Politik | 19.01.2015

Neujahrsempfang der CDU Swisttal

Kalkbrenner setzt beim erste Akzente

Bürgermeisterkandidatin möchte „Politik für die Menschen in Swisttal“ machen

Wolfgang Heller (v. l.), Vorsitzender der CDU Swsittal, Bürgermeister Eckhard Maack, Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager, CDU-Bürgermeisterkandidatin Petra Kalkbrenner und Dr. Norbert Röttgen, MdB, beim Neujahrsempfang der Swisttaler CDU. privat

Swisttal. Der diesjährige Neujahrsempfang der CDU setzte erste Akzente im Wettbewerb um das Bürgermeisteramt in Swisttal. Die im November von der CDU aufgestellte Bürgermeisterkandidatin Petra Kalkbrenner nutzte die Gelegenheit, um vor den Parteimitgliedern und den zahlreichen Gästen ihre Sicht darzulegen, wie sie nach erfolgreicher Wahl als Bürgermeisterin dem Amt und der Verwaltung ein neues Gesicht geben will. „Ich will eine Bürgermeisterin zum Anfassen sein. Ich will zu den Menschen gehen. Ich werde die Bürger mitnehmen, die Bürger ernst nehmen, die Bürger beteiligen und hierdurch Entscheidungsprozesse transparent machen“, fasste die Kandidatin ihr Programm „Politik für die Menschen in Swisttal“ zusammen. Kalkbrenner sieht, dass das nur mit einer Verwaltung und den Menschen in der Verwaltung gehe, die „das Selbstverständnis haben, als Dienstleister für die Swisttalerinnen und Swisttaler da zu sein, sie zu unterstützen und zu fördern.“

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Kalkbrenner bei der Nutzung moderner Kommunikationsmittel. „Die Möglichkeiten moderner IT müssen besser genutzt werden, um zum Beispiel den Bürgern Wege ins Rathaus zu ersparen. Für viele Menschen ist dieser Weg sehr aufwendig, und es gibt Öffnungszeiten, die sich mit vielen Anforderungen des Alltags - Arbeitszeiten, Schulzeiten, Kinderbetreuung etc. - schlecht vereinbaren lassen. Was online geschehen kann, soll online geschehen - zum Nutzen der Bürger“ erläuterte Kalkbrenner diesen Aspekt.

Derzeit sieht Kalkbrenner über das Grundsätzliche hinaus vier Zukunftsaufgaben: Es sind dies die demografische Entwicklung, die Finanzsituation der Kommunen, das Thema Inklusion und die aktuelle Flüchtlings-Problematik.

Diese Herausforderungen will sie gezielt annehmen und beispielsweise dafür sorgen, dass die in der Gemeinde vorhandenen Daseinseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, aber auch das öffentliche Kanalnetz als kommunale Einrichtung optimal ausgelastet sind. Bei den Finanzen geht sie davon aus, dass stets eine ausreichende Finanzierung eingefordert muss und zugleich eigene Konzepte zur Finanzierung der Aufgaben entwickeln werden. Das Thema Inklusion sieht sie wesentlich weiter gezogen und nicht auf die Schulen fokussiert: „Behinderte und Nicht-Behinderte, Hochbegabte und Menschen mit Lernschwäche, mental Starke und Verhaltensauffällige, Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen - sie alle sollen überall miteinander leben, lernen und arbeiten können.“ Auch für das Flüchtlingsthema sieht Kalkbrenner nur Lösungen, wenn kommunale Verwaltung eng verzahnt mit Ehrenamtlichen zusammenspielt. „Ich begrüße es sehr, dass sich viele in den Kirchen und Vereinen auf den Weg gemacht haben und helfen wollen, die Asylsuchenden und Flüchtlinge besser zu betreuen und so eine Willkommenskultur entwickeln“, führte die Bürgermeisterkandidatin unter Beifall aus.

Als CDU-Vorsitzender hatte Wolfgang Heller zuvor viele Mitglieder und Gäste begrüßen können. Ein besonderes Anliegen war es ihm, den Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Anerkennung und Dank zu sagen. „Ich habe im vergangenen Jahr persönlich erfahren, wie verdienstvoll Ihr Einsatz ist. Als der Küpperweg in Miel und mein Grundstück und Keller unter Wasser standen, waren Sie kurz nach der Überschwemmung zur Stelle und sind erst gewichen, als alles Wasser abgepumpt war. Ich verspreche Ihnen, wir werden Sie nach Kräften politisch unterstützen. Ich persönlich halte die Förderung der Jugendfeuerwehr für eine überlebenswichtige Aufgabe. Denn nur, wenn es uns gelingt, immer wieder Jugendliche für diesen Dienst zu gewinnen, sichern wir auch die Freiwillige Feuerwehr als Ganzes.“

Eine besondere Freude war es Heller, langjährige Mitglieder der CDU für ihre Treue auszuzeichnen. Dabei halfen ihm Dr. Norbert Röttgen, MdB, und Ilka von Boeselager, MdL. Der älteste Jubilar ist Thorolf Schulte aus Buschhoven, der bereits seit 55 Jahren treu zur CDU steht und kein bisschen politikverdrossen wirkt. Insgesamt wurden folgende Mitglieder geehrt: für 55 Jahre Mitgliedschaft Thorolf Schulte aus Buschhoven; für 45 Jahre Mitgliedschaft Hans Jonas aus Ludendorf, Peter Habbig aus Dünstekoven, Heinrich Schlösser aus Buschhoven; für 40 Jahre Mitgliedschaft Dr. Benno Willers aus Buschhoven, Elisabeth Segin aus Odendorf, Ria Borgmann aus Odendorf, Margret Tzschiesche aus Heimerzheim, Renate Hass aus Odendorf, Franz Josef Ley aus Odendorf, Hans-Peter Lehn aus Morenhoven. Nachholung aus 2014: für 45 Jahre Mitgliedschaft Sieglinde Hübsch-Barten aus Heimerzheim, Roland Bude aus Buschhoven; für 40 Jahre Mitgliedschaft Dr. Rüdiger Kass aus Odendorf, Elisabeth Garus aus Heimerzheim, Veronika Reichelt aus Heimerzheim, Hans Willi Friedrichs aus Morenhoven.

Den musikalischen Rahmen gestaltet das Violinquartett der Musikschule Meckenheim-Rheinbach-Swisttal unter der Leitung von Maria Kapuscinska, die auch die ökumenische Andacht der Geistlichen Pater Stanislaus Friede und Pfarrer Ernst Edelmann musikalisch unterstützte. Traditionell beginnt der Neujahrsempfang der CDU Swisttal mit der ökumenischen Gebetsfeier.

Pressemitteilung des

CDU-Gemeindeverbands Swisttal

Wolfgang Heller (v. l.), Vorsitzender der CDU Swsittal, Bürgermeister Eckhard Maack, Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager, CDU-Bürgermeisterkandidatin Petra Kalkbrenner und Dr. Norbert Röttgen, MdB, beim Neujahrsempfang der Swisttaler CDU. Foto: privat

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