Politik | 15.07.2016

Gönnersdorf will Starkregenereignissen vorbeugen

Juni-Unwetter und Auftragsvergaben beschäftigten Gemeinderat

Gönnersdorf.Besonders die Starkregenereignisse beschäftigten den Gemeinderat Gönnersdorf in seiner Sitzung, zu der Ortsbürgermeister Martin Braun die Ratsmitglieder im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen konnte. Der Starkregen, der in Gönnersdorf niederging, war enorm und führte zu erheblichen Schäden. Innerhalb von anderthalb Stunden waren bis zu 100 Liter Regen auf einen Quadratmeter gefallen. Bedingt durch die Tallage des Ortes strömte das Wasser von den Hängen in Richtung der Ortslage und drang in einige Wohnhäuser an der L 87 wie auch in eine Gewerbehalle. Auch der vor einigen Jahren neu angelegte Sportplatz wurde überflutet und verwüstet. Ortsbürgermeister Martin Braun fasste die Ereignisse zusammen. Bereits im Mai habe es starke Regenfälle in Gönnersdorf gegeben. Allerdings die Ereignisse vom 24. Juni seien so noch nicht da gewesen. Besonders vom Herchenberg strömte das Wasser ins Kehrbergtal hinab, was der Ortsbürgermeister anhand von Fotos und Filmen dokumentiert hatte. Aber auch von den anderen Hängen hätten die Wassermassen sich ihren Weg ins Tal gesucht. Dabei seien zahlreiche Wirtschaftswege ausgespült worden und Schlamm und Geröll seien übrig geblieben. Zwar habe man am Schadenstag durch umgehend eingeleitete Sofortmaßnahmen noch größere Schäden verhindern können. Durch einen hinter dem Friedhof gezogenen Graben habe man im dortigen Bereich das Wasser erfolgreich ableiten können. Allein das Herstellen der Wirtschaftswege in den Zustand, wie vor dem Schadensereignis, schätzte Braun mit Kosten in Höhe 10.000,00 bis 15.000,00 Euro. Aber allein mit dem Wiederherstellen sei es nicht getan. Vielmehr müssten die Wirtschaftswege mit Gräben und einem Quergefälle versehen werden, die das ankommende Wasser ableiten und nicht weiter über die Wegefläche ins Tal strömen lassen.

Schnelle Maßnahmen wurden gefordert

Man ließ in diesem Zusammenhang auch die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen, die ein schnelles Handeln forderten. Schnelle Maßnahmen sagte der Ortsbürgermeister auch zu, wies allerdings darauf hin, dass man sich mit dem Bauamt der Verbandsgemeinde hierzu kurzschließen müsse. „Das, was wir machen, muss Sinn haben“, erklärte Braun im Hinblick auf die Beratung mit der Behörde. Ratsmitglied Rainer Göbel, der gleichzeitig auch Vorsitzender des FC Rhenania Gönnersdorf ist, berichtete sodann über die Schäden am vereinseigenen Sportgelände. Hier war das Wasser fast ungehindert über das Sportgelände geflossen und hatte eine etwa 2.500 Quadratmeter große Fläche des erst fünf Jahre alten Rasenplatzes total verschlammt. Kostenermittlungen nach einem Gutachten hätten ergeben, dass die Sanierung der Fläche rund 30.000,00 Euro kosten würde. Eine Schadenssumme, die der Verein nicht aufbringen kann. Bei der Ursachenforschung stellten sich die Fragen: Wo kam der Lehm her, der in Verbindung mit dem Regen zu Schlamm wurde? Und: Wieso hat das Entwässerungsrohr unter dem Platz nicht seine Funktion erfüllt? Da taucht die Frage auf: Wer ist noch für die Sanierung des Platzes zuständig? Fragen, die man klären will und muss, um anschließend geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Andere Tagesordnungspunkte zügig abgehandelt

Zuvor hatte man die anderen Tagesordnungspunkte sehr zügig abgehandelt. Für die einzige Brücke in Gönnersdorf über den Vinxtbach, für die die Ortsgemeinde zuständig ist, soll eine Brückenprüfung in Auftrag gegeben werden, denn den Förderanträgen zur Erneuerung oder Instandsetzung von Ingenieurbauwerken muss nach den neuesten Förderrichtlinien ab dem 1. Januar 2018 ein Prüfbericht einer vor diesem Stichtag durchgeführten Hauptprüfung beigefügt werden. Hierzu wurde bereits ein Honorarangebot eines Ingenieurbüros eingeholt. Die ermittelten Kosten übersteigen jedoch die Ansätze im Haushalt. Die Vergabe wurde ins neue Haushaltsjahr vertagt. Im Rahmen des Umbaues des Kindergartens wurden ergänzende Maßnahmen im Bereich der Außenbeleuchtung und des Blitzschutzes vergeben. Diese Maßnahmen dienen der weiteren Sicherheit des Kindergartens und dessen Benutzer. Auch vergab der Rat den Auftrag für Brandschutzmaßnahmen im Dorfgemeinschaftshaus. Hier sollen ein Rauchabzugsfenster im Dachgeschoss im Bereich des Treppenhauses sowie ein Ausstiegsfenster zur Anleiterung im Brandfall eingebaut werden.

Fotovoltaikanlage auf dem Kindergarten

Weiterhin informierte der Ortsbürgermeister über den Sachstand einer ins Auge gefassten Fotovoltaikanlage auf dem Dorfgemeinschaftshaus wie auch auf dem Kindergarten. Hier hat die EVM Interesse gezeigt und wird ein Angebot einreichen. WER

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