FWG und SPD Weißenthurm beim Spielraumplaner der Stadt Neuwied
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Weißenthurm/Neuwied. Der Spielplatz im Kuno-von-Falkensteinpark in Weißenthurm soll umgestaltet werden. Während die CDU eine parteipolitisch geprägte „Bürgerbeteiligung“ veranstaltete, war die Idee der FWG, sich dort zu informieren, wo es bereits erfolgreiche Konzepte zur Spielflächengestaltung gibt. Eine Anfrage an die Stadt Neuwied beantwortete Oberbürgermeister Jan Einig umgehend mit einer Einladung zu einem Treffen mit dem Leiter des Amtes für Jugend und Soziales Wolfgang Hartmann und seinem Spielraumplaner Harald Schwer. Und so machten sich Vertreter von FWG und SPD Weißenthurm auf, um das Spielflächenkonzept der Stadt Neuwied kennenzulernen. Harald Schwer erläuterte voller Enthusiasmus und mit viel Herzblut die Herangehensweise der Stadt Neuwied zur Spielflächenbedarfsplanung und zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Spielraumgestaltung. So berichtete er, dass in den Anfangsjahren seiner Tätigkeit zunächst alle vorhandenen und geplanten Spielplätze von Neuwied akribisch erfasst und entsprechend ihrer Größe, ihres Einzugsgebietes und der angesprochenen Zielgruppe bewertet wurden. So konnten durch den gezielten Ausbau einzelner Spielflächen zu übergeordneten Standorttyp A-Spielplätzen bei einem verbesserten Angebot sogar elf Spielplätze, die nicht mehr gebraucht wurden, rückgebaut werden. Besonders hervorzuheben ist die enge Verzahnung der Kommunalen Jugendarbeit mit dem Bauamt und der Beteiligung bei der Erstellung von Bebauungsplänen.
Anschließend vermittelte Harald Schwer noch einen plastischen Eindruck, wie Kinder und Jugendliche für die Mitgestaltung von Spielflächen gewonnen werden können. Nachdem die Haushaltsmittel feststehen, errichten Mitarbeiter am Ort der Maßnahme ein Planungszelt und laden alle Kinder und Jugendlichen im Einzugsgebiet zu einer Planungswerkstatt ein. Den durchdachten Werbeaktionen ist zu verdanken, dass in der Regel mehr als 30 Kinder und Jugendliche daran teilnehmen. Jede auch noch so verrückte Idee wird ernstgenommen und fließt in ein Planungskonzept ein, dass dann noch einmal den Ideengebern vorgestellt wird. Erst wenn diese zufrieden sind, wird die Maßnahme umgesetzt. So entstehen Spielflächen, die bedarfsgerecht aber voller Phantasie umgesetzt werden. Besonders gelungene Beispiele wurden im Anschluss noch vor Ort vorgestellt. So konnte sich die Abordnung aus Weißenthurm trotz Regen einen lebhaften Eindruck vom Spielplatz in der Germaniastraße und den Goetheanlagen verschaffen. Deren Gestaltung ragt besonders heraus, da sie nicht nur Kinder zum Spielen sondern generationenübergreifend alle zum Verweilen einladen.
Zwei wichtige Erkenntnisse konnte die Abordnung von SPD und FWG an diesem Abend mitnehmen: 1. Das Spielflächenkonzept der Stadt Weißenthurm gehört insgesamt auf den Prüfstand. 2. Der sogenannte Spielplatz im Kuno-von-Falkenstein-Park muss zwar dringend überarbeitet werden. Die in den Haushalt 2018 eingestellte Summe von 25.000 Euro reicht aber allenfalls für einen untergeordneten Standort als Kleinkindspielplatz. Dem Potential der gesamten Anlage wird man damit in keiner Weise gerecht. Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung waren sich einig, dass der Park in seiner Gesamtheit als Begegnungsstätte für alle Generationen ausgebaut werden muss. Und das nicht erst, wenn die Stadtkernsanierung II abgeschlossen ist.
Pressemitteilung
FWG und SPD Weißenthurm
Die Abordnung aus Weißenthurm besichtigte zusammen mit Spielraumplaner Harald Schwer (re.) den Spielplatz in der Germaniastraße.
