Politik | 22.09.2020

Leserbrief: Über die wachsende Bedeutung von Kommunalpolitik in der heutigen Zeit

Innere Stärkung – Offenheit nach Außen

Gestaltung des kommunalen Bereiches ist wichtig, um dem Einzelnen Halt zu geben

Menschen hatten von jeher die Sehnsucht nach Orientierung als Kompass durch die jeweilige Zeit. Orientierung hat eine haltgebende Funktion. Gerade in unserer heutigen turbulenten Zeit ist Halt für die Menschen besonders wichtig.

Der private Bereich ist solch ein haltgebender Ort, auch die Wohnung oder das Haus, wo man lebt. Hinzu kommt das unmittelbare Umfeld der Wohnung oder des Hauses. Es ist gut zu wissen, beim Ankommen in seinem Dorf oder seinem Stadtteil eine gute Atmosphäre zu spüren mit dem Gefühl des Dazugehörens. Bei der Gestaltung dieses nahen Umfeldes ist die gemeinsame Arbeit von Kommunalpolitik und Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Stärkung des inneren Bereichs.

Dieser innere Lebensbereich darf aber keineswegs ein Ort der Abschottung oder der Ausschließlichkeit sein. So verlassen viele unserer Kinder das Haus und gehen in die Welt hinaus, doch ist ihnen die Gewissheit wichtig, dass Zuhause ein sicherer Ort ist, wohin sie jederzeit zurückkehren können. Das Zuhause ist dann das Sicherheitsnetz auf ihrem Seiltanz durch das Leben.

Auch sind viele von uns oder von unseren Angehörigen zum Beispiel aus beruflichen Gründen in andere Orte gezogen oder werden in Zukunft woanders hinziehen. Und an den neuen Orten werden sie froh sein, wenn sie dort offen aufgenommen werden. Diese Offenheit anderen Menschen gegenüber ist ein wichtiges Element des Zusammenlebens.

Offen zu sein ist von uns auch gefordert angesichts der technologischen Weiterentwicklungen mit den daraus folgenden Umbrüchen in allen Lebensbereichen. Hier hilft kein Abschotten, sondern nur die Fähigkeit, Neues zu lernen. Viele Probleme unserer Zeit stellen sich sowohl im unmittelbaren Umfeld der Menschen als auch im nationalen und globalen Umfeld. Lösungen finden sich dann nur im Zusammenspiel von lokalem, nationalem und auch globalem Handeln.

Das Problem des Klimawandels ist lokal anzugehen, doch letztendlich nur global lösbar, was sich am Beispiel der Abholzung und des Abbrennens der Wälder des Amazonas zeigt, wodurch die CO2-Aufnahmefähigkeit unseres Planeten massiv reduziert wird und der Treibhauseffekt angeheizt wird.

In der Weltpolitik werden Vertragssysteme, die dem Wohlstand und der Sicherheit dienten, reihenweise mutwillig zerstört. Ein Kampf um Einflusszonen ist entbrannt, vor allem zwischen China und den USA, aber auch Russland ist aktiv dabei, neuerdings die Türkei und andere Staaten. Diesen Turbulenzen ist Deutschland alleine hilflos ausgeliefert und hat nur als Teil Europas eine Chance. Europa ist unser Garant für Wohlstand, Sicherheit, Freiheit und Demokratie, daher ist das Zusammenwachsen Europas unsere Hoffnung, denn nur Einigkeit macht stark.

Leider bietet die Europäische Union derzeit kein besonders gutes Bild. Zu bedauern ist die derzeitige mangelnde Einigungsfähigkeit der 27 Staaten der Europäischen Union. Und dennoch kann nur Europa unser Garant für Wohlstand, Sicherheit, Freiheit und Demokratie sein, sodass es für uns äußerst wichtig ist, gemeinsam mit anderen an Europas Zukunft erfolgreich zu bauen.

Um uns diesen über den inneren Bereich weit hinausreichenden Problemen entschlossen stellen zu können, ist für das Gleichgewicht des einzelnen Menschen der Halt in seinem unmittelbaren Umfeld so wichtig. So schließt sich der Kreis und wir gelangen wieder zu der Bedeutung der Gestaltung des kommunalen Bereiches zurück.

Dr. Dieter Bornschlegl,

Grafschaft-Karweiler

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