Politik | 03.02.2015

Swisttal kann als Beitrag zur Energiewende Erneuerbare Energie ausbauen

Interkommunales Klimaschutzkonzept

Seitens der Verwaltung ist eine Liste der Dächer erarbeitet worden, die für Photovoltaik-Anlagen geeignet erscheinen. privat

Swisttal. Das CDU Mitgliederforum „Energiewende“ hat sich mit dem interkommunalen Klimaschutzkonzept befasst. Dieses weist in seiner Energiebilanz für Swisttal einen Energieverbrauch von etwa 377 Millionen kWh für Strom, Brennstoffe und Kraftstoffe aus und entsprechend 137.000 Tonnen Treibhausgase (THG). Die Swisttaler geben für Energie jährlich etwa 48 Millionen Euro aus.

Zwei Ansatzpunkte für nachhaltigen Klimaschutz

Der Obmann des Mitgliederforums, Hartmut Kircher, fasst zusammen „Es gibt zwei Ansatzpunkte, um in Swisttal einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Energiebilanz zu erreichen. Zum einen kann die Energiemenge durch eine effizientere Nutzung von Energie reduziert werden. Zum anderen kann Energie aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas durch erneuerbare Energien (Sonne, Wind, Biomasse, Wärmepumpen) Schritt für Schritt bis 2050 ersetzt werden. Schaut man auf das aktuelle Verhältnis von Energiemenge und von Treibhausgasen, so entstehen die meisten THG durch den Stromverbrauch, dann durch Kraftstoffe und schließlich durch Brennstoffe.“ Bedenke man zudem, dass in Zukunft Strom auch für den Straßenverkehr und die Mobilität hergestellt werden wird und die Brennstoffe zum Herstellen von Wärme, also beim Heizen, durch Biomasse und Strom ersetzt werden müssen, werde klar, dass der Strombedarf dadurch deutlich ansteigen werde. Deshalb bestehe die Herausforderung darin, Strom mit erneuerbarer Energie herzustellen und weniger Strom durch effizientes Nutzen in den Haushalten und Unternehmen, in den Verwaltungsgebäuden und im Straßenverkehr zu verbrauchen. Bis 2020 sollen in NRW die THG in einem ersten Schritt um 25 Prozent gesenkt sein, bis 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Werten von 1990. Um diese Ziele in Swisttal bis 2020 zu erreichen, müssten im Vergleich zu 2010 die Stromerzeugung in Swisttal von einem erneuerbaren Anteil von bisher etwa 15 Prozent auf 45 Prozent ansteigen und der Stromverbrauch um etwa 20 Prozent sinken, der Brennstoffverbrauch zur Wärmeherstellung um etwa 15 Prozent durch erneuerbare Energie ersetzt werden und der Verbrauch um etwa 14 Prozent sinken, der Kraftstoffverbrauch im Verkehr um acht Prozent sinken oder durch erneuerbare Energie ersetzt werden. Im Ergebnis könnten so die THG in Swisttal etwa um 45.000 Tonnen (- 30 Prozent) sinken.

Thema des nächsten Treffs

Im nächsten Treffen des Mitgliederforums wollen sich die Teilnehmer darauf konzentrieren, wie ein nachhaltiger Entwicklungsprozesses zu erneuerbaren Energien in Unternehmer- und Bürgerhand und in der Kommune transparent verstetigt werden kann. Sei es durch eigene Photovoltaikanlagen zur Stromherstellung und zum Eigenverbrauch oder die Beteiligung an Windstrom wie auch durch den Einsatz von energiesparenden Haushalts- und Mediengeräten, Heizungspumpen und Leuchtmitteln oder mit dem Einsatz erneuerbaren Energien in der Mobilität der Flächengemeinde.

Mitgliederforum am 2. März

Das nächste Mitgliederforum findet am Montag, 2. März, 19 Uhr im Bürgerhaus Morenhoven statt. Hierzu hat sich auch die CDU Bürgermeisterkandidatin Petra Kalkbrenner angesagt. „Mit dem Energieforum sollen konkrete Schritte in der Politik für Bürgerinnen und Bürger in Swisttal und dem weiteren Einsatz von erneubaren Energien angestoßen werden.  Seitens der Verwaltung ist eine Liste der Dächer erarbeitet worden, die für Photovoltaik-Anlagen geeignet erscheinen. Wenn diese Dachflächen für die Gewinnung „sauberen“ Stroms genutzt werden, kann nicht nur die CO2-Emission in der Gemeinde gesenkt werden, sondern auch die Stromherstellung aus erneuerbarer Energie zur Eigennutzung gesteigert werden“, so Petra Kalkbrenner.Pressemitteilung

CDU Gemeindeverband Swisttal

Seitens der Verwaltung ist eine Liste der Dächer erarbeitet worden, die für Photovoltaik-Anlagen geeignet erscheinen. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Staplerfahrer (m/w/d)
Anzeige KW 15
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
57

Troisdorf. Am Mittwochmittag, dem 8. April, geriet eine 67-jährige Frau aus Troisdorf in die Fänge von Telefonbetrügern. Durch einen sogenannten Schockanruf wurde die Seniorin dazu gebracht, einem unbekannten Mann an ihrer Haustür eine Summe von 30.000 Euro in bar zu übergeben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
60

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Imageanzeige
Image Anzeige
Imageanzeige - Dauerauftrag
Kleinanzeigen
Doppelseite PR/Anzeigen
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Kita
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Wohnträume
Sachbearbeiter (m/w/d)
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Leiter/in (w/m/d)