Politik | 28.01.2021

Erwin Rüddel informierte virtuell zu Themen der Pandemie und des Lockdowns

„Impfung birgt geringeres Risiko, als eine Infektion!“

Kreis Neuwied. „Impfungen“ und „Masken“ sind derzeit herausragende Themen des durch die Corona-Pandemie bedingten Lockdowns. Für Erwin Rüddel, den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten, Vorsitzendes des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag und Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Neuwied Anlass, sich per virtueller Bürgersprechstunde einer Vielzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu stellen.

Dabei wurden nicht nur Fragen zum Fortgang des Lockdowns diskutiert, sondern auch die Entwicklungen der Impfstrategie und die Verfügbarkeit von Impfstoffen. Mit dazu geschaltet waren u.a. der angehende Arzt und Gesundheitsbeauftrage des CDU-Kreisverbandes Dennis Schneider sowie der Altenkirchener Landrat und Arzt Dr. Peter Enders.

Gesundheitspolitiker Rüddel sprach einmal mehr die derzeitige Impfsituation in Rheinland-Pfalz an, wobei er gegenüber der Landesregierung den Vorwurf des Versagens erneuerte: „Ein Bestreben der Mainzer Regierung unter Ministerpräsidentin Dreyer war es, vom letzten auf den ersten Platz der Länder-Impfstatistik vorzupreschen. Das hat zu Planungsfehlern geführt.“

Dabei betonte der Parlamentarier: „Wir müssen uns vor dem Virus schützen. Und der beste Schutz ist das Impfen. Hier gilt Sicherheit vor Schnelligkeit. Dazu gehört auch, dass alle, die einen Ersttermin erhalten haben, im Zeitraum von 28 bis 42 Tagen, auch die Zweitimpfung erhalten müssen.“

Rüddel unterstrich seine Auffassung, dass statt Impfzentren zunächst Pflegeeinrichtungen Vorrang hätten haben sollen, aber: „Bis Karneval werden wir die Menschen in den Pflegeeinrichtungen geimpft haben.“

Eine weitere Erleichterung wird aus Sicht des heimischen Abgeordneten sein, wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht, der auch in den Hausarztpraxen verimpft werden kann. „Schnelltests“, die hoffentlich auch bald für medizinische Laien verfügbar sein werden, war ebenso ein Thema.

CDU-Kreisgesundheitsbeauftragter Dennis Schneider berichtete, dass er selbst geimpft sei und merkte auf Kritik bezüglich der Kürze der Zulassungszeit an: „Trotz Beschleunigung bleiben die Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit der betreffenden Arzneimittel unverändert hoch.“

Die Zeitersparnis komme daher, dass mit der Bewertung von Datenpaketen der nichtklinischen und klinischen Entwicklung eines Impfstoffkandidaten bereits begonnen wurde, bevor alle erforderlichen Daten für einen Zulassungsantrag erhoben und eingereicht wurden. Das sogenannte Rolling-Review-Verfahren wurde so lange fortgesetzt, bis die Daten ausreichende Evidenz lieferten, um einen formalen Zulassungsantrag und eine Nutzen-Risiko-Bewertung zu ermöglichen.

Er wisse zudem von keinem anderen Impfstoff, der mit so viel Probanden erprobt wurde. Generell müsse man sich die Frage stellen: „Welches Risiko ist einem lieber – sich mit Corona zu infizieren oder sich auf eventuell übersichtliche Impf-Nebenwirkungen einzulassen?“

Im Hinblick auf die mit den Corona-Impfungen in Zusammenhang gebrachten Todesfälle müssten Umstände wie Alter oder Vorerkrankung berücksichtigt werden. Positiv stimmten Erfahrungen von aus der Runde geimpften Personen, die keine negativen Impfnachwirkungen erfahren haben.

Intensivmediziner Enders berichtete von eigenen Einsätzen und Erfahrungen als Impfarzt. Er konstatierte: „Zum Impfen muss man wissen, dass es keinen Impfstoff mit generell 100-prozentiger Wirkung gibt.“ So sei das auch bei der Grippeimpfung. „Wenn die Alten- und Pflegheime durchgeimpft sind, kann man den Lockdown lockern“, gab sich der Altenkirchener Landrat zuversichtlich.

Erwin Rüddel teilte dazu mit, dass er sich weder eine Verlängerung noch eine Verschärfung des Lockdowns gewünscht hätte. Doch liege es hier im ganz besonderen Maße am Einzelnen selbst. „Wenn sich die Menschen nicht ausreichend an die vorgegebenen Regeln halten, kommt es leider zu Verlängerungen“, merkte der Gesundheitspolitiker an. Es hänge deshalb nun auch von den Ländern ab, die Einhaltung der geltenden Maßnahmen zu überprüfen. Auch Masken, da ist sich der heimische Abgeordnete sicher, „bleiben präsent und werden noch eine ganz Weile getragen werden müssen“. Positive Nebenwirkung sei der Rückgang respiratorischer Krankheiten.

Die Pro-Kontra-Abwägung zur Corona-Impfung hatte mit „Pro“ einen klar eindeutigen Gewinner. Der christdemokratische Bundestagsabgeordnete dankte erfreut für die offene und engagierte Erörterung zu den relevanten Themenschwerpunkten um Pandemie und Lockdown. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir wieder deutlich mehr Freiheiten haben können, wenn Karneval vorbei ist“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MdB (CDU)

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