Lebhafte Diskussionen bei CDU-Veranstaltung rund ums Thema OGS
Investition in Kinder
Meckenheim. Außer im Elternhaus wird in Kita und Schule und auch in der Offenen Ganztagsschule der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben gelegt - so brachte Landtagsabgeordneter Jonathan Grunwald es auf den Punkt. Dass frühkindliche Bildung wichtig ist und auf lange Sicht der Gesellschaft sogar Geld spart, darüber waren sich alle einig bei dem gut besuchten Abend rund ums Thema OGS, zu dem die CDU Meckenheim ins Mosaik eingeladen hatte. In Meckenheim haben wieder alle Kinder einen Platz bekommen, wobei sich die Zahl der Plätze in den letzten Jahren auf 712 verdoppelt hat; „wir stehen mehr als gut da“, betonte Bürgermeister Holger Jung. Ein Knackpunkt bleibt aber auch in Zukunft die Finanzierung. Eltern, Vertreterinnen und Vertreter der OGS-Trägervereine sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diskutierten lebhaft mit Grunwald, Jung und dem Ersten Beigeordneten Hans Dieter Wirtz; CDU-Vorsitzender Rainer Friedrich moderierte. Die OGS-Finanzierung ruht auf drei Säulen: auf der Pro-Kopf-Pauschale der Kommune, auf Zuschüssen vom Land und nicht zuletzt auf den Elternbeiträgen. Die Bezahlung des OGS-Personals richtet sich nach den Tarifen im Öffentlichen Dienst; ein Abschluss von 12,5 Prozent mehr brachte die Trägervereine zuletzt in finanzielle Schwierigkeiten, und die Stadt sprang trotz ihrer Haushaltsprobleme ein. Großes Lob gab es für den Meckenheimer „Qualitätszirkel“, ein Gremium, in dem Schulen, OGS-Träger, Eltern und die Stadtverwaltung zusammenarbeiten. Für die Eltern ist vor allem Verbindlichkeit wichtig, da sie im Zweifel Arbeitsplätze kündigen müssen, wenn sie keine Betreuung für ihr Kind haben.
Ab 2026/27 besteht ein Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz, los geht es mit den ersten Klassen. Der Beschluss fiel auf Bundesebene, gleichwohl gibt es bisher keine Finanzierungszusagen. Wie sollen die Kommunen das stemmen? Bürgermeister Jung sagte: „Wir müssen uns andere Diskussionen in diesem Land erlauben und darüber sprechen, was sich dieser Staat noch leisten kann“. So sprach er die zahlreichen Transferleistungen an.
Jonathan Grunwald sagte, in NRW seien in diesem Jahr 38000 OGS-Plätze neu geschaffen worden. Den Wunsch, das Land möge sich finanziell stärker beteiligen, nahm er mit nach Düsseldorf, betonte aber auch, dass derzeit das Geld dafür nicht vorhanden sei. Auf exakt festgeschriebene landesweite OGS-Standards werde verzichtet, was von den Trägervereinen begrüßt wird, da sie dann flexibler sind und beispielsweise mit gutem Erfolg auch Seiteneinsteiger nachqualifizieren können. Denn: Der Fachkräftemangel ist neben den Finanzen das zweite große Thema bei der OGS.
Pressemitteilung
CDU Meckenheim
