Politik | 01.12.2022

Letzte Chancen: Noch sechs Impftage im Dezember

Impfzentrum Niederbieber schließt zum Ende des Jahres

Landrat Achim Hallerbach kritisiert die kurzfristige Entscheidung

Kreis Neuwied. Das Impfzentrum in Niederbieber schließt zum Ende des Jahres seine Pforten. Im Dezember wird es noch sechs Impftage geben, dann wird das Angebot beendet. Der Kreis Neuwied setzt damit eine Entscheidung der Landesregierung um. „Leider ist die Mitteilung aus Mainz wieder einmal äußerst kurzfristig gekommen und hat die zehn betroffenen Mitarbeiter ziemlich kalt erwischt“, kritisiert Landrat Achim Hallerbach.

Zwar sei den Kollegen offiziell nichts versprochen worden, sie hätten sich aber zumindest im Kopf darauf eingestellt, dass ihre Verträge bis zum 31. März verlängert werden. „Für ihre hervorragende Arbeit kann ich den Kollegen nur danken“, sagt er. IZ-Leiterin Sabrina Kahn ergänzt, dass die Mitarbeiter die Öffnungszeiten immer wieder an die Nachfrage angepasst haben, um den Menschen entgegenzukommen. „Sie haben sich alle sehr engagiert, einige von ihnen waren schon beim damaligen Impfzentrum in Oberhonnefeld tätig. Es war und ist ein super Team, bei dem jeder für den anderen da ist und es nie Beschwerden gab, wenn es mal was später wurde“, unterstreicht sie.

Landrat Achim Hallerbach macht in diesem Zusammenhang auch deutlich, dass er grundsätzlich dafür gewesen wäre, den Betrieb des Impfzentrums noch bis Ende März aufrechtzuerhalten. „Nach den Vorerfahrungen war es richtig, auf Nummer sicher zu gehen und ein Angebot zu machen. Jetzt haben wir die ganze Infrastruktur – von der Suche der passenden Immobilie bis zur Anmietung von der Stadt und der Einrichtung der Räumlichkeiten – für gerade einmal vier Monate aufgezogen. Es wäre ein vergleichsweise geringer Aufwand gewesen, es über den Winter, also die gefährlichste Zeit, noch geöffnet zu halten“, findet er. Leider habe sich der Bund für einen Rückzug aus der Finanzierung entschieden.

Hallerbach verschweigt dabei nicht, dass die Nachfrage nur durchschnittlich war. So sind seit Eröffnung 1356 Booster-Impfung gegeben worden. Hinzu kamen Erst- und Zweitimpfungen sowie die Kinderimpfungen.

„Wir haben mittlerweile eine hohe Grundimmunisierung durch Impfungen und Vorinfektionen. Außerdem ist das Virus glücklicherweise ,in die richtige Richtung‘ mutiert und hat deshalb nicht mehr so fatale Auswirkungen“, erklärt der Landrat. Er ist daher sicher, dass die Apotheker und Ärzte die Nachfrage künftig allein werden erfüllen können – auch wenn gerade sie teilweise ihre Patienten ins Impfzentrum geschickt haben, weil sie nicht oder nicht mehr impfen.

Für die letzten sechs Impftagen in Niederbieber beobachtet Leiterin Sabrina Kahn eine steigende Zahl an Registrierungen. Anmeldungen seien aber noch problemlos und kurzfristig möglich. „Bis zu unserer Kapazitätsgrenze ist noch genug Luft“, versichert sie.

Kahn bittet lediglich darum, dass sich die potenziellen Impflinge vor ihrer Registrierung darüber informieren, ob für sie eine StiKo-Empfehlung vorliegt. In diesem Zusammenhang macht sie unter anderem darauf aufmerksam, dass Menschen, die akut infiziert sind oder es erst vor Kurzem waren, nicht für eine Impfung infrage kommen.

Öffnungszeiten im Dezember

Termine für eine Impfung im Impfzentrum im Niederbieberer Hammergraben gibt es unter www.impfen.rlp.de oder unter der Hotline 0800/5758100 (Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 16 Uhr) Das Impfzentrum ist an den folgenden Tagen jeweils von 8 bis 15 Uhr geöffnet:

Freitag, 2. Dezember

Mittwoch, 7. Dezember

Donnerstag, 8. Dezember

Dienstag, 13. Dezember

Mittwoch, 14. Dezember

Montag 19. Dezember

Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Neuwied

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