KlimaPaten in der Region Rhein-Voreifel trafen sich
In lockerer Runde Erfahrungen ausgetauscht
Region. Treffpunkt der KlimaPaten war dieses Mal das Unternehmen Elektro-Schulz im Heimerzheimer Gewerbegebiet. Inhaber Norman Wilke begrüßte die anwesenden Mitglieder des KlimaPaten-Netzwerkes, darunter den Initiator und Moderator der Veranstaltung, Prof. Hermann Schlagheck, Vorsitzender der Rhein-Voreifel-Projektgruppe „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Klimaschutz“. Nach Einführung in das erste Thema des Abends, „Photovoltaik (PV) - Perspektiven der Sonnen-Stromproduktion für die eigene Nutzung“ durch Norman Wilke, entwickelte sich eine intensive Diskussion über die zukünftigen Möglichkeiten der Stromspeicherung, um auch dann, wenn die Sonne nicht scheint (vor allem nachts), von der Eigenstromproduktion profitieren zu können. Mit Stromspeicher kann auch zum besseren Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage im Stromnetz beigetragen werden. Eine PV-Anlage lohnt sich auch bei heutiger niedriger Einspeisevergütung, wenn von dem erzeugten Strom möglichst viel vor Ort (Unternehmen, Haushalt) selbst verbraucht wird und Strom aus dem Netz ersetzt werden kann. Zu hohen Anteilen gelingt dies jedoch nur mit Speicherkapazitäten, die momentan noch vergleichsweise teuer sind. Mit zunehmender Nachfrage dürften sie deutlich preiswerter werden.
In das nächste Thema des Abends führte Claus Baumeister aus Wachtberg ein, der in den von ihm verantworteten Gebäuden von Anfang an die „Gebäudeautomation für mehr Energieeffizienz und Einbruchsicherung“ nutzt. Diese Herausforderung beschäftigt heute viele Eigenheimbesitzer und Unternehmer. Die einen halten jedoch die Nutzung der Möglichkeiten (noch) für zu kompliziert und teuer, die anderen für nicht erforderlich oder in Altbauten für nicht machbar. Entsprechend kontrovers war auch die Diskussion unter den KlimaPaten, jedoch mit der Tendenz, unbedingt noch mehr über die praktischen Möglichkeiten der Gebäudeautomation zu erfahren. Diesem Wunsch soll durch ein weiteres Treffen bei Claus Baumeister entsprochen werden, der dabei eingehender, als es in einem Kurzvortrag möglich ist, die Gebäudeautomation vor Ort erläutern wird.
Auch das dritte Thema des Abends war sehr aktuell: Mit Kleinwindanlagen Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen und somit zu einem Ausgleich von Zeiten zu kommen, in denen die Sonne nicht scheint, es aber windig ist. KlimaPate Wenzel Gehlen aus dem Weiler Hohn in Swisttal berichtete über seine „Pläne und Erlebnisse auf dem Weg zur Errichtung einer Kleinwindanlage“. Dabei wurde deutlich, dass jeder, der sich auf diesen Weg begibt, ziemlich hohe Hürden zu überwinden hat. Allein die Abstimmung mit den zuständigen Behörden sei für eine circa 30 m hohe Anlage eine zeitaufwändige und mitunter nervenaufreibende Geschichte. Beim nächsten Treffen wird Wenzel Gehlen berichten, inwieweit er der Verwirklichung seiner Pläne näher gekommen ist.
In lockerer Runde wurde sehr angeregt weiterdiskutiert über die dargestellten, aber auch über andere aktuelle energiepolitische Themen.
KlimaPaten-Netzwerk - Interessierte sind willkommen
Die seit 2007 existierende Rhein-Voreifel Projektgruppe „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Klimaschutz“ baut seit 2011, neben anderen Aktivitäten, auch ein KlimaPaten-Netzwerk auf. KlimaPaten sind Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem Unternehmen und/oder privat Erneuerbare Energien nutzen und zugleich in vielfältiger Weise technische Lösungen einsetzen, um mit möglichst wenig Energie auszukommen (Energieeffizienz). Inzwischen haben sich in diesem regionalen Netzwerk über 100 KlimaPaten zusammengefunden, um durch CO2-Einsparung dem Klimaschutz zu dienen. In unregelmäßigen Abständen trifft man sich zum Erfahrungsaustausch, um sich über Neuerungen zu informieren und für eine wirkliche Energiewende zu werben.
Wer KlimaPate werden möchte, meldet sich bitte per Email: Klimapaten@swisttal.de.
Projektgruppe „Erneuerbare
Energien, Energieeffizienz,
Klimaschutz“
