Wirtschaftsförderer Robin Denstorff verlässt Rheinbach
In sieben erfolgreichen Jahren hat Denstorff einiges bewegt
Aus Verlustbringer WFEG eine wirtschaftlich erfolgreiche Institution gemacht - Namhafte Unternehmen in Rheinbach angesiedelt
Rheinbach. Nach sieben Jahren in Rheinbach wird Robin Denstorff die Glasstadt verlassen, um ab dem 1. Juni die neugeschaffene Stelle des Referatsleiters für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung bei der kreisfreien Großstadt Remscheid mit ihren 110.000 Einwohnern anzutreten.
Als Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Infrastruktur, Bauen und Wirtschaftsförderung sowie zugleich Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (WFEG) hatte Denstorff in den vergangenen Jahren einiges in Rheinbach bewegt. So gelang es dem 36-jährigen Bauassessor und Diplomingenieur, die WFEG von einem hochverschuldeten Verlustbringer zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Institution zu machen, die mit ihren jährlichen Überschüssen den Stadthaushalt regelmäßig unterstützt. Maßgeblich auf sein Konto gehen auch eine Reihe von bedeutenden Unternehmensansiedlungen im Gewerbepark Nord 2, wie etwa die der DSG-Canusa und von Profi-Parts. Eine weitere sehr große Unternehmensansiedlung sei schon sehr weit gediehen, die wolle er bis zum Ende seiner Amtszeit in Rheinbach noch unter Dach und Fach bringen, erklärte Denstorff gegenüber dem BLICK aktuell.
Konzepte entscheidungsreif übergeben
Er gehe jedenfalls mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus Rheinbach fort, „und das ist keine Floskel, sondern ernst gemeint“, betonte er. Er habe seine Arbeit für Rheinbach weniger als Beruf, sondern eher als Berufung gesehen und viel Herzblut hineingesteckt. „Mein Herz hängt auch weiterhin an Rheinbach und an den vielen netten Menschen, die ich hier kennengelernt habe.“ Deshalb werde er auch alles daran setzen, die bereits begonnenen großen Konzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln und entscheidungsreif zu übergeben. So sei das Gewerbeflächenkonzept schon sehr weit gediehen, und auch der Bebauungsplan für die Windenergie-Konzentrationszone in der Nähe des Campus Klein-Altendorf stehe vor dem Abschluss. „Ich will dafür sorgen, dass beides in den richtigen Bahnen laufen wird“, versprach er.
In Remscheid tritt Denstorff übrigens, wie zuvor schon in Rheinbach, die Nachfolge von Sigrid Burkhart an, die zum 1. April als Technische Beigeordnete nach Kaarst wechselt.
„Ein bemerkenswerter Zufall, aber nicht mehr; vor allem hat es keine gezielte Abwerbung aus Remscheid gegeben“, stellt Denstorff klar. Vielmehr sei die Stelle einfach maßgeschneidert für ihn gewesen, und die neue Herausforderung habe ihn gereizt. Stadtentwicklung sei schließlich ein Bereich, in dem man die Perspektive einer Stadt langfristig mitentwickeln könne.
Projekte haben sich gut entwickelt
So sei sein erstes Projekt in Rheinbach sei die Entwicklung des Baugebietes „Brückenacker“ in Wormersdorf gewesen, das mittlerweile schon fast komplett bebaut sei. „Es ist schon erfreulich, wenn man mitbekomme, wie sich so etwas entwickelt“, sagt er. Auch die Ansiedlung des Drogeriemarktes Rossmann im ehemaligen Nelles-Gebäude in der Innenstadt sei nur deshalb gelungen, weil man konsequent am städtischen Einzelhandelskonzept festgehalten habe, das er maßgeblich mitentwickelt habe, war er überzeugt.
Er wünsche jedenfalls Rheinbach weiterhin ein gutes Händchen bei der Stadtentwicklung und viel Erfolg bei der Ansiedlung weiterer Unternehmen.
