IHK und Senioren-Union Neuwied im Gespräch zur Innenstadtentwicklung
Neuwied. Die Innenstadt geht alle an! Das dachte sich Reiner Kilgen, der Vorsitzende der Senioren Union des Kreises Neuwied. Aber besonders die Seniorinnen und Senioren sind auf den örtlichen Handel angewiesen. Dieser Gedanke war ausschlaggebend für einen Austausch mit Vertretern der IHK. Und so organisierte Kilgen für die Mitglieder der Senioren Union ein Treffen in der Regionalgeschäftsstelle der IHK Neuwied mit Frederik Fein, dem Regionalberater für die Landkreise Neuwied und Altenkirchen. Gemeinsam mit seinen Kollegen Sven Klein, Referent für Handel und Stadtmarketing und Christian Dübner, Referent für Tourismus, erläuterte er den Aufbau und die Arbeitsweise der IHK, ehe es dann speziell wurde: Wie sieht eine Innenstadt aus, in der sich die Menschen wohlfühlen, gerne einkaufen, wohnen, arbeiten, Urlaub machen und ihre Freizeit verbringen?
Dabei wurde das Projekt der IHK „Heimat Shoppen – Vielfalt in der Region“ in den Fokus gerückt. Diese Aktionstage zeigen, dass eine emotionale Ansprache Besucherinnen und Besucher in die Stadt lockt. Es muss zudem daran gearbeitet werden, lebendige und lebenswerte Erlebnisräume zu schaffen, die die Menschen begeistern: Geschäften mit modernen Konzepten, ansprechende Restaurants, Cafés, Ärzte, Dienstleister, Spielplätze, Banken, Behörden. Dazu ist eine Abstimmung mit allen Akteuren notwendig, denn: Innenstadt geht alle an! Ein Slogan, den Friedhelm Wöckner vom Aktionsforum Deichstadtfreunde, ebenfalls anwesend, nur unterstreichen konnte. Die Seniorinnen und Senioren waren sichtlich beeindruckt von seiner kleinen Ansprache und seinem Engagement für die City. Die Stadt Neuwied steht mit 974,96 Millionen Euro Einzelhandelsumsatz an 4. Stelle und mit einzelhandelsrelevanter Kaufkraft von 1.305,18 Millionen Euro an 3. Stelle der Landkreise in der Region Koblenz gar nicht so schlecht da. Davon konnte auch Oberbürgermeister Jan Einig den Anwesenden berichten. Schließlich hat sich in der Stadtentwicklung in den letzten Jahren so einiges getan und wird auch weitergeführt. Das Deichvorgelände wird hervorragend angenommen. Events wie Street Art und Dino-City lockten Besucher in die Stadt. Der Umbau des Marktplatzes schreitet voran. Die Schlossstraße wird ein neues Gesicht erhalten. Eine engagierte City-Managerin, im Innenstadtlabor anzutreffen, engagiert sich, um ins Gespräch mit den Menschen und ihren Wünschen für eine lebenswerte Stadt zu kommen. Auch auf die Hausbesitzer in der Innenstadt geht sie zu. Ja, bei allem Engagement: Sorgen machen weiterhin die Leerstände. Die Pandemie hat einiges dazu beigetragen und Startups haben es im Bürokratiedschungel sichtlich schwer. Und da bietet die IHK einen besonderen Service an: Dort können Unternehmen anhand individueller Beispiele ihre bürokratischen Belastungen schildern, die dann an die Politik weitergegeben werden. Zudem stehen 50 ehrenamtliche IHK-Lotsen Unternehmen und Unternehmensgründern mit kostenloser, fundierter Beratung zur Seite. Dabei handelt es sich um ehemalige Geschäftsleute und Führungskräfte, die ihr Wissen und ihre Erfahrung gerne an die jüngere Generation weitergeben, ein Beweis dafür, dass Alter nicht gleich altbacken bedeutet.
Pressemitteilung der
Senioren-Union Neuwied
