückhaltebecken im Bereich Heimersheim. Diese sollen künftig zur Notentwässerung in Richtung der Felder entlang der K44 dienen und so den Hochwasserschutz in Heimersheim deutlich verbessern. Scheuer wies darauf hin, dass die Umsetzung derzeit noch daran scheitere, dass nicht alle erforderlichen Grundstücke von der Verwaltung erworben werden konnten. Gleichzeitig sprach er sich entschieden gegen Pläne für ein Gewerbegebiet zwischen Grehn und Ehlingen aus, die weiterhin von der CDU unterstützt werden.
Der Stadtteilrundgang machte deutlich, dass für eine nachhaltige Entwicklung Heimersheims Wiederaufbau, Hochwasserschutz und verkehrliche Infrastruktur eng miteinander verknüpft betrachtet werden müssen.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen OV
Bad Neuenahr-Ahrweiler
