Swisttal kann als Beitrag zur Energiewende Erneuerbare Energie ausbauen
Interkommunales Klimaschutzkonzept
Swisttal. Das CDU Mitgliederforum „Energiewende“ hat sich mit dem interkommunalen Klimaschutzkonzept befasst. Dieses weist in seiner Energiebilanz für Swisttal einen Energieverbrauch von etwa 377 Millionen kWh für Strom, Brennstoffe und Kraftstoffe aus und entsprechend 137.000 Tonnen Treibhausgase (THG). Die Swisttaler geben für Energie jährlich etwa 48 Millionen Euro aus.
Zwei Ansatzpunkte für nachhaltigen Klimaschutz
Der Obmann des Mitgliederforums, Hartmut Kircher, fasst zusammen „Es gibt zwei Ansatzpunkte, um in Swisttal einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Energiebilanz zu erreichen. Zum einen kann die Energiemenge durch eine effizientere Nutzung von Energie reduziert werden. Zum anderen kann Energie aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas durch erneuerbare Energien (Sonne, Wind, Biomasse, Wärmepumpen) Schritt für Schritt bis 2050 ersetzt werden. Schaut man auf das aktuelle Verhältnis von Energiemenge und von Treibhausgasen, so entstehen die meisten THG durch den Stromverbrauch, dann durch Kraftstoffe und schließlich durch Brennstoffe.“ Bedenke man zudem, dass in Zukunft Strom auch für den Straßenverkehr und die Mobilität hergestellt werden wird und die Brennstoffe zum Herstellen von Wärme, also beim Heizen, durch Biomasse und Strom ersetzt werden müssen, werde klar, dass der Strombedarf dadurch deutlich ansteigen werde. Deshalb bestehe die Herausforderung darin, Strom mit erneuerbarer Energie herzustellen und weniger Strom durch effizientes Nutzen in den Haushalten und Unternehmen, in den Verwaltungsgebäuden und im Straßenverkehr zu verbrauchen. Bis 2020 sollen in NRW die THG in einem ersten Schritt um 25 Prozent gesenkt sein, bis 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Werten von 1990. Um diese Ziele in Swisttal bis 2020 zu erreichen, müssten im Vergleich zu 2010 die Stromerzeugung in Swisttal von einem erneuerbaren Anteil von bisher etwa 15 Prozent auf 45 Prozent ansteigen und der Stromverbrauch um etwa 20 Prozent sinken, der Brennstoffverbrauch zur Wärmeherstellung um etwa 15 Prozent durch erneuerbare Energie ersetzt werden und der Verbrauch um etwa 14 Prozent sinken, der Kraftstoffverbrauch im Verkehr um acht Prozent sinken oder durch erneuerbare Energie ersetzt werden. Im Ergebnis könnten so die THG in Swisttal etwa um 45.000 Tonnen (- 30 Prozent) sinken.
Thema des nächsten Treffs
Im nächsten Treffen des Mitgliederforums wollen sich die Teilnehmer darauf konzentrieren, wie ein nachhaltiger Entwicklungsprozesses zu erneuerbaren Energien in Unternehmer- und Bürgerhand und in der Kommune transparent verstetigt werden kann. Sei es durch eigene Photovoltaikanlagen zur Stromherstellung und zum Eigenverbrauch oder die Beteiligung an Windstrom wie auch durch den Einsatz von energiesparenden Haushalts- und Mediengeräten, Heizungspumpen und Leuchtmitteln oder mit dem Einsatz erneuerbaren Energien in der Mobilität der Flächengemeinde.
Mitgliederforum am 2. März
Das nächste Mitgliederforum findet am Montag, 2. März, 19 Uhr im Bürgerhaus Morenhoven statt. Hierzu hat sich auch die CDU Bürgermeisterkandidatin Petra Kalkbrenner angesagt. „Mit dem Energieforum sollen konkrete Schritte in der Politik für Bürgerinnen und Bürger in Swisttal und dem weiteren Einsatz von erneubaren Energien angestoßen werden. Seitens der Verwaltung ist eine Liste der Dächer erarbeitet worden, die für Photovoltaik-Anlagen geeignet erscheinen. Wenn diese Dachflächen für die Gewinnung „sauberen“ Stroms genutzt werden, kann nicht nur die CO2-Emission in der Gemeinde gesenkt werden, sondern auch die Stromherstellung aus erneuerbarer Energie zur Eigennutzung gesteigert werden“, so Petra Kalkbrenner.Pressemitteilung
CDU Gemeindeverband Swisttal
