Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung e.V. (AeB) Remagen
„In acht Minuten am Einsatzort“
Die Remagener Jugendfeuerwehr stellt sich im Jugendraum der Moschee vor
Remagen. „Natürlich kommen wir sofort, wenn es irgendwo in Remagen brennt. Aber die Feuerbekämpfung ist nur eine unserer Aufgaben. Viel häufiger sind wir im Einsatz, wenn ein Unfall passiert und z.B. Menschen aus einem Auto befreit werden müssen. Oder vor ein paar Tagen mussten wir einen Baum entfernen, der quer über der Landstraße lag. Wir machen auch schon einmal die Tür mit der Axt auf, wenn dahinter eine hilflose Person vermutet wird“. Dies sind nur ein paar Auszüge aus dem spannenden Bericht über den Alltag der Remagener Feuerwehr und ihrer Jugendgruppe, den Dieter Ferres und Dirk Schorn zusammen mit weiteren Kameraden des Remagener Stützpunktes im Jugendraum der Remagener DITIB-Moschee hielten.
Auf Einladung des Arbeitskreises für entwicklungspolitische Bildung und des Moscheevereins und im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Remagen waren ein Dutzend Kinder und Jugendliche nebst einigen Eltern gekommen, um sich vor allem über die Möglichkeiten zu informieren, in der Jugendfeuerwehr mitzumachen. So lag denn auch der Schwerpunkt des Berichts der Feuerwehr-Vertreter auf den Aktivitäten der rund 20 Kinder und Jugendlichen, die sich in Remagen bereits in der Jugendfeuerwehr engagieren. Da sind zum Beispiel Kurse in Erster Hilfe und dazu, wie man einen Brand oder Unfall schnell an die richtige Stelle meldet, um kostbare Zeit zu sparen. Die Angehörigen der Jugendfeuerwehr lernen zudem, wie man Feuerlöscher bedient und zu Hause die in Brand geratene Fritteuse löscht.
Spiel und Spaß bei der Jugendfeuerwehr
Aber auch Spiel und Spaß gehört zum Leben der Jugendfeuerwehr. Die zehn bis 16 Jahre alten Mitglieder machen gemeinsame Fahrten, etwa zuletzt nach Österreich oder auf die Nordseeinsel Norderney, man bastelt, es gibt Wettbewerbe und Lagerwochenenden. „Es gibt also hinreichend Grund“, so Dirk Schorn „als Jugendbetreuer, einfach mal bei einem Gruppenabend vorbeizuschauen“. Dabei machte er aber auch deutlich, dass die Jugendgruppe sich keineswegs Gefahren aussetzen dürfe. Einen Brand zu löschen übernehmen die „richtigen“ Feuerwehrleute, d.h., wer mit 16 die Jugendgruppe verlässt und in die aktive freiwillige Feuerwehr Remagen übertritt.
Die Gäste hatten schließlich Gelegenheit, Jugendbetreuerin Christina Reuter in der Feuerwehr-Einsatzkleidung zu bestaunen, „mit der man zwar nicht durchs Feuer gehen sollte, aber doch schon verdammt nahe rangehen kann“ oder Jugendgruppenleiter Maximilian Harst und seinen Vertreter Tim Balas in den entsprechenden Ausstattungen der Jugendfeuerwehr. Im Anschluss an die Präsentation hatten jugendliche und erwachsene Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen. Wie schnell die Feuerwehr zum Einsatzort kommen würde, gehörte dazu wie auch die Frage, was bei zwei gleichzeitig auftretenden Bränden gemacht wird. Hier konnten Dirk Schorn und Dieter Ferres die Gäste beruhigen.
Mit 60 Aktiven könne man zwei Einsätze gleichzeitig fahren und dann kämen ja noch die sechs anderen Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Remagen mit ihren 18 Einsatzfahrzeugen dazu. Wenn es ganz schlimm käme, so würde aus Sinzig, Bad Breisig, Bad Neuenahr oder sogar aus Bonn Hilfe eintreffen. So habe man am Ende auch den langwierigsten Tag bewältigen können, an den sich die Referenten erinnern konnten, nämlich mehr als 180 Einsätze alleine an einem Tag nach den Unwettern am 3. Juli 2010 in Unkelbach. Für Samstag, 1. Juni lud die Jugendfeuerwehr die anwesenden Kinder und Jugendlichen zu einer Besichtigung von Feuerwehrhaus und Gerätschaft ein.
Das Treffen findet um 15 Uhr statt und auch Kinder und Jugendliche, die nicht an der Veranstaltung teilgenommen haben, seien herzlich willkommen, wie seitens des Arbeitskreises Münteha Bulut und Frank Bliss nach ihrem Lob an alle Beteiligten, insbesondere auch Gastgeber Hodscha Mevlüt Kaynak von der Remagener Moschee, ausdrücklich betonten.
Pressemitteilung
Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung e.V., Remagen
