Politik | 18.12.2023

Informationsbündnis Wiederaufbau macht Drehschluss

Informationsprojekt endete zum Jahreswechsel

Kreis Ahrweiler. Nach der Flut ist unter dem Motto „Wir sind dAHR“ ein gemeinsamer Kanal öffentlicher Stellen wie Verwaltung, Hilfsorganisationen und Kammern entstanden. Hier werden seit April 2022 gesicherte Informationen über den Wiederaufbau gebündelt herausgegeben.

Betroffene können online ihre Fragen stellen und Anliegen werden von den jeweils zuständigen Stellen direkt beantwortet. Nun macht das Projekt Drehschluss: Auf dem Kanal werden keine neuen Informationen veröffentlicht, die vorhandenen Videos bleiben allerdings erhalten.

Nach der Flut war es im Wiederaufbau für Betroffene oft eine Herausforderung, den richtigen Ansprechpartner für ihre Fragen und Bedarfe zu finden. Um dies zu ändern, schlossen sich auf Initiative des Helfer-Stabs im November 2021 die ersten Mitglieder zum Informationsbündnis Wiederaufbau zusammen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten, neben dem Helfer-Stab, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion RLP (ADD), die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), die

Handwerkskammer Koblenz und die Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Im Laufe des Projekts kamen dann noch weitere Mitglieder aus verschiedenen Bereichen hinzu, darunter das Bündnis Aktion Deutschland hilft und die Industrie- und Handelskammer Koblenz. Insgesamt haben über 20 Stellen Informationen auf dem Kanal zur Verfügung gestellt.

Nun macht das Projekt nach über 200 Videos Drehschluss, es werden keine neuen Inhalte mehr für die Kanäle produziert. Nach zwei Jahren intensiver Informationsvermittlung und Beratung wurde mittlerweile über alle bestehenden Hilfsangebote der Mitglieder im Wiederaufbau informiert. Das sind gute Nachrichten: Das Informationsbündnis hat seine Aufgabe erfüllt und kann nun zum Ende des Jahres beendet werden. Über 200.000 Menschen haben die Inhalte des Kanals gesehen, der überwiegende Teil des Publikums kam aus dem Ahrtal.

„Es war wichtig, das Informationsbündnis Wiederaufbau im Ahrtal zu etablieren. Es hat dafür gesorgt, dass nach der Flutkatastrophe im Ahrtal nicht einfach ungefiltert kursierende Gerüchte von den Menschen aufgenommen werden, sondern dass eine geordnete Informationsversorgung da war. Wir haben sehr zielführend mit dem Helfer-Stab zusammengearbeitet!“, sagt Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz.

Das Informationsbündnis Wiederaufbau hat während seines Bestehens diverse Informationsmöglichkeiten geschaffen. Während nach der Gründung im November 2021 der Austausch unter den Mitgliedern im Vordergrund stand, kamen ab April 2022 die Kanäle „Wir sind dAHR“ auf Facebook, Instagram und Twitter, später auch YouTube, als gemeinsames Projekt des Bündnisses hinzu.

„Insgesamt haben wir als Förderbank 50 Videos gedreht, konnten betroffenen Menschen so ein Informationsangebot unterbreiten und Hilfestellung leisten bei Themen zur Antragstellung. Die Videos wurden zumeist direkt vor Ort im Ahrtal gedreht“, sagte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB. Die Förderbank habe die Kanäle des Informationsbündnisses Wiederaufbau zur gezielten und aktuellen Kommunikation genutzt.

Doch es wurde nicht nur auf sozialen Medien im Verbund kommuniziert, auch die gemeinsame Broschüre „Hilfsangebote im Wiederaufbau“ entstand im Rahmen des Projekts und knapp 8.000 Exemplare wurde von der Aufsuchenden Hilfe an betroffene Haushalte verteilt. Auch Informationsveranstaltungen in verschiedenen Gemeinden entlang der Ahr waren Teil des Informationsangebots des Bündnisses.

Joachim Rind, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz erklärt: „Mit dem Informationsbündnis „Wir sind dAHR“ ist es gelungen, die entscheidenden Akteure zu vernetzen und niederschwellig wichtige Informationen für die Betroffenen der Flutkatastrophe auf vielen Kanälen anzubieten. Wir können es auch weiterhin nur gemeinsam schaffen, die komplexe Aufgabe des hochwassergeschützten Wiederaufbaus hin zu mehr Resilienz im Ahrtal in einem nachhaltigen Gesamtkonzept zu lösen.“ Für alle, die weiterhin einen Informationsbedarf haben, stehen die Videos auf Facebook, YouTube und Instagram auch weiterhin zur Verfügung. Für individuelle Anliegen können weiterhin die InfoPoints aufgesucht werden.

Pressemitteilung

Helfer-Stab gGmbH

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