Politik | 13.05.2022

SPD Rheinbach verabschiedet Drei-Stufen-Plan zur Entlastung der Kernstadt vom Autoverkehr

Intensive Diskussion auf der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins

Rheinbach. Als Ergebnis einer intensiven Diskussion beschloss die Rheinbacher SPD, mit einem Drei-Stufen-Plan die weitere Diskussion zur Entlastung der Kernstadt vom Autoverkehr zu gestalten: 1. Durchgangsverkehr raus aus der Hauptstraße; 2. Realisierung des zukunftsorientierten Radverkehrsnetzes; 3. Schaffung einer Umfahrungsmöglichkeit der Kernstadt für den Durchgangsverkehr zwischen Merzbach und Meckenheim

Ein oftmals stetiger Strom von zahllosen Autos quält sich tagsüber durch die Hauptstraße in Rheinbach. Die SPD fordert seit Jahrzehnten, damit Schluss zu machen und die Hauptstraße zur Fußgängerzone umzugestalten.

2017 hat die SPD den Kompromiss im Masterplan Innenstadt mitgetragen, die Hauptstraße „nur“ zur verkehrsberuhigten Geschäftsstraße mit Tempo 20 zu machen. Voraussetzung dafür ist ein Zweirichtungsverkehr auch in der Löherstraße um die Hauptstraße herum.

Dazu soll das Eckgebäude Löherstraße/Vor dem Voigtstor abgerissen und durch einen abgerundeten Neubau ersetzt werden. Damit die notwendige Verkehrsfläche für einen Zweirichtungsverkehr für Kfz in der Löherstraße geschaffen werden kann. Der entsprechende Bebauungsplan wird derzeit von der Verwaltung erstellt.

Nur den Verkehr in der Innenstadt neu zu regeln reduziert aber den Autoverkehr in der Innenstadt nicht. Dazu bedarf es weiterer Maßnahmen. Nach Auffassung der Rheinbacher SPD kommen dazu nur die Förderung von Fußgänger- und Radverkehr sowie die Umleitung des Durchgangsverkehrs um die Innenstadt herum in Betracht.

Seit Langem ist es kommunalpolitisches Ziel aller im Rat vertretenen Parteien in Rheinbach, den Anteil von Fußgänger- und Radverkehr zu steigern. In der Innenstadt soll für kurze Strecken mehr zu Fuß gegangen und das Fahrrad benutzt werden statt wie heute überwiegend das Auto. Um dies zu erreichen sollte der Autoverkehr nicht verteufelt und erschwert werden, sondern Gehen und Radfahren attraktiver gemacht werden.

Daher begrüßt die Rheinbacher SPD den geplanten Beitritt der Stadt Rheinbach zur Arbeitsgemeinschaft Fußgänger- und Fahrradfreundlicher Städte. „Damit allein ist es aber nicht getan“ meint der erst kürzlich im Amt bestätigte SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Lüdemann, „sondern es müssen die Bedingungen für den Fußgänger- und Radverkehr in Rheinbach deutlich verbessert werden. Etwa 60% der Menschen können sich vorstellen, kurze Strecken bis 3 km mit dem Rad statt mit dem Auto zurückzulegen, tun dies aber nicht, weil es ihnen zu gefährlich und zu stressig erscheint. Das müssen wir ändern, indem wir die Infrastruktur entsprechend anpassen und ausbauen, ergänzt Lüdemann.“

„Das geplante zukunftsorientierte Radverkehrsnetz, für das jetzt 577.000 Euro an Zuschüssen von Bund und Land zugesprochen wurden muss jetzt zügig realisiert werden“ fordert Jürgen Lüdemann.

Ob und wie der Durchgangsverkehr zwischen Merzbach und Meckenheim aus der Innenstadt herausgenommen werden kann wurde auf der Mitgliederversammlung der SPD Rheinbach ausführlich diskutiert. Vor rund 20 Jahren entschied der Stadtrat, keine der in einem Verkehrsgutachten aufgezeigten Alternativen für eine Umgehungsstraße anzustreben. Alles blieb wie es ist. Aber so kann es nicht bleiben sind sich die Sozialdemokrat*innen einig. Es soll den Autofahrer*innen eine Möglichkeit geschaffen werden, von Merzbach nach Meckenheim zu fahren ohne die Innenstadt durchqueren zu müssen. In der anstehenden Erarbeitung des integrierten Verkehrsentwicklungsplans soll festgelegt werden, welche Möglichkeit dazu angestrebt wird.

Pressemitteilung SPD-Fraktion

im Rat der Srtadt Rheinbach

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